Archiv für Juli, 2009

Kreativ-Crowdsourcing für Sandalen und Clogs von Birki

birki

Bei Birki kann man Schuhe designen. Eine sympathische Aktion, die – so wie es sein sollte – vor allem auch als Marketing-Aktion im Web genutzt wird. Ohne dabei das echte Leben da draußen zu vergessen. Aufmerksam gemacht wurde ich durch meine Frau, die einen Hinweis auf den Contest in einem Flyer fand, der einem Kauf beilag.

Aufgabe ist es einen Schuh von Birki zu designen. Einsendeschluss ist der 31.10.2009.

Der Gewinner erhält den designten Schuh und eine Woche Familienurlaub im Grünen: für bis zu sechs Personen in ausgewählten Landal-Ferienparks.

heißt es auf der Birki-Seite.

Einsenden soll man die Arbeit via Email. Und an dem Punkt fange ich an mich zu fragen, wer das konzipiert hat. Der Ansatz ist super. Das Thema ist lustig. Ich kann mir gut vorstellen, dass da viele kreative Menschen Lust drauf haben und man so seine Marke zu ganz neuen potentiellen Käufergruppen transportieren kann. Doch wenn ich eine solche Aktion im Internet platziere, sollte ich es ein wenig anders angehen. Email ist okay. Gleichzeitig sollte man aber auf der Seite auch ein Uploadformular haben. Die Teilnahmebedingungen, die ja den rechtlichen Rahmen für so etwas vorgeben, sind, mit Verlaub gesagt, arg schlicht gestrickt. Das macht keinen guten Eindruck. Und ich finde es auch immer fragwürdig, wenn die Einsendungen im Nirvana eines virtuellen Briefkastens verschwinden. Warum gibt es keine Galerie? Man hat bei Birki wohl Angst gehabt vor dem Betreuungsaufwand für einen solchen Contest. Ja, das Communitymanagement spielt auch beim Crowdsourcing eine immense Rolle und sollte nie unterschätzt werden!

Und als Letztes – und damit sei genug gemeckert – halte ich Flash für die denkbar ungünstigste Variante so etwas technisch ins Netz zu bringen. Warum? Weil aus meiner Sicht Crowdsourcing im Kreativbereich nicht nur dazu dienen sollte eine Dienstleistung zu generieren, sondern parallel auch als Marketing-Baustein und als googlefreundliche SEO-Maßnahme fungieren kann. Alle Felder können mit bedient werden. Doch denkt man an Google und an Viralmarketing im Netz, dann ist eine Flashseite völlig unbrauchbar!

Fazit: Eine witzige Aktion von Birki, die ich sehr sympathisch finde. Aber der Rahmen, den man dafür gestrickt hat, ist in der heutigen Zeit mit Hinblick auf Viralmarketing-Effekte vollkommen unzureichend. Leider. Und eine Bindung der Teilnehmer durch ein sympathisches, professionelles und offensives Communitymanagement macht total Sinn, wurde hier aber außen vor gelassen. Dennoch: viel Erfolg! Schön dass immer mehr Firmen Wege wie diesen beschreiten.

birki

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Erstellt am Freitag 31. Juli 2009
Unter: Crowdsourcing | Keine Kommentare »

Twitter und RSS – Abo funktioniert auch virtuell

Ich muss mich immer wieder beherrschen, wenn ich die Gesichter von Kunden vor mir habe, denen ich etwas von RSS erzähle. “Was? RSZ? Was is denn das?” steht sehr deutlich in ihren Gesichtern. Nichts ist von sperriger wie diese gruselige Abkürzung für “Really Simple Syndication” oder auch “Rich Site Summary”. Okay: XHTML wäre wohl noch eine Steigerung. Aber das brauche ich nie zu erklären. Zum Glück. Aber wenn man über Social Media und vor allem über Blogs spricht, kommt man an RSS nicht vorbei. Weil es ne verdammt gute Sache ist.

Ich erkläre es dann als standardisiertes Abonnement-System im Internet. Das wird dann meist verstanden. Aber ein kleines Fragezeichen bleibt immer? Kann etwas, das “RSS” heißt sexy, gut und erfolgreich sein?

