Wie verdient Facebook Geld? Beispiel NBA
Die Frage geistert nun schon seit zirka zwei Jahren durch die Lande: Wie verdienen Social Networks eigentlich Geld? Zuerst einmal mit banaler Bannerwerbung. Dass dies nur bedingt funktioniert ist allen klar. Aber es ist eine finanzielle Basis. Wie die Erlösmodelle der Zukunft aussehen könnten, hatte ich hier bereits skizziert. Social Shopping, Viralmarketing und Crowdsourcing sind Bausteine, die den Social Networks auch wirtschaftlich enorm weiterhelfen könnten. Aber es passiert in der Richtung noch viel zu wenig. Warum? Weil es konzeptionell nicht mit zwei Klicks umsetzbar ist. Für alle drei Bereiche bedarf es eines starken Communitymanagements - also Menschen von Seiten der Anbieter, die gekonnt und mit Passion agieren. Und davon gibt es noch viel zu wenige. Und Menschen kosten Geld... Und auch von konzeptioneller Seite muss mehr Vorarbeit geleistet werden. Vor dem scheut man noch (!) zurück.
Einfacher ist da das Erlösmodell Virtual Gifts (siehe auch diesen Beitrag). Hierzu ein aktuelles Beispiel. In der NBA, der amerikanischen Basketball-Liga, hat gerade die neue Saison begannen. Die Facebook-Page ist mit über 1,7 Millionen Fans extrem gut besucht. Und von Seiten der Betreiber wird mächtig Action gemacht. Ständig gibt es Umfragen, Clips von Szenen der letzten Spiele und alles mögliche rund um die NBA.
Kommen wir zu den Virtual Gifts. Die NBA hat im Virtual Gift Shop von Facebook Trikots aller NBA-Clubs angelegt. (Für bessere Bildqualität bitte aufs Bild klicken!)
Diese rein virtuellen Trikots kann man nun Freunden auf Facebook schenken. Kostenpunkt: 3 US-Dollar! Das ist nicht wenig und beschert beiden, den Betreibern der Page wie vor allem auch Facebook satte Einnahmen. Für einen geringen Aufwand. Denn wirklich "produziert" werden musste dafür nichts. Außer den Grafiken.
Bezahlt wird via Creditcard. Das geht innerhalb von drei Klicks und stellt keine große Hürde da. Von der Usability nahezu perfekt umgesetzt.
Man kann seine Freunde wie bei einer persönlichen Nachricht auf Facebook leicht auswählen wenn man das Trikot aussucht. Dem Ganzen kann man dann einen persönlichen Text hinzufügen. Und - jetzt wirds erneut spannend - man kann einstellen, ob alle es sehen sollen, wenn man dieses Geschenk an die Pinwand des Freundes sendet. Damit wird es viral. Jeder Freund meines Freundes kann sehen, dass er und ich NBA-Fans sind. Die Marke wird transportiert. Andere potentielle Fans werden auf die Fanpage aufmerksam und erzählen möglicherweise davon weiter.
Viralmarketing mittels Virtual Gifts.
Wenn man das Ganze noch weiterspinnt, könnte man auch den Baustein Crowdsourcing mit ins Spiel bringen. Man könnte neue Trikots oder andere passende virtuelle Geschenke von den Fans designen und bewerten lassen. Und hätte noch mehr Action auf der Fanpage. Wieder wären virale Effekte ziemlich sicher. Neue Menschen stoßen über die Aktion und klinken sich mit ein. Und die Bereitschaft dann ein von den Fans mitkreiertes Virtual Gift zu kaufen und zu verschenken würde deutlich steigen.
Beworben werden diese virtuellen Shirts auf der NBA-Fanpage. Innerhalb von 7 Stunden hatten bereits 5.057 Personen ihr "gefällt mir" gesetzt und es gab 495 Kommentare. Daran kann man erkennen: die Aktion funktioniert. Virtual Gifts werden von den auf Facebook agierenden Menschen angenommen. Man kann (leider) nicht erkennen, wieviele letztendlich auch die 3 Dollar ausgeben und ein Shirt kaufen. Aber es werden nicht wenige sein. Ein echtes Erlösmodell für Social Networks, das immer besser funktioniert und das in der Zukunft immer weiter ausgebaut werden wird.
hat dir dieser Artikel gefallen?
Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos
Die aktuellen Facebook-Charts
Mein Buch
Der Roskos-Report
Der "Roskos-Report für die Welt des Social Web".
Jeden Monat die 10 wichtigsten und interessantesten Artikel rund um Facebook, Twitter, Youtube, Blogs, Viralmarketing und Social Media Kampagnen. Dazu das Thema des Monats, ein Blog-Tipp, Follower-Tipps für Twitter, die Facebook-Seite des Monats und die aktuellen Facebook-Charts.

