Ich bin gerade über einen spannenden Artikel auf Mashable gestolpert, der alle interessieren dürfte, die über Strategien für Facebook nachdenken. Unter dem Titel "5 Cool Ways Brands Are Using Facebook for Black Friday and Beyond" zählt Autorin Jennifer Van Grove Beispiele auf, wie Marken wie zum Beispiel Intel oder Best Buy aktionsgetriebene Kampagnen fahren, um die Fans auf ihren Facebook-Pages einzubinden, ihnen etwas zu bieten in der Shopping-Zeit und damit gleichzeitig auch Viralität zu erzeugen. Spannend und lesenswert.
Die Frage geistert nun schon seit zirka zwei Jahren durch die Lande: Wie verdienen Social Networks eigentlich Geld? Zuerst einmal mit banaler Bannerwerbung. Dass dies nur bedingt funktioniert ist allen klar. Aber es ist eine finanzielle Basis. Wie die Erlösmodelle der Zukunft aussehen könnten, hatte ich hier bereits skizziert. Social Shopping, Viralmarketing und Crowdsourcing sind Bausteine, die den Social Networks auch wirtschaftlich enorm weiterhelfen könnten. Aber es passiert in der Richtung noch viel zu wenig. Warum? Weil es konzeptionell nicht mit zwei Klicks umsetzbar ist. Für alle drei Bereiche bedarf es eines starken Communitymanagements - also Menschen von Seiten der Anbieter, die gekonnt und mit Passion agieren. Und davon gibt es noch viel zu wenige. Und Menschen kosten Geld... Und auch von konzeptioneller Seite muss mehr Vorarbeit geleistet werden. Vor dem scheut man noch (!) zurück.
Einfacher ist da das Erlösmodell Virtual Gifts (siehe auch diesen Beitrag). Hierzu ein aktuelles Beispiel. In der NBA, der amerikanischen Basketball-Liga, hat gerade die neue Saison begannen. Die Facebook-Page ist mit über 1,7 Millionen Fans extrem gut besucht. Und von Seiten der Betreiber wird mächtig Action gemacht. Ständig gibt es Umfragen, Clips von Szenen der letzten Spiele und alles mögliche rund um die NBA.
Kommen wir zu den Virtual Gifts. Die NBA hat im Virtual Gift Shop von Facebook Trikots aller NBA-Clubs angelegt. (Für bessere Bildqualität bitte aufs Bild klicken!)
Diese rein virtuellen Trikots kann man nun Freunden auf Facebook schenken. Kostenpunkt: 3 US-Dollar! Das ist nicht wenig und beschert beiden, den Betreibern der Page wie vor allem auch Facebook satte Einnahmen. Für einen geringen Aufwand. Denn wirklich "produziert" werden musste dafür nichts. Außer den Grafiken.
Bezahlt wird via Creditcard. Das geht innerhalb von drei Klicks und stellt keine große Hürde da. Von der Usability nahezu perfekt umgesetzt.
Man kann seine Freunde wie bei einer persönlichen Nachricht auf Facebook leicht auswählen wenn man das Trikot aussucht. Dem Ganzen kann man dann einen persönlichen Text hinzufügen. Und - jetzt wirds erneut spannend - man kann einstellen, ob alle es sehen sollen, wenn man dieses Geschenk an die Pinwand des Freundes sendet. Damit wird es viral. Jeder Freund meines Freundes kann sehen, dass er und ich NBA-Fans sind. Die Marke wird transportiert. Andere potentielle Fans werden auf die Fanpage aufmerksam und erzählen möglicherweise davon weiter.
Viralmarketing mittels Virtual Gifts.
Wenn man das Ganze noch weiterspinnt, könnte man auch den Baustein Crowdsourcing mit ins Spiel bringen. Man könnte neue Trikots oder andere passende virtuelle Geschenke von den Fans designen und bewerten lassen. Und hätte noch mehr Action auf der Fanpage. Wieder wären virale Effekte ziemlich sicher. Neue Menschen stoßen über die Aktion und klinken sich mit ein. Und die Bereitschaft dann ein von den Fans mitkreiertes Virtual Gift zu kaufen und zu verschenken würde deutlich steigen.