Dass Abo-Systeme überaus gut funktionieren beweist nun auch Twitter. Denn vom Prinzip her ist es nichts anderes. Ich aboniere die News eines anderen: seine Microblogging-Beiträge. Der Unterschied zwischen normalen Blogbeiträgen und Twitter-Nachrichten liegt in der Länge des Mitzuteilenden. Und in der Bezeichnung. “Twitter” – das klingt. Das spricht. Das ist lustig. Das transportiert etwas Positives. “RSS” ist sperrig. Das klingt nicht gut. Das möchte man schnell wieder vergessen (wenn man kein Tekkie ist). Also: Weg mit der Bezeichnung RSS. Gebt dem Kind einen anderen Namen. Denn: Abosysteme sind cool. Sie machen uns das Leben einfacher. Sie erlauben uns Dinge zu erhalten, ohne uns großartig darum kümmern zu müssen, dass sie den Weg zu uns finden. Das ist mit der Zeitschrift für meinen Sohn genauso wie mit der GEO, die ich monatlich im Briefkasten finde, der neuesten Perry Rhodan Folge, die ich via Textunes abonnieren kann, den Blogbeiträgen guter Blogs die ich gern lese oder den Tweets von Leuten, die was zu sagen haben. Abo funktioniert. Virtuell wie im echten Leben.

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Erstellt am Mittwoch 29. Juli 2009
Unter: Theoretische Gedanken | Keine Kommentare »

Band 2501 Perry Rhodan jetzt fürs iPhone erhältlich

Mit Verzögerung ist nun nach Band 2500 als Prämiere auch Band 2501 von Perry Rhodan via Textunes für das iPhone erhältlich. Kosten: 1,59 €. Eigentlich sollte der aktuellste Band bereits Freitag bereit stehen. Aber die Freigabe durch Apple erfolgte nicht wie erhofft pünktlich. Aber nun endlich ist der Band nicht nur im Zeitschriftenhandel, sondern auch für virtuelle Leser (wie mich) erhältlich. Ich bin gespannt, wie dieses Modell mittelfristig funktionieren wird. 1,59 € ist nicht wenig Geld, Woche für Woche. Aber es liest sich wirklich gut auf dem iPhone. Textunes macht da echt nen verdammt guten Job.

Perry Rhodan Band 2501

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Erstellt am Dienstag 28. Juli 2009
Unter: Allgemeines | 2 Kommentare »

Hochzeitstanz auf Youtube

Wie erfolgreich ein gutes, authentisches Video sein kann, zeigt sich gerade einmal wieder auf Youtube: The Wedding Dance steht knapp vor 10 Millionen Views. Ich wiederhole: ZEHN MILLIONEN! Für ein kleines Youtube-Video. Das aber auch mir ein paar Tränen beschert hat. Und für viel gute Laune am Frühstückstisch sorgte. Wir swingten fröhlich mit.

Schade nur, dass man es nicht im Blog einbetten kann. Dennoch. Extrem sehenswert. Extrem authentisch. Extrem sympathisch. Und dadurch: extrem erfolgreich.

wedding dance

Siehe auch im VisualBlog.

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Erstellt am Dienstag 28. Juli 2009
Unter: Viralmarketing | Keine Kommentare »

Ein paar Worte zu Twitter und Facebook

Twitter ist der Hype des Jahres 2009. Daran führt einfach kein Weg vorbei. Und man kann Twitter lieben oder hassen. Da gibt es (bisher) kaum Zwischentöne. Bei all dem Lob das Twitter derzeit widerfährt, wird aber oft so einiges vergessen. Auf diesen Umstand geht Frank Puscher in einem erstklassigen Artikel über Twitter auf Heise ein: “Kurzschnellgut”.

Die öffentliche Berichterstattung über Twitter erinnert verdächtig an Second Life. Die einen loben die schnelle und direkte Kommunikation mit 140 Textzeichen über den grünen Klee. Sehen eine dritte Revolution der Onlinekommunikation heraufdämmern und empfehlen jedem sofortiges Mitmachen. Die anderen halten spontan verfasste und veröffentlichte Textnachrichten für überflüssigen Datenmüll, der nichts bringt, sondern höchstens Zeit stiehlt.

Von 475 000 registrierten Nutzern im Februar 2008 auf sieben Millionen User im gleichen Monat dieses Jahres. In Deutschland sind etwa 60 000 Nutzer angemeldet. Davon zwitschern aber nur 27 000 regelmäßig mindestens einen Tweet pro Monat, meinen Beobachter.

schreibt Frank Puscher. Es gelingt ihm wunderbar Vor- aber auch Nachteile heraus zu arbeiten und ein Licht in beide Richtungen zu lenken.

Angesichts des aktuellen Zustands von Twitter lässt sich ein Vorabfazit ziehen. Wer heute in Deutschland twittert, erreicht zumindest theoretisch den inneren Kreis der Online-, PR- und Marketing-Branche. Nicht mehr und nicht weniger. Für einige Unternehmen ist das eine sehr attraktive Zielgruppe. Unternehmen, die die breitere Öffentlichkeit suchen, finden effektivere Wege.

„Twitter wird kein Werbeträger nach heutigem Verständnis. Aber er wird eine sehr gute Plattform für personalisierte werbliche Botschaften, vor allem aber für die interpersonelle Selbstbegeisterung von Usern – für mich die Vision eines Marketings der Zukunft,“ meint Michael Konitzer, Principal Consultant bei der Münchner Agentur Ray Sono. Konitzer – selbst Onliner der ersten Stunde – sieht bei seinen Kunden aus der Reisebranche viel Potenzial, Twitter als personalisierten Kommunikationskanal zu den Reisewilligen zu nutzen.
Unterdessen zeigt das System Twitter eine gravierende Schwachstelle, und zwar ausgerechnet in Sachen Glaubwürdigkeit. Keiner weiß wirklich, wer hinter einzelnen Tweets oder einem Account steckt. Ob Obama zwitschert oder nur sein Vorzimmer, bleibt im Dunkeln. Und ob das bislang ungenutzte Konto @beiersdorf irgendwann mit Informationen über das Hamburger Traditionsunternehmen gefüllt wird, ist fraglich.

Ralf Haberich, Marketingchef beim Webanalyse-Spezialisten Nedstat, glaubt nicht, dass es sich bei Twitter um einen kurzfristigen Hype handelt: „Ich bin sicher, dass sich diese Form etabliert und in zwei Jahren als selbstverständlich angesehen wird.“ Und Matias Roskos, der sich mit seiner Agentur VOdA auf digitale Mundpropaganda und virales Marketing spezialisiert hat, weiß auch wo: „Kommunikation wird in Social Networks immer wichtiger. Und damit auch Mikro-Blogging, Newsfeed oder wie immer man es dann nennen wird.“

Danke fürs Zitieren an den Autor! Ja, ich denke, dass Twitter Sinn macht. Wenn man es als Kanal nutzt um die Menschen zu erreichen. Ob das Tool dann Twitter heißt oder wie auch immer ist egal. Es ist eine Softwarelösung die bewiesen hat, dass sie funktioniert. Und die nun transformiert werden wird, damit man dann auch die Menschen da draußen erreicht. Denn auf Twitter ist Otto-Normal-Nutzer noch nicht. Dass man sein Facebook-Profil zum Beispiel wunderbar mit Twitternachrichten füttern kann, wissen viele intensive Facebook-Nutzer schon seit langem. Parallel könnten die eigenen Twitter-Nachrichten live ja auch im eigenen Blog und in drei weiteren Communitys erscheinen. Das ist der große Vorteil von Twitter. Wenn denn die Anbieter der Plattformen es zulassen.

Facebook dagegen direkt mit Twitter zu vergleichen haut nicht hin. Auch wenn auf Mashable in dem Artikel “Martha Stewart: Twitter is Better than Facebook” Folgendes nachzulesen ist:

The master of home décor, in an interview with The Daily Beast, talks up Twitter and describes Facebook as “dippy.” Unlike Gates though, she extensively discusses why Twitter has a special place in her heart. Here’s a little of what she to the Beast:

“I just love it so much more than Facebook … First of all, you don’t have to spend any time on it, and, second of all, you reach a lot more people. And I don’t have to ‘befriend’ and do all that other dippy stuff that they do on Facebook.”

Twitter ist ein Instrument, weniger eine Community. Twitter ist ein immer mächtiger werdendes Instrument. Aber wie schon gesagt. Die Kanäle hin zu den normalen Nutzern dort draußen müssen erst noch gelegt werden. Das geschieht derzeit. Eine Verknüpfung (oder Kauf?) von Facebook und Twitter macht absolut Sinn. Darum ganz richtig das Fazit im angesprochenen Twitter-Artikel:

While it’s true that there’s a competition brewing between Facebook (Facebook) and Twitter (Twitter), we seem to forget that they’re different products that have different purposes. Facebook is about intimate connections and sharing multimedia with a group of friends. Twitter is about broadcasting and spreading your message to the entire world. With that in mind, which platform do you think celebrities require more?

Sehe ich ganz genauso.

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Erstellt am Montag 27. Juli 2009
Unter: Communitys, PR und Social Networks | 3 Kommentare »

myComics.de – neue Comic-Community aus dem Hause Panini

mycomics.de

Panini hat sich in den vergangenen fast 40 Jahren einen Namen gemacht mit Klebebildchen von Fussballern. Nach und nach, vor allem nach dem Kauf durch Marvel, stieg man zu einem der drei größten Comicverlage in Europa auf. Die Klebebildchen sind seit den 90ern also nur noch ein Standbein von mehreren. Nun testet man in Deutschland einen neuen Weg, um die Comic-Gemeinde hierzulande weiter an Panini zu binden. Mit myComics.de brachte man vor wenigen Wochen eine Seite an den Start, die erste Anlaufstelle für die deutschen Comicfans werden soll.

Als Leseproben stehen bereits etablierte Comics bereit. Es gibt “Web-Cartoons, witzige Kurzgeschichten, Science-Fiction, Superhelden, Fantasy und die edleren Graphic Novels”. Man verlässt sich also nicht allein auf eine erst im Entstehen befindliche Community, von der man nie zu 100% sagen kann ob und vor allem wie schnell sie eine relevante Größe erreicht. Ein redaktionell gepflegter Unterbau soll dafür sorgen dass die Seite wie ein Magnet interessierte Comicleser, Fans und dann auch Zeichner anzieht. Eine Strategie, die aus meiner Sicht absolut richtig ist und leider von so vielen Startups, hinter denen Verlage oder andere größere Unternehmungen stecken, mit den Worten abgetan wird: “Redaktion brauchen wir nicht. Kostet nur unnötig Geld. Das muss auch so funktionieren mit dem Wachstum und so. Das macht die Community schon von allein. Oder?” Genau: Oder?! Es gibt keine Automatismen im Internet. Aber es gibt Cases, wo bestimmte Dinge funktioniert haben. Und auch nicht.

Ich freue mich, dass man bei Panini diesen Mischweg beschreitet und hoffe, dass eine redaktionelle Zuarbeit auch mittelfristig erhalten bleibt. Herzstück der Plattform soll aber sicherlich die Community werden. Sie kann bewerten und natürlich kommentieren. Und vor allem kann sie auch selbst Inhalte hochladen. User Generated Content, der an dieser Stelle absolut Sinn macht. Dass es hierbei schon wirklich Vorzeighaftes gibt, beweisen einige gute Beispiele, so diese Death Dealer Zeichnungen. Die technische Umsetzung mit dem Flashplayer, den man auch auf Fullscreen schalten kann, ist sehr gelungen.

mycomics.de

Es wäre schön, wenn neue Talente entdeckt werden, die dann den Sprung zum Print schaffen, oder aber schon bestehende Comics neue Fangruppen erschließen könnten.

erklärte Max Müller, Verlagsleiter Comics beim deutschen Ableger der Panini-Gruppe in einer Pressemitteilung.

Ob gerade dieser spannende Teil der Plattform angenommen wird, müssen die kommenden Monate zeigen. Ich weiß von einigen befreundeten Comiczeichnern, dass sie dem skeptisch gegenüber stehen. “Schade um die Zeit” sagen sie. Ich kenne die Firmenpolitik von Panini zuwenig um einschätzen zu können, wie ernst es dem Verlag mit dem Entdecken neuer Talente ist. Und ob das letztendlich auch finanziell interessant für diese ist. Denn ein solches Portal muss aus Nehmen und auch Geben bestehen. Will sagen: wenn man Talenten eine Plattform geben möchte, muss man diese auch fördern und ihnen echte Möglichkeiten bieten.