Werbung mit Teliad
R² – Social Media für Garmisch
Meine Agentur für Social Media für Garmisch-Partenkirchen und das Werdenfelser Land: R² - Matias Roskos & Jessica Reindl
Werbung
Crowdsourcing
An Crowdsourcing-Mechanismen Interessierte, bitte hier nach "Crowdsourcing" suchen oder meine Artikel-Serie auf "Create or die" konsumieren.
Meine Crowdsourcing-Definition finden Sie hier: "Crowdsourcing – Mehrwerte, Chancen, Definition".
Die meistgelesenen Artikel
° Crowdsourcing – Mehrwerte, Chancen, Definition
° Die 7 wichtigsten Aufgaben eines Community Manager – führende Experten geben Auskunft
° Was Facebook alles nicht über mich weiß
° 66 amazing Social Media Infographics
° Hyperlokal - als Trend für 2011
° German Brands on Facebook - Launch der Beta-Version mit aktuellen Tages-Charts und Fanwachstum
° Cajong is nothing – 1.500 Facebook-Fans in 5 Tagen
° Social Media dient der Mitarbeiter-Motivation
° 10 Bausteine für eine erfolgreiche Facebook-Fanpage – 1.000 Facebook-Fans in 6 Wochen
° Berechnung des RoI einer Facebook-Seite
° Eine Volksbank mit umfassendem Social Media Konzept: die Volksbank Bühl
° Der Qype-Schock – Wenn Crowdsourcing nicht funktioniert
° Umfassende Social Media Marketing Strategie: DEWmocracy
° Crowdsourcing und Qualität – Doritos Superbowl-Spot auf dem 2. Platz
° Für 1.800 € monatlich wird Fan-Vieh angekarrt
° Olympiasieger auf Facebook – Social Media Marketing notwendig für Markenaufbau
Job-Anzeigen
Themengebiete
Social Media Marketing
° Was ist Social Media? Was ist das Social Web?
° Social Media im Bereich B2B – Wozu ist das gut?
° Crazy und erfolgreich als Mittelständler – Dank Youtube
° Ein paar Worte zum Nutzen von Social Media
Crowdsourcing
° 12 gelungene Crowdsourcing-Projekte
° 12 Dinge, die man beim Crowdsourcing unbedingt beachten sollte
° Crowdsourcing als Marketingbaustein am Beispiel der Mountain Dew Kampagne
Facebook
° Was tun, wenn die eigene Facebook-Seite leer bleibt? 10 Tipps
° In Sachen Facebook: Wir sind Schuld
° Verbessertes Lesen auf Facebook durch Nutzung der Listen
° Facebook-Tutorial: Wie Sie auf Facebook jemanden wieder los werden...
° Facebooks “Gefällt mir” funktioniert
° Social Media ist nicht nur Facebook
° Vorsicht auf Facebook – Likejacking gefällt uns ganz und gar nicht
Community Management
° Die 7 wichtigsten Aufgaben eines Community Manager – führende Experten geben Auskunft
° Ein guter Communitymanager ist…
° Die Rollen in einer Community
Twitter
° Das Twitter-Meme des Jahres – der Initiator der #einbuchstabendanebentiere im Interview
° Twitter: immer schön entfolgen – Ich könnt ko***
° Twitter als Kommunikationskanal - das Bundespresseamt hat's verstanden - Journalisten nicht
° Twitter flattert in eine gute Richtung
Social Media Reporter
° 500.000 Impressions auf Facebook zwischen den Feiertagen – Social Media works
° Brauche Hilfe! Ich als Social Media Reporter zu Gap2011. Sponsoren gesucht.
Spaß im Social Web
° Witzige Idee: die Mini-Giraffe
° Die 10 besten Loriot-Sketche
° Jürgen Klopp auf Youtube im Interview - ein bisschen Spaß muss sein
° Ist das Social Media? Die Deutsche Bahn auf Facebook. Ein Interview mit den Machern
° Ein optimales lokales Angebot für die Leser schaffen - Interview mit dem Gründer von Lokalnews.de
° Interview mit Kultkarren - das Optimum für Facebook-Seiten ist Reaktion und Dialog in Echtzeit
° Relevante Verschiebung von TV-Budgets hin zu Social-Media - Benno Müller von SchülerVZ im Interview
° Ein Facebook-Star im Interview - Heidi, das schielende Opossum steht Rede und Antwort
° Spieltz ist Mass Customization für Brettspiele - Karin Janner im Interview
° Interview mit den Machern von "Du bist Oberstaufen" - Teil 1: Bernhard Lingg / silberstern.tv
° Viele einzelne finanzieren gemeinsam ein Projekt. Neues Crowdfunding-Portal Pling.de im Interview
Local Bases Services / Hyperlokal
° Plakatwerbung interaktiv mit Foursquare - Was für eine geniale Idee
° Hyperlokal - der Trend für 2011
° Foursquare rückt in den Fokus
° Der Qype-Schock: Ein Jahr danach / Ich liebe Qype Radar
Etwas über mich
° Lassen sie sich nicht verarschen! I don’t like Marketing-Geschwafel.
Community Manager Lehrgang