Beworben werden diese virtuellen Shirts auf der NBA-Fanpage. Innerhalb von 7 Stunden hatten bereits 5.057 Personen ihr "gefällt mir" gesetzt und es gab 495 Kommentare. Daran kann man erkennen: die Aktion funktioniert. Virtual Gifts werden von den auf Facebook agierenden Menschen angenommen. Man kann (leider) nicht erkennen, wieviele letztendlich auch die 3 Dollar ausgeben und ein Shirt kaufen. Aber es werden nicht wenige sein. Ein echtes Erlösmodell für Social Networks, das immer besser funktioniert und das in der Zukunft immer weiter ausgebaut werden wird.
Wird es funktionieren? Buy a credit. Niemand kann das hundertprozentig vorher sagen. Aber das Konzept klingt interessant. Und Crowdfundig für einen Film macht durchaus Sinn. Entscheidend wird sein, wie gut man die ganzen kleinen Producer, die investieren, geschickt managt. Das Communitymanagement also wird - wieder einmal - extrem wichtig sein. Ein Punkt, der immer wieder unterschätzt wird. Von allein laufen solche Projekte nicht, sondern enden entweder im Chaos oder laufen komplett ins Leere.
So kann man es machen. Nette Idee von IKEA zu einer spannenden Social Network Strategie auf Facebook, die wunderbar funktioniert hat. Gutes, witziges, interessantes Marketing. Bitte mehr davon.
Sherlock Holmes und Dr. Watson sind auf Facebook unterwegs. 221 Baker Street nennt sich dieses kostenlose Game, das eng mit Facebook verzahnt ist. Man nutzt hierbei perfekt die Möglichkeiten von Facebook Connect, um auf die Profile der Nutzer zuzugreifen. Man loggt sich via Facebook Connect ein und ist drin im Spiel. Eine wunderbare Quick Registry Umsetzung. Zwei Klicks und man kann losspielen. Einfacher gehts nicht. Das witzige (und virale) daran ist, dass man aus seiner Freundesliste auf Facebook nun einen Mitspieler auswählen kann, mit dem man die Rätsel lösen möchte.
You can play with a friend, one as Holmes, one as Watson, or you can even play alone if you like, taking on the role of both characters. Just as in the stories, you and your friend will investigate crimes, sift through evidence and solve mysteries. You'll also have to stake your reputation as detectives on your deductions. Get them right and you'll soon be the envy of Scotland Yard.
Okay: es ist nur EIN Spieler mehr, den man mit hinein holt in das Game. Aber ein cleverer Ansatz. Und das Game hat somit die Möglichkeit auch in den Statusmeldungen des Gamers aufzutauchen und dadurch wiederum die Freunde des Spielers auf das Game aufmerksam zu machen. Viralität pur. Allerdings funktioniert das nur, wenn man dem Spiel die Genehmigung dazu erteilt. Wer das nicht möchte, klickt einfach auf "verweigern".
Das Spiel ist Bestandteil der PR für den im Dezember in den USA anlaufen Sherlock Holmes Film von Guy Ritchie. Der Trailer zum Film, den ich auch schon in meinem anderen Blog, dem VisualBlog, im Mai vorgestellt hatte, macht richtig Lust auf dieses Movie.
Zu bemängeln ist aus meiner Sicht, dass es keine App für Facebook direkt gibt, um auch auf Facebook dieses Spiel zu spielen. Das wäre aus meiner Sicht noch ein passender Baustein gewesen. Schließlich zeigen Spiele wie Farmville oder Pet Society, wie erfolgreich Games auf Facebook aktuell sind. Auch ein Widget zum Einbinden ins eigene Blog und die MySpace-Präsenz würde hier sicherlich als Ergänzung Sinn machen und fehlt. Ganz versteckt gibt es eine Kooperation mit einem der erfolgreichsten Twitter-Clients: Tweetdeck. So ganz erschließt sich mir aber der Sinn dieser Landingpage nicht.
