Immer mehr Marken, bisher vor allem in der englischsprachigen Welt, setzen auf Crowdsourcing als Onlinemarketing und Viralmarketing-Baustein. Zur Kundenbindung, oder besser: Fanbindung. Um Aktualität auf der eigenen Webpräsenz zu haben. Um eine starke, lebendige Anbindung zu Social Media Bausteinen (Facebook, Flickr, Youtube, Twitter zum Beispiel) zu haben. Um keine langweilige, statische und damit unzeitgemäßge Webseite im Netz herumlungern zu haben. Um den Besuchern etwas zu bieten: Spaß, Mehrwerte, Kommuniktionsanreize. All dies kann mit Crowdsourcing erreicht werden. Wenn man es intelligent konzipiert, man eine Marke hat, zu der es passt und die Fans da sind, die es gilt zu involvieren. Und wenn im Unternehmen der Willen da ist die ausgetretenen Marketing-Pfade, über die man immer schlechter die Menschen da draußen erreicht, zu verlassen.
Ein Beispiel? Bitteschön. Kein Problem. Wie wäre es mit Burberry?! Eine starke Marke mit starken Produkten. Vielleicht ein wenig hausbacken. Perfekt. Ja, “hausbacken” ist perfekt. Denn dann hat man sehr sehr treue Fans. Für eine Marke wie Burberry ist es aber wichtig mit Blick auf die Zukunft auch junge Menschen zu erreichen. Da ist der Schritt in die Welt des Web 2.0 nur konsequent.
Auf einer eigens konzipierten Landingpage namens “Art of Trench” wurde vor allem auf das Visuelle gesetzt. Der Blogger Scott Schuman lieferte das Bildmaterial für den Start. Und sorgte natürlich für den ersten Ansturm auf dieses Projekt. Und nun sind die Fans aufgerufen eigene Trenchcoat-Bilder hochzuladen. Das Ganze funktioniert perfekt realisiert über eine Facebook Connect Anbindung. Es gibt Kategorien um besser durch die Bilder zu gelangen – Wetter, Farbe, Geschlecht, Stil.

Sehr gelungen finde ich auch den historischen Abriss. Dort erfährt man viel über die Geschichte des Trenchcoat. Sowas mag ich. Redaktionelle Inhalte von hoher Qualität.
Die Fans werden mit diesem Projekt hinein geholt ins Marketing der Marke. Sie liefern Bildmaterial und damit auch Storys. Dies wird in diesem Fall gut unterstützt durch redaktionelle Inhalte. Ein gelungener Mix, den man weiter ausbauen sollte. Eine Flickr-Galerie würde sicherlich Sinn machen. Und eine Facebook-Page dazu. Insgesamt ein wunderbarer Schritt in genau die richtige Richtung. Der Guardian schreibt dazu:
With this combination of curated content and crowdsourcing the site clearly belongs to the second generation of web 2.0 projects. While early projects mainly focused on giving the users a platform, the second generation combines the curation of content with crowd sourcing to make sure it has attractive, high quality content to offer.
Dem kann ich mich nur anschließen. Crowdsourcing ist mal wieder ein wunderbarer Baustein um die dialogorientierten Möglichkeiten des Web 2.0 für gutes Viralmarketing, Community- und Kundenpflege sowie Content-Aufbau zu nutzen.