SocialNetworkStrategien Social Networks, Crowdsourcing, Communityaufbau, Social Media Marketing

29Dez/092

Pepsi baut Crowdsourcing-Mechanismen in Social Media Strategie weiter aus

Immer und immer weiter baut Pepsi seine Social Media Aktivitäten aus. Das Tempo und die Zielstrebigkeit sind beeindruckend dabei. Schon mehrmals hatte ich darüber hier berichtet. Nun geht man in das Jahr 2010 mit dem Pepsi Refresh Project. Bitte dieses Video unbedingt anschauen:

Zuerst einmal muss ich sagen, bin ich von den Summen schwer beeindruckt, die Pepsi hier investiert. Und sie sind aus meiner Sicht ein ganz entscheidener Hebel, warum dieses Projekt vermutlich super funktionieren wird. Denn auf den ersten Blick stört mich das Schwammige an der Aufgabenstellung. Damit Crowdsourcing erfolgreich sein kann - und um nichts anderes geht es hier: um Crowdsourcing - bedarf es eines klar abgesteckten Rahmens. Der ist hier nicht so richtig eindeutig. "Gebt uns eure Ideen". Das kann schnell ins Leere laufen. Doch durch die hohen Summen werden auch viele Agenturen und Innovations-Teams sich hinsetzen und mitmachen. Dadurch wird es extrem spannend.

Das Prinzip der ganzen Aktion kann man nun schon fast "altbewährt" nennen. Denn Pepsi konnte vor allem 2009 vielfältige Erfahrungen beim Crowdsourcing und dem Spiel mit Social Media Bausteinen sammeln. Und hat damit einen gewaltigen Erfahrungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz! Es gibt eine Aufgabe für die Community. Die Fans werden aufgefordert Ideen einzureichen und diese dann wiederum über die Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter, Youtube und Flickr zu streuen. Damit nutzt Pepsi perfekt die viralen Möglichkeiten des Web 2.0 und macht die eigenen Fans zu seinen Markenbotschaftern. Freiwillig.

Aber auch die, die selbst nicht kreativ sein wollen oder können, werden involviert. Im Votingprozess! Sie bringen sich durch ihre Votes und durch die Kommentare mit in den Crowdsourcing-Prozess ein! Das wird meist unterschätzt.

Oft höre ich von Kritikern, die nicht viel Ahnung vom Crowdsourcing haben: "Da machen ja nur 40 Leute mit. Haben ja nur 40 Leute was hochgeladen." FALSCH! Sichtbar kreativ waren dann vielleicht nur 40 (eine hier willkürlich gewählte Zahl!). Aber es haben womöglich 2.000 gevotet und kommentiert. Und damit waren auch sie involviert in den Prozess! Und sie haben anderen davon erzählt. Mündlich. Oder über ihre Social Media Kanäle. Das eigene Blog, via Twitter, im Facebook-Status-Update. Es sind also nicht nur die 40 deren Arbeiten man letztendlich sieht. Die Community, die beim Crowdsourcing involviert ist, ist meist deutlich größer. Multiplikatoren sind zum Teil nur die sichtbar Kreativen. Auch Interessierte, die nur drauf schauen, vielleicht sogar ohne zu kommentieren, können zu spannenden Multiplikatoren der Marketing-Botschaft werden! Zumindest, wenn man es so macht wie Pepsi oder auch wie wir bei VOdA bei unseren Crowdsourcing- und Social Media Projekten. Und das macht Crowdsourcing so spannend. Um damit komplexe Social Media Kampagnen zu initiieren und dann auch am Leben zu halten. Viele Menschen können sich beteiligen. Über verschiedene Möglichkeiten. Mit verschiedenen Graden der öffentlichen Sichtbarkeit, mit unterschiedlichem Aufwand. Und das zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus. Wenn es dann noch spannende Gewinne gibt, also eine gut getunte Incentivierungsstrategie: perfekt. Pepsi macht erneut vor, wie es geht.

NACHTRAG:
Markus schreibt in den Kommentaren ganz richtig:

ist ein extrem interessantes projekt, vor allem, weil Pepsi zum ersten mal nach 23 jahren nicht beim Superbowl wirbt, sonder lieber 20Mil $ für die kampagne hier ausgibt.