Noch sind wir ganz am Anfang am Testen von Konzepten und Ideen für das Agieren in und mit Social Networks. Aber mehr und mehr zeigen sich die Bausteine, die erfolgreich sein können, wollen wir die Menschen da draußen im Internet erreichen. Auf gute Facebook-Fanpages war ich ja bereits eingegangen. Die intelligente Nutzung von Facebook Connect, so wie in diesem Game, macht als eine spannende Option absolut Sinn.
Schade, dass ein solches Projekt nicht aus Deutschland kommt. Schließlich sind wir doch das Land der Erfinder des Autos, der Ingenieure und der stärksten Automarken weltweit. Doch wieder einmal ist man uns in den USA in Sachen Innovation, Weitblick und vor allem auch Mut zu Neuem einen Schritt voraus.
Mir ist klar, dass Marken wie Mercedes, Audi oder BMW Angst haben zu verlieren bei solch einem Projekt. Dennoch dürfen auch sie die Zeichen der Zeit nicht missachten und bereit sein den Weg in die Zukunft zu gehen. Und Trends wie Open Innovation & Crowdsourcing, Individualisierung, Do it your self, LOHAS sind starke Trends, an denen man kaum noch vorbei kommt. Genau da setzt das Projekt Local Motors an.
Technisch setzt man beim allerersten Local Motors Car, dem „Rally Fighter“, auf Bewährtes. Der Motor ist ein Sechszylinder-Diesel aus dem Hause BMW. Andere Bauteile stammen von Ford oder GM, werden aber meist für den Offroader modifiziert. Kostenpunkt: etwa 50.000 Dollar. Ab 200 verkauften Stück schreibt man, laut Eigenaussage, schwarze Zahlen. Der Clou: das Design stammt aus der Community. Car-Design via Crowdsourcing. Und das ist erst der Anfang. Denn Firmenchef Jay Rogers hat eine Menge vor für die kommenden Jahre.
Es wird weitere Autos geben. Die Community an Autoschraubern ist schon jetzt beachtlich. Und ich bin mir sicher: sie wird bei diesem großartigen Konzept weiter enorm wachsen. Wer möchte, kann sich sein Auto selbst zusammenschrauben, unter Anleitung von Local Motors Mitarbeitern. Denkbar sind somit verschiedene Bausätze, die live vor Ort getestet werden können. Der Aufbau von Local Motors Werkstätten weltweit ist geplant, so dass vielleicht auch wir hier in Deutschland 2010 oder 2011 in den Genuss von Local Motors Cars kommen. Wenn der TÜV und die Automobil-Lobby da mitspielen.
Aber warum nicht ein ähnlich konzipiertes Projekt aus dem Hause Porsche oder BMW? Kundennähere Produkte hieße da die Zauberformel. Man erfährt über diesen Weg, was sich die Kunden wünschen. Man ist dran an den Autofans. Und kann man ihnen gemeinsam die Zukunft gestalten. Kann es etwas Wünschenswerteres geben?
Local Motors ist möglicherweise ein Initialprojekt für ganz neue Wege im Autobau. Aber es muss auch erst einmal beweisen, dass es wirtschaftlich funktioniert.
Hier noch das Video mit der Präsentation des Siegers für das erste Local Motors Car.
Immer mehr Marken, bisher vor allem in der englischsprachigen Welt, setzen auf Crowdsourcing als Onlinemarketing und Viralmarketing-Baustein. Zur Kundenbindung, oder besser: Fanbindung. Um Aktualität auf der eigenen Webpräsenz zu haben. Um eine starke, lebendige Anbindung zu Social Media Bausteinen (Facebook, Flickr, Youtube, Twitter zum Beispiel) zu haben. Um keine langweilige, statische und damit unzeitgemäßge Webseite im Netz herumlungern zu haben. Um den Besuchern etwas zu bieten: Spaß, Mehrwerte, Kommuniktionsanreize. All dies kann mit Crowdsourcing erreicht werden. Wenn man es intelligent konzipiert, man eine Marke hat, zu der es passt und die Fans da sind, die es gilt zu involvieren. Und wenn im Unternehmen der Willen da ist die ausgetretenen Marketing-Pfade, über die man immer schlechter die Menschen da draußen erreicht, zu verlassen.
Ein Beispiel? Bitteschön. Kein Problem. Wie wäre es mit Burberry?! Eine starke Marke mit starken Produkten. Vielleicht ein wenig hausbacken. Perfekt. Ja, "hausbacken" ist perfekt. Denn dann hat man sehr sehr treue Fans. Für eine Marke wie Burberry ist es aber wichtig mit Blick auf die Zukunft auch junge Menschen zu erreichen. Da ist der Schritt in die Welt des Web 2.0 nur konsequent.
Auf einer eigens konzipierten Landingpage namens "Art of Trench" wurde vor allem auf das Visuelle gesetzt. Der Blogger Scott Schuman lieferte das Bildmaterial für den Start. Und sorgte natürlich für den ersten Ansturm auf dieses Projekt. Und nun sind die Fans aufgerufen eigene Trenchcoat-Bilder hochzuladen. Das Ganze funktioniert perfekt realisiert über eine Facebook Connect Anbindung. Es gibt Kategorien um besser durch die Bilder zu gelangen - Wetter, Farbe, Geschlecht, Stil.
Sehr gelungen finde ich auch den historischen Abriss. Dort erfährt man viel über die Geschichte des Trenchcoat. Sowas mag ich. Redaktionelle Inhalte von hoher Qualität.
Die Fans werden mit diesem Projekt hinein geholt ins Marketing der Marke. Sie liefern Bildmaterial und damit auch Storys. Dies wird in diesem Fall gut unterstützt durch redaktionelle Inhalte. Ein gelungener Mix, den man weiter ausbauen sollte. Eine Flickr-Galerie würde sicherlich Sinn machen. Und eine Facebook-Page dazu. Insgesamt ein wunderbarer Schritt in genau die richtige Richtung. Der Guardian schreibt dazu:
With this combination of curated content and crowdsourcing the site clearly belongs to the second generation of web 2.0 projects. While early projects mainly focused on giving the users a platform, the second generation combines the curation of content with crowd sourcing to make sure it has attractive, high quality content to offer.
Dem kann ich mich nur anschließen. Crowdsourcing ist mal wieder ein wunderbarer Baustein um die dialogorientierten Möglichkeiten des Web 2.0 für gutes Viralmarketing, Community- und Kundenpflege sowie Content-Aufbau zu nutzen.
Dass sich das Musikbusiness perfekt anbietet für Crowdsourcing-Mechanismen werde ich nicht müde zu betonen. Nicht nur Bands, auch Musik-Festivals haben eine treue Fangemeinde und müssen gleichzeitig auch in ihrer Aktivität nicht nachlassen, um sich auf diesem heiß umkämpften Markt zu behaupten. Immer mehr Festivals schießen aus dem Boden und buhlen um die sommerliche Kundschaft. Fans wollen bei Laune gehalten und neue Fans gewonnen werden.
Wie geht das in der heutigen Zeit des medialen Overkill? Eine Möglichkeit um seine Fans zu erreichen und auf eine sympathische Schiene in das Festival-Projekt zu integrieren ist Crowdsourcing. Wie das unter anderem gehen kann, beweist das Lollapalooza Festival in Chicago. “Be a Booking Agent” heißt die Aktion, bei der man die Möglichkeit hat, seine fünf Lieblingsbands vorzuschlagen für das 2010 Lineup. Leider konnte ich diese Aktion auf der Startseite des Lollapalooza Festival nicht finden. Wie ich überhaupt die Webseite an sich ziemlich gruselig finde. Die Bilder von 2009 sind kaum zu entdecken. Man gelangt von vielen Unterseiten nicht zurück und muss den Backbutton des Browser benutzen. Was die Haupt-Webpräsenz anbelangt besteht dringender Nachholbedarf. Gut wiederum ist die Social Media Anbindung mit Facebook, Twitter und MySpace. Ich bin auch via Twitter auf diese Aktion aufmerksam geworden.
Be a Booking Agent ist eine grandiose Idee! Denn: Es steckt unglaubliches virales Potential darin! Wenn ich Fan einer noch nicht so extrem bekannten Band bin und möchte, dass sie auf dem Festival auftritt, dann werde ich natürlich meinen Freunden und den anderen Fans davon erzählen, dass die Chance besteht diese Band aufs Festival zu bekommen! Ich werde auf Facebook aktiv sein, meinen Twitter-Account nutzen um für die Band und damit gleichzeitig auch für das Festival zu trommeln! Habe ich ein Blog, werde ich auch dort Werbung machen für diese Aktion. Ich werde in Foren davon berichten und andere motivieren auch diese Band vorzuschlagen. Mit Leidenschaft und Herzblut. Ehrlich und engagiert. Als Fan. Und so werden viele andere von diesem Festival erfahren, sich das Lineup anschauen und vielleicht auch bereits Tickets buchen. Viralmarketing in seiner besten Form. Durch Crowdsourcing. Unter Einbindung der Fangemeinden.
Der (bisher erschreckenderweise einzige) Communitymanager von Qype, Stephan ‘Moe’ Mosel, hat einen langen und verdammt guten Beitrag zum Thema "Bewertungsportale effektiv als Unternehmer nutzen" geschrieben. Nachdem ja gerade auch Qype von mir heftig kritisiert wurde in diesem Beitrag, möchte ich ausdrücklich betonen, wie richtig und gut ich diese Worte aus dem Hause Qype finde. Ich kann in allen Punkten zustimmen. Allerdings ohne meine im August geäußerte Kritik außer acht zu lassen. Denn auch eine community-orientierte Bewertungs-Plattform (die nicht nur mit Bots Daten irgendwo anders im Netz aggregiert) muss aus meiner Sicht mehr investieren um Nutzer - und das sollten auch die Destinations, Restaurants, Geschäfte sein - zu motivieren sich einzubringen. Sicherlich stehen wir noch immer ganz am Anfang einer Entwicklung. Auch dies betont Stephan Mosel ganz richtig.
Stephan Mosel ruft die Unternehmen zum proaktiven Dialog auf und schreibt:
Bewertungsplattformen haben nun aber den sagenhaften Vorteil, dass sie Bewertungen zusammenführen können, leicht auffindbar machen, ein vertrauenswürdiges Netzwerk zwischen Usern auf der Platform unterstützen (denn eine Bewertung ohne Community erscheint mir fast wertlos), und darüber hinaus auch Unternehmern viele Chancen geben, dies proaktiv zu nutzen. Denn wenn man schon bewertet wird, möchte man einerseits ja in der Lage sein, dies mitzubekommen und darauf reagieren zu können, aber andererseits auch proaktiv sich bzw. sein Unternehmen ansprechend darstellen, so dass man auf der Plattform selbst und auch via Google gut gefunden wird. So generiert man neue Kunden im Web.
Genau so ist es. Und die wenigsten Unternehmen haben das bisher verstanden. Es findet Kommunikation im Web 2.0 statt. Ob es einem nun passt oder nicht. Und man kann Augen und Ohren verschließen. Oder man kann die Chancen nutzen und in einen echten Dialog mit seinen Kunden treten. Hierfür sind Bewertungsplattformen wie Qype, Tipsbytrips und andere bestens geeignet.
Noch besser ist eine gut durchdachte und mittelfristig angelegte Social Media Strategie, bei der ein Social Media Team aufgebaut wird und bei dem mehrere für das Unternehmen sinnvolle Bausteine (das können Facebook, Twitter, ein Corporate Blog, Bewertungsplattformen, Flickr, Youtube und etliche andere Kanäle im Web 2.0 sein) integriert werden. Dies kann und sollte helfen Mundpropaganda zu erzeugen und auch unter dem Gesichtspunkt Onlinemarkerting/Viralmarketing beleuchtet und konzipiert werden. Wenn man es nicht selbst tut - die Konkurrenz wird es tun.
