SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

29Dez/09Off

Pepsi baut Crowdsourcing-Mechanismen in Social Media Strategie weiter aus

Autor des Artikels: Matias Roskos

Immer und immer weiter baut Pepsi seine Social Media Aktivitäten aus. Das Tempo und die Zielstrebigkeit sind beeindruckend dabei. Schon mehrmals hatte ich darüber hier berichtet. Nun geht man in das Jahr 2010 mit dem Pepsi Refresh Project. Bitte dieses Video unbedingt anschauen:

Zuerst einmal muss ich sagen, bin ich von den Summen schwer beeindruckt, die Pepsi hier investiert. Und sie sind aus meiner Sicht ein ganz entscheidener Hebel, warum dieses Projekt vermutlich super funktionieren wird. Denn auf den ersten Blick stört mich das Schwammige an der Aufgabenstellung. Damit Crowdsourcing erfolgreich sein kann - und um nichts anderes geht es hier: um Crowdsourcing - bedarf es eines klar abgesteckten Rahmens. Der ist hier nicht so richtig eindeutig. "Gebt uns eure Ideen". Das kann schnell ins Leere laufen. Doch durch die hohen Summen werden auch viele Agenturen und Innovations-Teams sich hinsetzen und mitmachen. Dadurch wird es extrem spannend.

Das Prinzip der ganzen Aktion kann man nun schon fast "altbewährt" nennen. Denn Pepsi konnte vor allem 2009 vielfältige Erfahrungen beim Crowdsourcing und dem Spiel mit Social Media Bausteinen sammeln. Und hat damit einen gewaltigen Erfahrungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz! Es gibt eine Aufgabe für die Community. Die Fans werden aufgefordert Ideen einzureichen und diese dann wiederum über die Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube und Flickr zu streuen. Damit nutzt Pepsi perfekt die viralen Möglichkeiten des Web 2.0 und macht die eigenen Fans zu seinen Markenbotschaftern. Freiwillig.

Aber auch die, die selbst nicht kreativ sein wollen oder können, werden involviert. Im Votingprozess! Sie bringen sich durch ihre Votes und durch die Kommentare mit in den Crowdsourcing-Prozess ein! Das wird meist unterschätzt.

Oft höre ich von Kritikern, die nicht viel Ahnung vom Crowdsourcing haben: "Da machen ja nur 40 Leute mit. Haben ja nur 40 Leute was hochgeladen." FALSCH! Sichtbar kreativ waren dann vielleicht nur 40 (eine hier willkürlich gewählte Zahl!). Aber es haben womöglich 2.000 gevotet und kommentiert. Und damit waren auch sie involviert in den Prozess! Und sie haben anderen davon erzählt. Mündlich. Oder über ihre Social Media Kanäle. Das eigene Blog, via Twitter, im Facebook-Status-Update. Es sind also nicht nur die 40 deren Arbeiten man letztendlich sieht. Die Community, die beim Crowdsourcing involviert ist, ist meist deutlich größer. Multiplikatoren sind zum Teil nur die sichtbar Kreativen. Auch Interessierte, die nur drauf schauen, vielleicht sogar ohne zu kommentieren, können zu spannenden Multiplikatoren der Marketing-Botschaft werden! Zumindest, wenn man es so macht wie Pepsi oder auch wie wir bei VOdA bei unseren Crowdsourcing- und Social Media Projekten. Und das macht Crowdsourcing so spannend. Um damit komplexe Social Media Kampagnen zu initiieren und dann auch am Leben zu halten. Viele Menschen können sich beteiligen. Über verschiedene Möglichkeiten. Mit verschiedenen Graden der öffentlichen Sichtbarkeit, mit unterschiedlichem Aufwand. Und das zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus. Wenn es dann noch spannende Gewinne gibt, also eine gut getunte Incentivierungsstrategie: perfekt. Pepsi macht erneut vor, wie es geht.

NACHTRAG:
Markus schreibt in den Kommentaren ganz richtig:

ist ein extrem interessantes projekt, vor allem, weil Pepsi zum ersten mal nach 23 jahren nicht beim Superbowl wirbt, sonder lieber 20Mil $ für die kampagne hier ausgibt.

Social Media statt Superbowl-TV-Werbung... Wenn das nicht nachdenklich macht, weiß ich auch nicht.

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos