Archiv für Oktober, 2009

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Ich habe in den letzten Wochen hier etliche Artikel gepostet, die zeigen sollen, wo der Einsatz von Crowdsourcing Sinn macht und vor allem auch welche Mehrwerte dabei entstehen können, wenn man es richtig anpackt. Zum Beispiel:

Sie sehen: einige namhafte Marken setzen verstärkt auf Crowdsourcing. Pepsi, Google, Netflix, Unilever, auch Audi. Hier nun mal 10 Branchen die sich aus meiner Sicht besonders eignen um Crowdsourcing als Marketingbaustein und als Mittel zum Aufbau einer Community einzusetzen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Konsumgüter

Viele Brands haben treue Fans, die auf ihre Marke schwören und immer wieder zu den Produkten dieser Firma greifen. Mit Hilfe von Crowdsourcing kann man diese Menschen im Web 2.0:

Ich denke hier zum einen an neue Produktideen, wie sie zum Beispiel auf Tchibo ideas entstehen. Gut eignen sich aber auch das Produktdesign, Verpackungsdesign und die Erstellung von Werbematerialien für Crowdsourcing. Das immer mit dem Hintergrund: Kundenbindung und Viralmarketing.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Lebensmittel

Das gleiche, was ich für die Konsumgüter geschrieben habe, trifft auch auf die Lebensmittelbranche zu. Jeder hat seine bevorzugten Marken. Seien es Süßigkeiten, Spirituosen, Joghurts, Tiefkühlkost usw. Auch hier gilt wieder:

    1. Fans ausfindig machen
    2. sie stärker an die Marke binden
    3. sie in Marketingkonzepte einbinden (Crowdsourcing als Viralmarketing-Baustein)
    4. neue, kundennähere Produkte oder auch Marketingslogans entwickeln

Ein gutes Beispiel, wie so etwas aussehen könnte, lieferten Becks oder auch Vitaminwater.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Musikindustrie

Wohl nirgends gibt es wohl so viele echte Fans wie im Bereich Musik. Na gut: wenn es um Urlaub und Tourismus geht vielleicht auch. Aber gerade bei Musik sind die Menschen extrem emotional berührt. Ich schließe mich da mit ein. Gern erzähle ich anderen von neuen Bands, neuen Alben, die ich entdeckt habe oder die mir zugeschickt wurden. Dies wird bisher noch viel zu wenig ausgenutzt. Denkbar sind hier

  • Crowdsourcing zur Fanbindung mit Zielrichtung Viralmarketing
  • Crowdfunding, wie es auf Sellaband erfolgreich praktiziert wird. Ich habe selbst schon mehrfach dort investiert, zuletzt erst wieder vergangene Woche.
  • Fanvideos, die sich viral im Netz verbreiten
  • ganz allgemein: Spaß für die Community!

Eigentlich ist keine Branche so wunderbar geeignet für Crowdsourcing-Mechanismen wie das Musikbusiness. Und hier und da werden sie auch schon eingesetzt. Eine Leuchtturm-Funktion hat da Sellaband. Auch Fanta4 haben bereits via Crowdsourcing ein Video kreieren lassen. Noch aber sind die Versuche in der Regel sehr zaghaft und viel zu selten. Leider.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Verlagswesen

Jeder von uns ist ein kleiner Experte. Sei es in der Küche, beim Hobby, beim Reisen, in Sachen Auto, beim Sport, im Garten. Daher lassen sich theoretisch über Crowdsourcing viele Dinge realisieren. Zum Beispiel:

  • Reiseführer, erstellt durch die Community. Bestellbar via print-on-demand.
  • Kochbücher, wie zum Beispiel das „Food52“ Projekt von Amanda Hesser und Merrill Stubbs es exemplarisch vormacht
  • Ratgeber für den Garten, für Heimwerker, für bestimmte Hobbythemen (Modellbahn, Fotografie, Stricken)
  • Comic-Communitys, um neue Talente zu entdecken und um Fans zu finden und zu involvieren. Panini ist hier schon einen richtigen Schritt gegangen

Was die Ratgeber und Reiseführer angeht, ist es technisch ja machbar, dass man sich via Print-on-demand ein Buch erstellen und zuschicken lassen kann. Dieses stelle ich mir vorher auf der Crowdsourcing-Seite selbst zusammen und lasse es mir dann zuschicken. Oder ich verschenke es. Meine eigenen Tipps gemixt mit den Tipps der Community.