Gerade bin ich über eine Nachricht gestolpert, dass nun auch der gute Snickers-Riegel auf Crowdsourcing setzt. Es geht hier um die Erstellung von Videos, Commercials. Was mir dabei gut gefällt ist die Tatsache, dass man sich nicht allein auf einen Sieger festlegt. Sondern man sagt:
You could earn $5,000 for each video they purchase or one of the $2000 in guaranteed awards.
Gibt es mehrere gute Videos, besteht die reale Chance, dass auch mehrere eingekauft werden. Applaus meinerseits für die, die diese Aktion konzipiert haben.
Man kann sich natürlich erneut darüber streiten, ob das nun "spec work" ist (darauf war ich in diesem Beitrag schon eingegangen) und ob man damit traditionellen Agenturen die Arbeit wegnimmt. Aber dieses Gejammer wird mit der Zeit nervig. Die Medienwelt ändert sich grundsätzlich. Auch die virtuelle Arbeit verlagert sich in dramatischen Maße hinein ins Internet. Davon werden viele profitieren. Und einige werden dabei verlieren. Das ist immer so, wenn es Umbrüche gibt.
Was nicht heißen soll, dass wir nicht alle unsere Sinne dafür schärfen müssen, dass Crowdsourcing-Mechanismen zum Vorteil aller und in einem fairen Rahmen eingesetzt werden! Viele Freelancer konzentrieren sich immer stärker auf dieses Segment der virtuellen Wertschöpfungskette. Über die großen Vorteile hatte ich ja nun schon des öfteren geschrieben (siehe hier und hier und hier).
Auch bei Snickers hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Das ist gut und richtig so. Immer mehr starke Brands folgen diesem Trend, der sich in den kommenden Monaten und Jahren von einem "Trend" zu einem festen Bestandteil der täglichen Kreativarbeit entwickeln wird. Davon bin ich fest überzeugt. Und Crowdsourcing wird dabei auch immer stärker als Marketingbaustein eingesetzt, so wie es Pepsi, Audi, Netflix, Etsy, Vitaminwater und etliche andere schon tun. Und nun auch Snickers.
Der "Roskos-Report für die Welt des Social Web".
Jeden Monat die 10 wichtigsten und interessantesten Artikel rund um Facebook, Twitter, Youtube, Blogs, Viralmarketing und Social Media Kampagnen. Dazu das Thema des Monats, ein Blog-Tipp, Follower-Tipps für Twitter, die Facebook-Seite des Monats und die aktuellen Facebook-Charts.
Gern begrüße ich Sie zum Community Manager Lehrgang an der Social Media Akademie, der unter meiner Leitung steht.
Mein Reiseblog
Viel Spaß auch auf meinem Reiseblog "Burgen, Berge, blauer Himmel". Dieses werde ich Schritt für Schritt ausbauen und soweit es die Zeit zulässt als Social Media Reporter agieren. An Orten, die ich schön, sympathisch, spannend finde. Ich freue mich über jeden neuen Leser dort.
Die Social Media Akademie
Die Social Media Akademie ist Deutschlands erste, virtuelle Akademie in Sachen Social Web. Ich selbst bin dort als Dozent Teil des Experten-Teams und für die Felder Communityaufbau, Crowdsourcing und Social Networks zuständig.
Für 2011 planen wir gemeinsam einen eigenen, umfassenden Kurs mit Schwerpunkt Communityaufbau und Communitymanagement.
Ski-WM 2011
Ich war auf der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und berichtete in meinem WM-Tagebuch "Ich in Garmisch-Partenkirchen". Dort gibt es viele Fotos und Impressionen. Jeden Tag Neues. Und das Tagebuch kam super an.
Ich bedanke mich für die Unterstützung durch Shirtzshop.de!
Suchen Sie für sich auch einen erfahrenen Social Media Reporter, scheuen Sie sich nicht mit mir Kontakt aufzunehmen. Ich freue mich.
Liebe Leserinnen und Leser. Alle Beiträge auf Socialnetworkstrategien stehen unter einer CC-BY-NC-Lizenz von Creative-Commons und dürfen nur unter Berücksichtigung dieser Lizenz genutzt und weiter verbreitet werden. Vielen Dank.