Die iPhone-App der Zukunft
Schon vor einiger Zeit schrieb ich in einem Artikel hier:
Die Zukunft des kommerziell erfolgreichen Internets heißt: Applications für Smartphones, die sich die Nutzer gegen Kleinstbeträge aufs Phone ziehen können. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten und erfordert ein Umdenken vieler Strategen. Noch gibt es viel zu wenige, gute Apps.
Daran hat sich bis heute leider nicht allzu viel geändert. Wie solch eine iPhone-App aussehen kann, zeigen nun die Suicide Girls. “Seduce a SuicideGirl” heißt die zur Zeit wohl heißeste App fürs iPhone.
Suicide Girls ist eine Community, in die man nur mit einem Bezahl-Account hinein kommt. Aus gutem Grund. Denn es geht nicht unbedingt jugendfrei zu. Extrem gut gemachte Fotostrecken mit Mädels, die sich gern unbekleidet zeigen und die fast ausschließlich Tattoos und Piercings haben. Underground, Punk Rock, Gothic sind die Schlagworte, mit denen Suicid Girls ungemein erfolgreich sind. Und die Qualität stimmt. Keine Pornografie. Aber viel Erotik.
Passend zum erfolgreichen Konzept des Portals gibt es nun seit kurzem eine iPhone-App, die es in sich hat. Ein gut produzierter Video-Clip lädt zu Interaktion ein. Man hat immer wieder die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Wobei eine immer eine Sackgasse ist. Sehr einfach gestrickt, aber dennoch spannend und sehenswert.
So könnte… nein: So WIRD ein Teil der Zukunft kommerziell erfolgreicher Internetanwendungen aussehen.
Denn: man muss diese Anwendung einfach nur mal weiter spinnen. An verschiedenen Punkten des interaktiv gemachten Videoclips gelangt man auf Landingpages. Wo Produkte beworben werden oder Testimonials zu weiterer Interaktion einladen. Oder wo man beispielsweise Tourtickets ordern kann. Gleichzeitig ist es möglich direkt im Videoclip Orders zu generieren. Man kann ein Buch bestellen und als eBook aufs iPhone laden. Man kann die Jeans, die ein Protagonist anhat, sofort ordern. Oder die Schuhe, die Sonnenbrille, die Handtasche. Man kann die Location sich näher anschauen wo gedreht wurde. Warum nicht zu einer Landingpage geleitet werden, die die Urlaubsregion näher beschreibt, in der die Story gedreht wurde. Schöne Grüße nach Oberstaufen, Zell am See oder nach Garmisch-Partenkirchen. Das Ganze dann noch verknüpft mit einer Facebook-Fanpage, wie wir sie zum Beispiel für Garmisch-Partenkirchen betreuen (Bericht dazu gibts hier).
All dies ist bereits machbar! Aber wird bisher nicht eingesetzt. Doch es wird kommen. Die Zukunft gehört den mobilen Endgeräten. Nicht allein dem iPhone. Und Applications wie diese weisen den Weg. Sie sind innovativ und bieten zugleich den notwendigen Spaß, um erfolgreich zu sein.
Mehr dazu auch im VisualBlog.