Dass man die Fans eines Autors oder einer Reihe wunderbar für Crowdsourcing als Marketing-Baustein einsetzen und sogar Bücher auf diesem Wege verfilmen kann, bewies bereits Paulo Coelho meiner seiner “Hexe von Portobello”.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Tourismus

Ähnlich wie in der Musikbranche sind auch beim Thema Reisen und Urlaub die Menschen emotional extrem stark bei der Sache. Daher bieten sich Crowdsourcing-Mechanismen perfekt an, um

  • Tipps zu sammeln (Hotels, Restaurants, Wanderrouten, Fahrradwege, Segelreviere usw.)
  • Bewertungen zu generieren
  • Fotos und Videos zu erhalten (die man fürs Marketing einsetzen könnte)
  • Reiseplaner zusammen zu stellen
  • Gleichgesinnte kennen zu lernen (Segler, Golfer, Biker, Angler, Wanderer)

Wenn es um Bewertungen geht, haben sich Portale wie Holidaycheck schon gut etabliert. Dass das Ganze aber auch seine Tücken hat, konnte ich in meinem Qype-Test ausführlich darlegen. Allein mit Automatismen kann man langfristig im Web 2.0, zu dem auch Crowdsourcing gehört, nicht erfolgreich sein.

Menschen möchten durch Menschen angesprochen werden! Daher bedarf es eines guten, mit ausreichend Manpower ausgestatteten Communitymanagements.

Viele Community-Projekte, nicht nur im Bereich Tourismus, fahren hier noch deutlich zu niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Autobranche

Auch Automarken haben Fans. Dies weiß schon jedes Kind in Deutschland. Diese in den Innovations- und den Designprozess zu involvieren ist eine logische Konsequenz, wenn man die Zeichen der Zeit erkannt hat. Einige tun dies bereits. Allen voran Fiat. Aber auch bei BMW und Audi gibt es spannende Ansätze, um zum Beispiel via Facebook Fans stärker an sich zu binden und sie für virale Effekte zu nutzen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Mode

Threadless ist einer der erfolgreichsten Shirt-Verkäufer weltweit. Das gesamte Konzept der Plattform basiert auf Crowdsourcing. Die Community bestimmt, welche Designs letztendlich im Shop landen.

Es gibt da draußen so unendlich viele Menschen, die visuell kreativ sind. Wir selbst haben über die Jahre eine Kreativ-Community aufgebaut, die bereits mehrfach erfolgreich für Kunden gearbeitet hat. Letztes Beispiel war das Design für Babyflaschen: “Feel good style”. So etwas lässt sich natürlich auch wunderbar auf Bekleidung jeder Couleur übertragen. Dies kann bis zu Designvorschlägen für Kleider, Mäntel, Mützen, Schuhe usw gehen.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Spielwaren

Lego, Playmobil & Co. haben viele viele Fans weltweit. Und das nicht nur bei Kindern. Auch Erwachsene sammeln, basteln und spielen mit den eigenen Kindern und Enkeln. Damit bietet sich die Spielzeugindustrie bestens für Crowdsourcing-Konzepte an. Ich denke da zum einen an neue Verpackungsdesigns, Werbematerialien, die von den eigenen Fans entworfen werden können. Aber auch neue Produktideen für Spielzeug können aus der eigenen Community kommen. Wer ist besser geeignet zu wissen, was ankommt bei den Käufern, wenn nicht die Käufer selbst?! Wer kennt die Wünsche seiner Kinder besser wie die eigenen Eltern? Wer weiß besser was fehlt für die Förderung unserer Kinder auf spielerische Art wie die Erzieherinnen in den Kitas und die Mamis und Papis zuhause? Und seine Fans über Community- und Crowdsourcing-Mechanismen zu binden und jederzeit erreichen zu können, wird in der Zukunft ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Oder auch ein Nachteil, wenn man diese Schritte hinein ins Web 2.0 nicht oder nur halbherzig tut.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Messen

Messeveranstalter sind immer auf der Suche nach neuen Marketingideen, nach gut gemachten Messeständen, spannenden Werbebausteinen. Da bietet sich das Agieren im Web 2.0 mit Crowdsourcing als Marketingbaustein perfekt an. Um zum einen Menschen auf die Messe aufmerksam zu machen und um gleichzeitig visuell neue Reize zu setzen.

In der heutigen Zeit ist das Engagement im Internet und da vor allem im Web 2.0 unbedingt erforderlich um auch mittelfristig weiterhin Erfolg zu haben. Crowdsourcing als Baustein von Viralmarketing kann und sollte hier verstärkt eingesetzt werden.