Mein Reiseblog
Viel Spaß auch auf meinem Reiseblog "Burgen, Berge, blauer Himmel". Dieses werde ich Schritt für Schritt ausbauen und soweit es die Zeit zulässt als Social Media Reporter agieren. An Orten, die ich schön, sympathisch, spannend finde. Ich freue mich über jeden neuen Leser dort.

Die Social Media Akademie
Die Social Media Akademie ist Deutschlands erste, virtuelle Akademie in Sachen Social Web. Ich selbst bin dort als Dozent Teil des Experten-Teams und für die Felder Communityaufbau, Crowdsourcing und Social Networks zuständig.
Für 2011 planen wir gemeinsam einen eigenen, umfassenden Kurs mit Schwerpunkt Communityaufbau und Communitymanagement.
Ski-WM 2011
Ich war auf der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und berichtete in meinem WM-Tagebuch "Ich in Garmisch-Partenkirchen". Dort gibt es viele Fotos und Impressionen. Jeden Tag Neues. Und das Tagebuch kam super an.

Ich bedanke mich für die Unterstützung durch Shirtzshop.de!

Suchen Sie für sich auch einen erfahrenen Social Media Reporter, scheuen Sie sich nicht mit mir Kontakt aufzunehmen. Ich freue mich.
Kategorien
- Allgemeines (190)
- Communitys (34)
- Crowdsourcing (109)
- Echtes Leben (16)
- Facebook (86)
- Google (3)
- iPhone (20)
- Mass Customization (4)
- PR und Social Networks (83)
- Schulungen (3)
- Social Media (95)
- Social Media Reporter (10)
- Theoretische Gedanken (22)
- Viralmarketing (51)
- Youtube-Fun (4)
Linkliste
- Der Krawattentraeger
- Exciting Commerce
- Frank Piller
- Netzwertig
- PR Blogger
- Stephan Roebbeln
- Talkabout
- VisualBlog
- Web 2.0 & Recht
- Werbeblogger
Ich im Social Web
Sie finden mich unter anderem auch hier:
Xing
Facebook
Twitter
Flickr
Youtube
VisualBlog
und als Redner auf zahlreichen Konferenzen.







November 24th, 2009
Guter Artikel – Danke!
Ich habe letzthin einen ähnlichen Artikel zum Thema “Facebook: Wie funktioniert die Monetarisierung von Facebook-Applikationen wie FarmVille?”geschrieben, der dürfte in diesem Zusammenhang interessant sein.
Dezember 8th, 2009
Vielen Dank für den interessanten Artikel. 3 US$ für ein .gif was absolut keine großartige Verwendung hat, außer ein paar Minuten Freude, ist aber schon heftig.
Meiner Meinung nach bieten da Güter in virtuellen Welten wie Second Life, IMVU, Kaneva und Co. einen erheblichen Mehrwert und auch höheren Nutzen als virales Marketing Tool. Hier haben diese oft Funktionen, der User nutzt sie extrem lange (z.B. verbringt ein aktiver SL User das 15fache der Zeit seiner Plattform je Monat, als ein aktiver Facebook User das bei FB macht).
Virtual Gifts sind für mich daher nur ein Bruchteil desen, wie Webangebote welche in Zukunft immer mehr Richtung 3D gehen müssen / werden, finanziert werden können.
Dezember 8th, 2009
Komisch, immer wen ich Second Life lese oder höre kommt mir die Weisheit der Dakota-Indianer in den Sinn.
Was haben virtuelle Güter in virtuellen Welten mit einem viralen Marketing Tool zu tun? Ich denke nicht, dass man dies vergleichen kann, bzw. eine gute virale Kampagne einer erheblichen Mehrwert gegenüber jeder Massnahme in einer virtuellen Welt bietet.