Social Media statt Superbowl-TV-Werbung... Wenn das nicht nachdenklich macht, weiß ich auch nicht.

29Dez/091

Facebook – Wo ist die Vierschanzentournee?

Ich war auf der Suche nach der diesjährigen Vierschanzentournee der Skispringer. Gestern, mit dem iPhone. Ich wollte gern live die Ergebnisse der Qualifikation zum ersten Springen wissen. Da ich aber unterwegs war, ging das nur mobil. Ich dachte mir: es gibt bestimmt eine gute Facebook-Seite, die ich über die geniale Facebook-App auf dem iPhone ansteuern kann. Schließlich haben wir das Jahr 2009 und Social Media wird immer wichtiger und stärker. Doch mein Entsetzen war groß. Das Einzige was ich fand, war eine nicht gepflegte Seite aus der vergangenen Saison. Ohne Inhalte, ohne aktuelle Informationen. Wie traurig...

Auch im App-Store fand ich keine iPhone-App zur Vierschanzentournee. Es gibt zwar einige Sport-Webseiten, die einen Live-Ticker liefern. Der ist aber fast immer auf Flash-Basis. Und damit nicht darstellbar vom iPhone. Eurosport wiederum hat zwar eine ziemlich gut gemacht iPhone-App, die ich sehr mag. Aber Skispringen findet dort nicht statt. Das dürfte rechtliche Gründe haben.

So stand ich also im Regen. Noch nicht einmal auf Twitter gab es relevante, zeitnahe Informationen über die Vierschanzentournee. Dafür gibt es aber wenigstens eine Webseite der Vierschanzentournee. Diese macht jedoch den Eindruck, als hätte man sie im Jahr 1992 konzipiert und umgesetzt. Entschuldigung, sollte ich damit jemandem auf den Schlipps treten. Aber so ist es aus meiner Sicht. Webseiten zu Live-Events, wie es die Vierschanzentournee nunmal ist, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen, finde ich verdammt traurig und vor allem: unzeitgemäß. Es fehlt komplett eine Social Media Anbindung und ein zeitnaher Informationskanal. Facebook, Friendfeed, Twitter & Co. liefern die Technik und die Vernetzungsmöglichkeiten. Man muss sie "nur" noch geschickt einsetzen und benutzen. Doch das geschieht bei der übrigens von Jack Wolfskin gesponsorten Vierschanzentournee überhaupt nicht.

Jack Wolfskin Vierschanzentournee

Alles konzentriert sich ganz offensichtlich aufs TV. Und das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Mobile Inhalte werden in einem rasenden Tempo von den Menschen dort draußen angenommen. Das Internet gewinnt stetig an Bedeutung. Immer mehr nutzen Smartphones wie das iPhone um damit Bilder hochzuladen, Emails zu schreiben, ihr Facebook-Profil zu pflegen, zu twittern und neueste Nachrichten zu erhalten. Auf all dies verzichtet man bei der diesjährigen Vierschanzentournee leider. Und das sage ich als großer Skispring-Fan, seit 30 Jahren. Wo ist der Twitter-Stream von der Vierschanzentournee? Wo sind die Bilder der Fans, die sie auf Flickr und Sevenload hochladen? Wo die Videos rund um die Tour auf Youtube und Vimeo? Wo die Facebook-Page die mich mit Neuigkeiten versorgt und auf der ich mich als Fan "outen" kann?

Und bevor ich mich weiter über diese Missstände ärgere, richte ich lieber eine eigene Facebook-Fanpage ein. Eigentlich ist es dafür zeitlich schon zu spät für die diesjährige Tournee. Aber ich mag es nicht nur zu kritisieren. Man muss auch was machen. Und: besser als gar nichts. Für all die, die die Tournee nicht via TV verfolgen können und die mobil und via Internet dabei sein möchten: bitte hier entlang, zur privaten Facebook-Fanpage der Vierschanzentournee.

22Dez/091

Die Deutsche Telekom lernt

Seit ich (glücklicher) iPhone-Besitzer und damit automatisch auch Telekom-Kunde bin, bin ich nur noch halb so schlecht zu sprechen auf die Magenta-Firma. Und viele haben in den letzten Monaten und Jahren die Erfahrung machen müssen, dass die anderen Player auf dem Markt sich oft ähnlich ungeschickt anstellen wie der deutsche Telekommunikations-Gigant.