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Outdoor

Wo gibt es geballteres Expertenwissen wie im immer stärker wachsenden Outdoor-Bereich? Egal ober Kletterer, Mountainbiker, Kanu, Rafting, Windsurfen, Snowboarden usw… Überall wimmelt es von technischen Feinheiten und den passenden Experten dazu. Es gibt viele kleine Nischenanbieter und viele extrem innovative Produkte und die passenden Nutzer und Fans dazu. Das schreit doch förmlich nach Crowdsourcing, um

  • Bewertungen und Tipps zu erhalten
  • neue Produktideen gemeinsam zu entwickeln
  • Erfahrungen auszutauschen
  • das Marketing, vor allem auch Viralmarketing, voran zu bringen
  • gemeinsam neue Touren zu organisieren

10 mögliche Branchen für den Einsatz von Crowdsourcing

Sie sehen – es gibt viele Bereiche, in denen Crowdsourcing zum Einsatz kommen kann. Um die Kunden stärker zu binden und sie leichter zu erreichen. Um virale Marketing-Effekte auszulösen. Um ins Gespräch zu kommen mit potentiellen Markenbotschaftern und neuen Käufern. Um Präsenz zu zeigen im Web 2.0 über eine sympathische Schiene. Um meinen Fans Spaß und Abwechslung zu bieten. Um für mich als Unternehmen echte Mehrwerte wie neue Werbematerialien, Fotos und Videos (User generated content), neue Produktideen, Marketing-Slogans, Designvorschläge und vieles mehr zu erhalten. Crowdsourcing enthält so viel Gutes, dass es zu nutzen gilt in der Zukunft.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Liste erneut dem ein oder anderen Interessierten ein paar Denkanstöße geben in Sachen sinnvoller Einsatz von Crowdsourcing für Unternehmen und Markenbotschafter. Gern stehe ich beratend, in der Konzeption und dann auch projektbetreuend mit meinem Team zur Verfügung.

Erstellt am Freitag 30. Oktober 2009
Unter: Crowdsourcing | 2 Kommentare »

Randy Peters: Octocat / Viralmarketing pur

Randy Peters ist acht Jahre alt und kommt aus den USA. Angeblich. Er hat ein lustiges Video ins Netz gestellt. Simpel gezeichnet. Überaus erfolgreich. Schnell waren auf Youtube die ersten 100.000 Besucher zusammen, mittlerweile sind es über 200.000. Und schon folgten Fortsetzungen. Octocat funktionierte. Viral. Die Leute liebten es. Aber sind die Videos wirklich von Randy Peters?

Nein. Dahinter steckt der geniale irische Visual-Artist David OReilly, der im Frühjahr in Berlin auf der Pictopia zu sehen war. Und er musste bei seinem Vortrag selbst schmunzeln, wie gut dieser Coup funktioniert hatte. Lange wurde gerätselt, ob diese Videos echt von einem kleinen Jungen gemacht wurden, namens Randy Peters. Mittlweile hat sich David OReilly geoutet. Was für ein Spaß (der ihm zugleich etliche neue Kunden brachte…).

Erstellt am Freitag 30. Oktober 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Facebook-Relaunch absolut gelungen

Landauf, landab regt man sich auf über den kürzlich vollzogenen Relaunch bei Facebook. Hauptziel der Kritik ist der Fakt, dass man sich wieder ein Stück von Twitter entfernt und dem sogenannten Live-Stream einen Neuigkeiten-Stream an die Seite gestellt hat.

Der Live-Stream entspricht in etwa dem, was Twitter bietet. Aber Facebook hat aus meiner Sicht seit einiger Zeit bereits den Vorteil, dass man Nachrichten der Kontakte direkt kommentieren und mit “Gefällt mir” markieren kann. So ist die Kommunikation viel direkter und regt einen Dialog an, was bei Twitter nicht in diesem Maße der Fall ist.

Der neu eingeführte Neuigkeiten-Stream wiederum zeigt nicht das, was live geschieht, sondern bildet nach einem eigenen Facebook-Algorithmus die am meisten diskutierten Themen ab. Grundlage dürften die Kommentare und die “Gefällt mir” Votes sein. Gerade diese Option finde ich extrem gelungen! Ich kann so, auch wenn ich NICHT alle zwei Stunden reinschaue, sehen, was bei meinen Kontakten so los ist und was am meisten Anklang findet. Man bricht damit diesen oft viel zu schnell laufenden Live-Stream auf und gibt dem Nutzer die Chance bei bestimmten Themen zu verweilen. Ohne ihm den Live-Stream gänzlich weg zu nehmen. Denn dieser ist immernoch schnell und einfach erreichbar mit einem einzigen Klick oberhalb des Streams (siehe Screenshot). Zu Anfang war dies etwas gewöhnungsbedürftig. Doch schon nach drei Tagen komme ich damit super klar und schalte immer mal wieder um.

Facebook Neuigkeiten Stream

Als zweites finde ich es genial, dass ich mir nun auch den Stream einzelner Kontaktlisten anzeigen lassen kann (siehe zweiten Screenshot). So macht es noch deutlich mehr Sinn meine Kontakte in Listen zu sortieren. Ich kann mir zum Beispiel anzeigen lassen, was bei meinen Kreativ-Kontakten los ist. Oder ich schalte auf die privaten Kontakte um. Ich kann mir auch nur den Stream der Seiten oder Gruppen anzeigen lassen, in denen ich Mitglied bin. Auch diese Auswahlmöglichkeit, super leicht zu erreichen in der linken Menüleiste, ist extrem gelungen und trägt deutlich zur besseren Nutzbarkeit von Facebook bei.

Stream von ausgewählten Kontakt-Listen auf Facebook

Und letztendlich gibt es eine weitere Änderung, über die bisher kaum jemand spricht. Die Gruppen wurden aufgewertet! Nach den Fanpages gibt es jetzt endlich auch für die Gruppen eine vollwertige Pinwand, deren Inhalte wiederum im Stream der Gruppenmitglieder angezeigt werden. Das war vorher nicht der Fall! Damit kann man nun auch über Gruppen die Mitglieder leichter erreichen und mit Neuigkeiten versorgen (siehe Screenshot unserer CROW’n'CROW-Gruppe). Super, Facebook!

CROW'n'CROW-Gruppe auf Facebook

Insgesamt ist dieses Paket an Neuerungen natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Wenn man es aber nutzt, lernt man sehr schnell die Vorteile zu schätzen. Aus meiner Sicht sind alle Änderungen sinnvoll und hilfreich und helfen der besseren Nutzerführung und stärken den viralen Charakter dieses Social Networks. So macht Facebook wieder ein Stück mehr Spaß. Man hebt sich angenehm vom Durchrauschen der Nachrichten bei Twitter ab und baut den Vorsprung gegenüber allen anderen Social Networks, vor allem auch hier in Deutschland, gewaltig aus. Daumen hoch!

Erstellt am Mittwoch 28. Oktober 2009
Unter: Communitys | Keine Kommentare »

Die iPhone-App der Zukunft

Schon vor einiger Zeit schrieb ich in einem Artikel hier:

Die Zukunft des kommerziell erfolgreichen Internets heißt: Applications für Smartphones, die sich die Nutzer gegen Kleinstbeträge aufs Phone ziehen können. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten und erfordert ein Umdenken vieler Strategen. Noch gibt es viel zu wenige, gute Apps.

Daran hat sich bis heute leider nicht allzu viel geändert. Wie solch eine iPhone-App aussehen kann, zeigen nun die Suicide Girls. “Seduce a SuicideGirl” heißt die zur Zeit wohl heißeste App fürs iPhone.

Suicide Girls iPhone App

Suicide Girls ist eine Community, in die man nur mit einem Bezahl-Account hinein kommt. Aus gutem Grund. Denn es geht nicht unbedingt jugendfrei zu. Extrem gut gemachte Fotostrecken mit Mädels, die sich gern unbekleidet zeigen und die fast ausschließlich Tattoos und Piercings haben. Underground, Punk Rock, Gothic sind die Schlagworte, mit denen Suicid Girls ungemein erfolgreich sind. Und die Qualität stimmt. Keine Pornografie. Aber viel Erotik.

Passend zum erfolgreichen Konzept des Portals gibt es nun seit kurzem eine iPhone-App, die es in sich hat. Ein gut produzierter Video-Clip lädt zu Interaktion ein. Man hat immer wieder die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Wobei eine immer eine Sackgasse ist. Sehr einfach gestrickt, aber dennoch spannend und sehenswert.

Suicide Girls iPhone App

So könnte… nein: So WIRD ein Teil der Zukunft kommerziell erfolgreicher Internetanwendungen aussehen.

Denn: man muss diese Anwendung einfach nur mal weiter spinnen. An verschiedenen Punkten des interaktiv gemachten Videoclips gelangt man auf Landingpages. Wo Produkte beworben werden oder Testimonials zu weiterer Interaktion einladen. Oder wo man beispielsweise Tourtickets ordern kann. Gleichzeitig ist es möglich direkt im Videoclip Orders zu generieren. Man kann ein Buch bestellen und als eBook aufs iPhone laden. Man kann die Jeans, die ein Protagonist anhat, sofort ordern. Oder die Schuhe, die Sonnenbrille, die Handtasche. Man kann die Location sich näher anschauen wo gedreht wurde. Warum nicht zu einer Landingpage geleitet werden, die die Urlaubsregion näher beschreibt, in der die Story gedreht wurde. Schöne Grüße nach Oberstaufen, Zell am See oder nach Garmisch-Partenkirchen. Das Ganze dann noch verknüpft mit einer Facebook-Fanpage, wie wir sie zum Beispiel für Garmisch-Partenkirchen betreuen (Bericht dazu gibts hier).

All dies ist bereits machbar! Aber wird bisher nicht eingesetzt. Doch es wird kommen. Die Zukunft gehört den mobilen Endgeräten. Nicht allein dem iPhone. Und Applications wie diese weisen den Weg. Sie sind innovativ und bieten zugleich den notwendigen Spaß, um erfolgreich zu sein.

Mehr dazu auch im VisualBlog.

Erstellt am Dienstag 27. Oktober 2009
Unter: iPhone | Keine Kommentare »

Jack Wolfskin – Das Internet funktioniert komplett anders im Jahr 2009

Schon vom Jack Wolfskin Fail gehört, der ganz aktuell die Runde macht in diversen Foren und Weblogs? Auf Werbeblogger.de gibt es so ziemlich alles, was man dazu wissen muss. Danke, Roland, für diese exzellente Arbeit! Ganz knapp: Jack Wolfskin hat diverse, kleine Händler auf der Social Shopping-Plattfom Dawanda abgemahnt, weil sie eine Tatze auf ihren Produkten verwendet hatten. Die Tatze aber gehört Jack Wolfskin, ist deren Erkennungszeichen, Bestandteil der Corporate Identity. Da ist es durchaus in Ordnung und legitim, dass Jack Wolfskin sich schützen möchte. Das gleich vorneweg. Jedes Unternehmen hat das gute Recht sich seine Markenrechte zu schützen. Aber es kommt auf die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel an. Und auf die Frage, wie man im Web 2.0, dem Social Web agiert um nicht mehr Schaden anzurichten als vorher eigentlich an Schaden entstanden war durch eine mögliche Markenrechtsverletzung. Auch bei Spiegel Online ist das Thema bereits angekommen.

Wir schreiben das Jahr 2009. Und darum, Jack Wolfskin: Doch nicht so!

Jack Wolfskin hat diverse Händler abgemahnt und mit einer Gebühr von knapp 1.000 € belegt. Das liest sich dann so:

In den letzten Tagen gab es auf verschiedenen Online-Plattformen Äußerungen zu Abmahnungen, die Jack Wolfskin wegen Markenrechtsverletzungen gegen Anbieter auf der Internet-Plattform „DaWanda“ ausgesprochen hat. Diese Vorfälle sind zwar bedauerlich, es handelt sich hier jedoch um eindeutige Markenrechtsverletzungen, auf die Jack Wolfskin zum Schutz der Marke leider mit Abmahnungen reagieren musste.
Die typische Jack Wolfskin Tatze ist als Marke geschützt. Daher dürfen Dritte keine ähnlichen oder identischen Zeichen für ähnliche und identische Waren, wie sie Jack Wolfskin anbietet, im geschäftlichen Verkehr benutzen. Jack Wolfskin als Markeninhaberin hat daher das Bestreben und die Pflicht, die Marke gegen ähnliche Drittzeichen zu verteidigen, da die Marke sonst geschwächt wird.

und so weiter und so fort.

Es geht mir nicht darum, ob Jack Wolfskin im Recht ist oder nicht. Ich gehe davon aus, dass sie im Recht sind. Aber der Schaden, den man da gerade anrichtet, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Bei Jack Wolfskin hat man nicht verstanden, wie das Internet heutzutage funktioniert. Statt seine Anwälte mit Abmahnungen an die Front zu schicken, gibt es deutlich geschicktere Wege.

Und wie könnten diese Wege neuen Wege im Web 2.0 aussehen?

Jedes große Unternehmen sollte sich heutzutage eine Social Web Taskforce einrichten. Denn: Wir reden über ein Social Web. Nicht mehr nur über ein Internet. Es sind Menschen, die agieren, die eine Stimme haben und die immer besser wissen diese Stimme auch zu nutzen. Und auf sie muss man eingehen in der Zukunft. Ob es einer Firma wie Jack Wolfskin nun passt oder nicht. Noch stehen wir ganz am Anfang dieser Entwicklung. Doch von Monat zu Monat wird die Kraft des Web 2.0, des dialogorientieren Social Web, immer größer, ihr Einfluss immer bedeutender.

Diese von mir angesprochene Social Media Taskforce hätte die Aufgabe mittels Social Media Monitoring schnell und zeitnah zu erkennen, wo Brandherde entstehen. Und dann muss man gekonnt und mit dem notwendigen Feingefühl darauf reagieren.

Im Fall um den es hier geht, würde das bedeuten: man nimmt von Seiten der Social Media Tastforce des Unternehmens Kontakt mit der betreffenden Plattform, in diesem Fall Dawanda, auf und stimmt sich ab, was zu tun ist. Entweder die Communitymanager der Social Media Plattform nehmen dann Kontakt auf mit den Händlern, die gegen die Markenrechte verstoßen. Oder es tun Social Media erfahrene Communitymanager bei Jack Wolfskin. Kein Anwalt, sondern Communitymanager! Man sucht das Gespräch, statt eine Abmahnung zu schicken. Freundlich und dennoch bestimmt weißt man die Händler auf ihren Verstoß hin und gibt ihnen Zeit darauf zu reagieren.

Erst wenn die Händler auf dieses Gespräch, auf einen echten Dialog, wie ihn das Web 2.0 verlangt, nicht reagieren, ist es durchaus legitim Anwälte einzuschalten. Man kann die Händler auf dieses weitere Vorgehen ja durchaus bereits im Gespräch hinweisen.

