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2Okt/09Off

Social Media ist kein Quickie

Autor des Artikels: Matias Roskos

Neulich habe ich bei meiner fast täglichen Lektüre der Twitter-Streams und Blogbeiträge der Web 2.0 Welt einen wunderbaren Artikel gefunden, der auf humorvolle und dennoch extrem passende Weise Social Media und Werbung miteinander vergleicht: "Social Media vs. Werbung = Dating vs. One-night-stand".

Der Autor greift dabei den fast schon legendären Tweet von Avinash Kaushik auf, der gesagt hatte:

Social media is like teen sex. Everyone wants to do it. No one actually knows how. When finally done, there is surprise its not better.

Der Autor auf dem Themenblog - Ich kann leider nicht erkennen, wer den Artikel geschrieben hat. Ich tippe aber: Mark Pohlmann. - schreibt diese wunderbaren Zeilen, bei denen ich einfach nur heftigst nicken kann:

Wer abends loszieht, kann ganz unverbindlich Kontakte knüpfen. Wo auch immer man hingeht, man weiß: “Irgendwen werde ich treffen.” Genauso verhält es sich mit einer Werbeanzeige: sie ist breit gestreut und richtet sich relativ wahllos an ein breites Publikum. Sie kann auf die richtigen Rezipienten treffen, muss aber nicht. Ihre Eigenschaften: oberflächlich, kurzfristig und nicht verpflichtend. Die Chancen auf eine langfristige Beziehung zum Konsumenten strebt hier, wie bei einem One-night-Stand, gegen Null.

Beim Dating gehen wir wählerischer vor. Schließlich geht es um langfristige(re) Intentionen – das heißt auch, dass man sich mehr Zeit lässt und gegebenenfalls seine Strategie anpassen muss, wenn das Verhalten nicht zum gewünschten Erfolg führt. Für den Einsatz von Social Media in Unternehmen gilt ebenfalls: wer eine dauerhafte Bindung seiner Kunden an eine Marke erreichen will, muss Geduld mitbringen. Das Ergebnis ist eine ehrlichere Bindung mit einer Zielgruppe, die ernsthaft interessiert ist.

Ja - es geht um echte Beziehungen im Web 2.0, die sich durchaus über einen längeren Zeitraum aufbauen. Das sind vor allem erst einmal Beziehungen zwischen Menschen. Und vielen Marken und Unternehmen fällt es schwer die Wege zu entdecken, die sie dort mit hinein führen. Es gibt sie. Doch wer sich wie der berühmte Elefant im Porzellanladen aufführt, wird wenig Erfolg haben. Und auch die Rosenverkäufer werden dort keine echten Beziehungen aufbauen können. Höchstens mal ne Blume verkaufen. Und ansonsten eher belächelt werden. Man muss ehrlich, offen und mit dem richtigen Gespür vorgehen. Wie im echten Leben, nicht wahr? Geduld gehört da auch durchaus dazu.

Rich Nadworny hat auf seinem digital strategy blog mehrere Tipps parat, was man dabei beachten sollte:

  • Most people are not that into you - Die Welt dreht sich nicht um dich (Übersetzung im Themenblog)
  • People tire quickly of other people who talk incessantly about themselves - Selbstdarsteller kommen arrogant rüber und langweilen
  • Take the long-term view - Langfristig denken
  • Reward good behavior - Belohnung
  • Own up to your mistakes quickly - Fehler eingestehen

Es wird deutlich: der normale Menschenverstand sollte einen leiten. Auch wenn es um ein Unternehmen geht. Eine Marke darf sich durchaus in das Treiben des Web 2.0 stürzen. Gar keine Frage. Aber mit Authenzität. Mit dem Wissen, dass Web 2.0 und Social Media Dialog bedeutet. Also: Zuhören, auf den anderen eingehen, voneinander lernen, andere akzeptieren, bereit sein Fragen (auch wenn sie unangenehm sind) zeitnah zu beantworten. Viel Spaß und viel Erfolg!

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