Letzte Woche fand ich in meinem Briefkasten ein Schreiben der Deutschen Telekom. Eigentlich wandert solche Werbung bei mir umgehend in den Müll, egal von wem. Aber wenn vorn ganz groß "iPhone" drauf prangt, schau ich meist wenigstens mal rein. "Neue Apps der Deutschen Telekom" war auf der aufwendig gemachten Broschüre zu lesen. Ich war neugierig geworden.

Und dann folgt folgender Text:

Sie haben's gut:
Sie haben ein iPhone!

Stimmt, dachte ich. Und fühlte mich ziemlich direkt angesprochen. Und genau das war der Knackpunkt. Und der clevere Schachzug. Es gibt da draußen Tausende von zufriedenen iPhone-Kunden. Wie mich. Und die sollte man ganz direkt ansprechen. Das gefällt mir. Weil es mir zeigt, das man mich als Kunde schätzt.

Natürlich ist es Werbung. Man will, dass ich mir die neuen Telekom-Apps anschaue. Hab ich dann auch gern getan! Und eine davon bereits installiert.

Ich bin positiv überrascht. Und habe den Eindruck, das man mit dem iPhone bei der Deutschen Telekom eine Menge dazugelernt hat. Ich hoffe, dass diese Tendenz auch für 2010 erhalten bleibt. Gegen Werbung ist nix einzuwenden. Wenn es die richtigen trifft. Denn dann ist es kein Spam mehr. Und dann lesen viele auch Werbung. Egal ob im Netz oder per Direktmarketing. Good job, Telekom.

15Dez/090

Social Media und Now-Marketing – Lassen wir Zahlen sprechen

KMF Werbung und KMF Social haben ein gut gemachtes Social Media Video online gebracht. Viel Zahlenmaterial zu Facebook, Twitter & Co, bezogen auf den europäischen Markt. Wer dann noch nicht begriffen hat, welche Entwicklung Social Media nimmt...

veröffentlicht unter: PR und Social Networks keine Kommentare
14Dez/090

Die moderne Zeitung

So könnte sie ausschauen. Ich bin begeistert!

Wäre das Gerät so leicht wie eine echte Zeitung und am besten auch faltbar bzw. verkleinerbar für den Rucksack, wär ich mit dabei. Gern auch mit diversen Abos für ausgewählte Zeitschriften.

Gefunden via Robert Basic, Social Network TV und @weltkompakt.

11Dez/090

IKEA-Katalog auf dem iPhone

Neulich hatte ich ja schon über die gelungene Viral-Aktion auf Facebook von IKEA hingewiesen. Nun bin ich beim Krawattenträger über Folgendes gestolpert: den neuen IKEA-Katalog gibt es iPhone-App.

Damit beweist IKEA erneut, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Ich vermisse noch viel zu viele Unternehmen auf dem iPhone. Es ist nicht wirklich kompliziert eine iPhone-App entwickeln zu lassen. Man muss nur die iTunes-Store-Hürde dann nehmen. Aber die stetig steigende Zahl von Smartphone-Besitzern, zu denen das iPhone an vorderster Front gehört, lechzen nach Apps für ihre Geräte. Und für die Marken gibt es kaum eine bessere, weil direktere Methode um einen Kanal hin zum Fan und potentiellen Kunden (und wieder zurück!) zu bauen.

Jetzt fehlt bei IKEA ja fast nur noch eine spannende Crowdsourcing-Strategie. DARAUF hätte ich ja so richtig Lust. Was man sich da alles Geniales einfallen lassen könnte in der Konzeption und bei der Community-Incentivierung.

Alles weitere gibt es hier im IKEA-Online-Katalog.

10Dez/090

Weltkarte von Social Media Nutzung

"Wieviele Menschen nutzen denn dieses Web 2.0 Social Media Gedöns?" Eine durchaus immer wieder gern gestellte Frage. Hier mal eine Antwort, die nicht nur gut gemacht, sondern auch spannend ist. Auf Mashable gibt es eine "Awesome Visualization of Social Media Usage Around the Globe [Infographic]", aus der man etliche Zahlen ziehen kann. Oft funktioniert das Visuelle aber meist noch besser.