Zusammengefasst:

Schritt 1: Eine Social Media Taskforce nimmt Kontakt mit den Plattformbetreibern und den Händler auf und sucht den Dialog. Auf freundliche und dennoch bestimmte Art.
Meist wird man auf diesem Weg 90% der Probleme bereits lösen.

Schritt 2: Händler, die auf Schritt 1 nicht reagieren werden durch die Anwälte konsultiert.

Man ist bei Jack Wolfskin also den zweiten vor dem ersten Schritt gegangen. Überzogen, ungeschickt und nicht absehend, welch Imageschaden dadurch entsteht. Kann man diesen in Zahlen bemessen? Sind die dadurch entstehenden Kosten nicht deutlich höher wie die eigentlich in Rechnung gestellten? Ich glaube schon.

Ein wie von mir beschriebenes Vorgehen wird für Unternehmen, egal ob groß oder klein, in der Zukunft unerlässlich sein. Denn die durch Abmahnungen und ähnliche Vorgehensweisen erzeugte negative Mundpropaganda verbreitet sich im Web Web 2.0 – wie in diesem Fall wieder wunderbar zu sehen – rasend schnell via Blogs, Twitter, Foren und Facebook. Wenn man sechs- bis siebenstellige Summen für Marketing ausgibt, sollte man sie nicht auf so unclevere Art und Weise wieder verpulvern. Und nichts ist schlimmer wie negative Mundpropaganda. Oder?!

PS: Was mache ich mit meinem vor 8 Wochen im Sommerurlaub gekauften Jack Wolfskin Rucksack? Ganz ehrlich: am liebsten würd ich ihn in die Mülltonne schmeißen, so mies finde ich das Agieren dieser Firma. Ich schlaf noch ne Nacht drüber und dann schau ich mal. Vielleicht ist man ja lernfähig bei der Tatzen-Firma. Wünschenswert wäre es. Doch Markenimage und aktuelles Verhalten klaffen mittlerweile meilenweit auseinander. Traurig so etwas zu sehen.

[Nachtrag]
Unbedingt lesenswert ist auch der Beitrag von Patrick Breitenbach. Unter anderem schreibt er:

Doch die Konsumenten werden zum Glück nicht wirklich dümmer, denn auch sie durchschauen zunehmend – das Internet trägt sicherlich einen großen Teil dazu bei – das Spiel um Etikettenschwindel und den juristischen Brechstangen. Der Graben weitet sich also stetig. Auf der einen Seite wird alles billiger und damit auch die Marken selbst poröser, beispielsweise durch Qualitätseinbuße, Dumping, Piraterieverlockung und unverhältnismäßige Kontrollreflexe. Auf der anderen Seite wächst eine neue Bewegung, genannt LOHAS, die nichts anderes darstellt, als einen Gegenentwurf zu dieser kapitalistischen Extrementwicklung, also wieder hin zu einem humanistischen verantwortungsvollen Weltbild, in dem man Produkte nicht mehr losgelöst von Umwelt und Mensch sehen kann, sondern bei dem Produkte an Wert gewinnen, gerade weil so viel Arbeit, Leidenschaft, Bemühen, Ideen, Begeisterung und menschliche Schaffenskraft dahinter steckt. Aber auch abseits des LOHAS-Trends erwarten die Menschen im Internet (die natürlich nur eine Minderheit darstellen, aber im Gegenzug mittlerweile dank Vernetzung und Google-Ranking eine mächtige Stimme haben), dass die Unternehmen vernünftig kommunizieren und handeln. Vernünftig, im Sinne von “menschlich”, also den Thesen, die Anfang der 90er Jahre bereits im Cluetrainmanifest zukunftsweisend formuliert wurden. Erst reden, dann hauen – so jedenfalls meine Auffassung von zivilisiertem Verhalten.
….
Wie kann man anderen Menschen verbieten eine Tiertatze irgendwo draufzusticken? Absurd und mit vernünftiger Kaufmannskunst hat das rein gar nichts mehr zu tun.

Man sollte die jetzige Protestwelle in vielen Communities weder unter- noch überbewerten. Man könnte den jetzigen Fall als eine Art Virus betrachten. Dieser Virus kann schnell vergessen und verbannt sein, er kann sich aber auch unbemerkt langsam aber zerstörerisch durch den Organismus Unternehmen fressen, ohne dass man am Ende noch feststellen kann, worauf die “Infektion” eigentlich zurückzuführen war. Ich rate allen Unternehmen daher solche Szenarien zu vermeiden. Vielleicht ist die Auswirkung nicht sofort spürbar, aber das Internet vergisst so schnell nicht und völlig unkontrollierbar ist der daraus eventuell entstehende negative Mundpropaganda-Effekt: “Hast du schon gegoogelt?” Wie gesagt, es ist ein schleichender Prozess, den man weder glasklar in generell “harmlos” oder generell “markenschädigend” einordnen kann.