Global Map of Social Media - December 2009 -

Auf der Mashable Seite steht der PDF-Download für die Map bereit.

Ich finde die Zahlen, vor allem auch für China und Brasilien beeindruckend. Zeigen sie doch, wie aktiv die Menschen bereits Social Media nutzen. Natürlich steht das Hochladen von Bildern ganz weit vorn. Aber auch die Nutzung von Social Networks funktioniert überall. Aber es wird auch deutlich, dass nur ein Teil der Menschen bereits Social Media nutzt. Doch dieser Teil ist schon gewaltig. Und er wächst stetig in einem atemberaubenden Tempo. Man kommt an Social Media, seien es Social Networks, Blogs, Microblogs wie Twitter oder User Generated Content Portale wie Youtube (Video) und Flickr (Bilder), nicht mehr vorbei, möchte man zeitgemäßes Marketing machen.

9Dez/090

Gute Virals

Es gibt immer mehr davon. Gut gemacht Videoclips fürs Internet. Sogenannte Virals. Weil sie so gut sind, dass sie freiwillig (!) weitergeleitet werden an Freunde und Kollegen. Sie transportieren dabei im Idealfall eine Markenbotschaft mit. Der Markt dafür wächst und wächst. TV ist out. Glauben sie mir.

Hier einer meiner Lieblings-Virals. Aber Achtung - "Signs" ist deutlich länger als die meisten. Das geht halt nur im Internet. Im TV wär ein solche Spot, der eigentlich mehr ein Film ist, undenkbar. Ach ja - schon über 3 Millionen Menschen haben ihn gesehen...

Man kann sich darüber streiten, ob die Marke dahinter überhaupt mit transportiert wird oder ob die Leute nur über den Film an sich reden. Ich bin fest davon überzeugt, dass gut gemachte Virals wie dieser tausend Mal besser sind als platte Einweg-TV-Werbung...

Hier gibts noch ein paar mehr guter Virals.

8Dez/090

PR und Social Media

Immer mehr Manager, Marketingverantwortliche, PR-Agenturen fragen sich derzeit: passen PR und Social Media zusammen. Klare Antwort: Ja. Danach folgt gleich jedoch ein dickes ABER NUR WENN...!

Aber nur wenn man versteht wie die neue Welt des Web 2.0 und des Social Media funktioniert. Aber nur wenn man bereit ist sich zu öffnen. Aber nur wenn man fähig ist zuzuhören. Aber nur wenn man erkannt hat, dass Social Media keine Marketing-Einbahnstraße ist. Aber nur wenn man bereit ist dazu zu lernen. Im neuen Internet, in dem sich immer mehr Menschen aufhalten und wohl fühlen.

Hier ein paar Zahlen und Fakten zu Social Media. Diese sind zwar stark auf den amerikanischen Markt gerichtet, gelten aber von der Grundtendenz her auch für den deutschsprachigen Raum und zeigen die Tendenzen klar und deutlich auf.

3Dez/090

Produkt von Tchibo ideas zu gewinnen

Wie viele Wissen, bin ich ein großer Fan von Tchibo ideas. Weil das Team des ehemaligen Gründers und Chefs Miguel Helfrich, der leider das Projekt verlassen hat, das Ganze mit viel Passion und Engagement betreibt. Und weil man eine Menge verdammt richtig macht. Seit nunmehr eineinhalb Jahren. Anfangs stellte sich die Frage: Wird es auch eines Tages echte Produkte geben, die man dann bei Tchibo kaufen kann?

Es gibt sie, sechs im Jahr 2009. Eines davon kann man heute in meinem anderen Blogprojekt, dem VisualBlog, gewinnen. Wir haben dort ein Weihnachtsgewinnspiel eingerichtet, wo es jeden Tag drei Preise zu gewinnen gibt. Und heute sind Handtaschen von Tchibo ideas dran.

Produkt von Tchibo ideas zu gewinnen

Wer also mal ein echtes Crowdsourcing-Produkt in Händen halten möchte, bitteschön. Ichwilles.de.