Solche Schlussfolgerungen verursachen bei mir heftigstes Kopfnicken. Danke für solch intelligente Artikel, Patrick.

Erstellt am Montag 19. Oktober 2009
Unter: Communitys, PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Mit Humor ist immer gut – Es lebe die Viralität

Ein wichtiger Punkt, den viele Marketingleute und Markenverantwortliche nur allzu leicht vergessen: Menschen wollen lachen. Es kann auch “nur” ein Lächeln sein. Aber Humor ist verdammt wichtig, wenn es um gute Werbung, um gelungene PR, um erfolgreiches Marketing geht.

Beispiel 1:

Klasse, oder? Simpel. Und wirkungsvoll.

Beispiel 2: ein Interview mit Christian Heitmeyer, Mitgründer und Geschäftsführer von brands4friends. Er sagt unter anderem:

Blicken Sie bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen zwei Jahren so richtig schief gegangen?
Ganz am Anfang, als wir weder derart professionelle Fotostudios, Fotografen, noch Foto-Modelle wie heute hatten, mussten sogar die Geschäftsführung modeln. Das geht besser – wie man heute sieht.

Und wo haben Sie Ihrer Meinung nach alles richtig gemacht?
Indem wir bei Shootings die Geschäftsführer gegen Models ausgetauscht haben.

Solche kleinen Dinge machen das Ganze sympathisch. Humor ist wichtig. Auch im Business. Und vor allem im Marketing. Denn (noch einmal Herr Heitmeyer:

Auf welche anderen Werbemaßnahmen haben Sie in den vergangenen zwei Jahren gesetzt?
Im Wesentlichen ist es das. Viralität ist alles. Die Leute sollen über brands4friends sprechen und uns weiterempfehlen – und das tun sie auch.

Stimmt.

Erstellt am Donnerstag 15. Oktober 2009
Unter: Viralmarketing | 1 Kommentar »

Google Building Maker – Google Earth setzt auf Crowdsourcing

Genial, was Google da mal wieder ausgepackt hat. Beim Google Building Maker setzt man auf den aktuellen Trend des Jahres: Crowdsourcing. Angekoppelt an Google Earth ist es nun möglich 3D-Modelle von Häusern zu bauen – von der Usern! Einfach mal dieses Video anschauen. Verdammt coole Sache, wie ich finde.

So entsteht ein 3D-Abbild der echten Welt! Zu extrem geringen Kosten. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich ausmalen, wohin das führen wird. Die ganzen schon existierenden 3D-Welten wie SecondLife & Co. können sich nun warm anziehen. Denn Google hat nicht nur die größeren Ressourcen, sondern durch das Involvement der Community auch die viel größere Manpower um eine echte 3D-Welt entstehen zu lassen. Ich bin begeistert, total.

Ich bin dann mal beschäftigt. Werd Berlin-Marzahn schnell mal nachbauen. :O)

Erstellt am Mittwoch 14. Oktober 2009
Unter: Crowdsourcing | 1 Kommentar »

Clevere Blog-Aktion von Zell am See/Kaprun

Wie kommt man schneller, einfacher und bequemer nach Zell am See-Kaprun? Wir wollen es wissen und schicken zwei passionierte Blogger auf die Reise! Einer steigt mit Sack und Pack in die Bahn, der andere checkt am Terminal ein. Ziel ist jeweils das Winterparadies von Zell am See-Kaprun, wo beide Tagebuchschreiber eine Woche Urlaub auf unsere Kosten erwartet! Skipass und Übernachtung im Sterne-Hotel sind inklusive. Alles, was ihr dafür machen müsst, ist den Laptop unter den Arm klemmen und regelmäßig von eurem Trip berichten.

So heißt es im Blog von Zell am See/Kaprun. Wie der ein oder andere Leser hier vielleicht weiß, war ich vor etwa einem Monat in Kaprun zum dortigen Castlecamp. Und ich war total begeistert von Ort, Landschaft, Leuten und hatte mir da schon vorgenommen: ich muss wiederkommen. Zum Skifahren.

Nun bietet sich mir die Chance als Blogger jeden Tag von dort zu berichten. Sowas macht mir Laune, wie ich im Sommerurlaub in Garmisch-Partenkirchen ja schon gezeigt habe. Dort hatte ich intensiv auf Facebook berichtet und so einige Social Media Bausteine getestet. Darum ganz klar: ICH HÄTTE RIESIG LUST DAZU! Weil ich super gern Ski fahre. Weil ich Zell am See/Kaprun wunderschön fand bei meinem ersten Besuch dort neulich. Weil ich gern berichte von meinen Urlaubseindrücken und mein iPhone immer mit dabei ist. Weil mich die Berge rufen. Es zieht schon mächtig in der Brust, wenn ich auf Twitter lese, dass der erste Schnee da ist und man schon Ski fahren könnte… Hach.

Und von Berlin aus lohnt sich diese Reise natürlich auch zum Testen. :)

Zell am See/Kaprun

Das ist übrigens die cleverste und intelligenteste Blogger-Aktion überhaupt, die mir bisher über den Weg gelaufen ist. Sage ich ganz ehrlich und ohne Neid. Zell am See/Kaprun hat natürlich auch echt was zu bieten. Fein, wenn Budgets für sowas Erstklassiges eingesetzt werden.

Erstellt am Mittwoch 14. Oktober 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Facebook-Hack – Warnung!

Hier mal eine Warnung an alle, die aktiv auf Facebook sind. Der Account von einem meiner Facebook-Freunde wurde gehackt. Weil er nicht vorsichtig genug war. Das kann auch jedem anderen passieren. Daniel schrieb in seinem Status heute darum Folgendes:

WARNING! There is a new way to hack your facebook. Read Carefully ( A Notification will be sent to you that one of your friends has commented on your status, it will open a new page and tell you to re-enter your facebook username an………d password the pag……e looks just like the FB login page so BE CAREFUL, dont enter your user id and password or it will be hacked ) Please Read And Forward.

Also bitte bitte – Geben sie ihr Passwort nie auf Seiten ein, die sich automatisch geöffnet haben. Wenn sie sich unsicher sind, einfach die URL www.facebook.com neu eingeben.

Das betrifft übrigens nicht allein Facebook, sondern jede Plattform, wo sie mit Nutzernamen und Passwort reingehen. Wenn sie sich unsicher sind: Seite schließen und neu händisch die URL eingeben.

Erstellt am Dienstag 13. Oktober 2009
Unter: Communitys | Keine Kommentare »

Pepsi goes Crowdsourcing – So schaut erfolgreiches Web 2.0 Marketing aus

Nun auch Pepsi selbst. Nachdem ich bereits ausführlich über die aus meiner Sicht sehr gelungene Mountain Dew Kampagne berichtet hatte, setzt man im Hause Pepsi immer massiver auf den Baustein Crowdsourcing als wirkungsvolles Marketinginstrument im Web 2.0. Es heißt nun: “Ultimate Refresh”. Hierfür hat man sich mit Will.i.am, Mitgründer und Produzent der meisten Alben der The Black Eyed Peas, einen der aktuell angesagtesten Musiker ins Boot geholt.

Ein cleverer Schachzug. Die Kombination

namhafter Testimonial + user generated content via Crowdsourcing = erfolgreiche Web 2.0 Marketing-Kampagne

scheint ein neuer Eckpfeiler in den Marketing-Konzepten von Pepsi zu werden. Großartig.

ultimaterefresh

Und sie zeigen auch gleich, dass Crowdsourcing keine Trennung zwischen virtueller Welt und realem Leben bedeuten muss. Wunderbar werden Internet und das echte Leben da draußen miteinander verknüpft. Perfekt.

Worum geht es nun ganz konkret bei “Ultimate Refresh”. Will.i.am sucht für den Song “La La La” von LMFAO (Gibt es die wirklich? Nee, ne. Ist, glaub ich, ne Erfindung für diese Aktion.) Inspirationen. Sounds, die er samplen und in den Song einbauen kann. Man kann sich selbst filmen und hoffen, dass die eigene Performance mit ins fertige Video kommt. Eine coole Idee. Jeder kann also mithelfen diesen Song zu samplen. Dafür steht zahlreiches Download-Material zur Verfügung.

Listen to “La La La” and download the lyrics and sheet music, then record yourself performing using a webcam or by uploading a video.
Produce a collaboration using existing videos from people around the world.

Okay – ich gebe es zu. Das Ganze hört sich etwas kompliziert an. Und darum würde ich solch eine komplexe Aktion auch nicht jedem Kunden empfehlen. Aber die Kids da draußen kennen sich aus mit Musikschnipseln. Sie haben die Software auf ihren Rechnern. Sie schneiden schon jetzt wie wild eigene Videos. Von daher macht es absolut Sinn ihnen eine solche Chance zu bieten. Die Zielgruppe versteht in diesem Fall worum es geht.

Und Pepsi hat feinstes Viralmarketing, ohne noch großartig etwas dafür tun zu müssen. Sie stehen hinter einer coolen Aktion, bei der möglicherweise ein Hammer-Song bei herauskommt. Er soll ab Dezember kostenlos zum Download bereit stehen. Und wird damit ganz von allein die Markenbotschaften von Pepsi weiter transportieren. Thats cool. And: it’s Crowdsourcing.

Hier ist der Original-Song:

Und hier das Video zu Will.i.am.

Erstellt am Montag 12. Oktober 2009
Unter: Crowdsourcing | 7 Kommentare »