Es gefällt mir als jemand der mit seiner Agentur VOdA regelmäßig Crowdsourcing-Contests im Kreativbereich umsetzt selbstverständlich ausgesprochen gut, dass man gleich mit einem Contest versucht Aufmerksamkeit zu gewinnen und der Community etwas zu bieten. So heißt es bei myComics.de:

Es ist soweit, der erste Wettbewerb ist gestartet!
Ab sofort kann jeder registrierte User am Wettbewerb mitstimmen. Der Wettbewerb läuft vom 01.07.2009 bis zum 31.07.2009. Ihr könnt einen oder mehrere Comics wählen. Ihr könnt alle 24 Stunden neu wählen.
Für die Sieger gibt es neben Ruhm und Ehre auch noch ein paar handfeste Preise zu gewinnen:

  • 1. Preis: 300,- Euro
  • 2. Preis: Einkaufsgutschein über 100,- Euro für den Online-Shop von www.paninicomics.de
  • 3. Preis: Einkaufsgutschein über 50,- Euro für den Online-Shop von www.paninicomics.de

Naja – noch nicht die Welt. Damit lockt man wahre Könner nicht hinter dem Ofen vor. Aber es ist ein (richtiger) Anfang.

Für Comictalente ist ein solches Portal, das durchaus dem Bereich Crowdsourcing zugeordnet werden kann, eine spannende Option um auf sich aufmerksam zu machen und möglicherweise neue Fans zu finden. Was ich jedoch nicht ganz verstehe ist, warum man sich nicht mit den relevanten Social Networks verbindet. Auf MySpace sind ja viele Artists bereits unterwegs. Hier sollte man seine neue Plattform ankoppeln. Auch auf Facebook gibt es Fangruppen in diesem Segment. Zu denen sollte man den Kontakt suchen, ohne sie mit Marketing-Spam zu nerven! Aber vielleicht ist das ja auch bereits geschehen. Eine umfassende Social Media Strategie ist von außen zumindest noch nicht zu erkennen. Aber: Panini ist einen wichtigen und richtigen Schritt gegangen. Viel Erfolg damit!

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Erstellt am Mittwoch 22. Juli 2009
Unter: Communitys, PR und Social Networks | 4 Kommentare »

In eigener Sache: Auf dem VIR-Camp

Ein großes Dankeschön nochmal an die Organisatoren des VIR-Camps in Berlin und die Möglichkeit vor Entscheidern der Tourismusbranche ein wenig die Trommel für das Thema Crowdsourcing rühren zu können. Ich hoffe, es kommt in der Zukunft deutlich mehr aus dieser spannenden Branche. Wie man es machen kann, konnten wir ja schon im Interview mit Dirk Föste von RUF-Reisen heraus arbeiten.

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Erstellt am Mittwoch 22. Juli 2009
Unter: Allgemeines | Keine Kommentare »

Die Lösung des Jahres von Tchibo ideas live in Hamburg

Es ist Sommer 2009. Bei Tchibo ideas passierte und passiert zuletzt und ganz aktuell eine ganze Menge. Vor und auch hinter den Kulissen. Über das erste Produkt, das nun in den Tchibo-Regalen steht, habe ich neulich ja schon berichtet. Die Resonanz, vor allem auch via Twitter, zeigte, wie positiv dies von der Web 2.0 Gemeinde aufgenommen wurde. Hier ist mal ein Unternehmen, das nicht nur ne Plattform launcht und versucht ne Community für sich zu gewinnen, sondern bei der “am Ende” auch ganz konkret was bei herauskommt: echte Produkte. Die nächsten drei werden über den Sommer verteilt folgen!

Auf einem Live-Event wurde am 6. Juli 2009 in Hamburg zudem die “Lösung des Jahres” gekürt und mit stattlichen 10.000 € belohnt. Als Sieger ging dabei der Kabelaufroller von Bernd Klawitter hervor.

Dazu heißt es auf der Tchibo-ideas-Plattform:

Kabelaufroller von Bernd KlawitterKabelaufroller zum Aufstecken an Netzteilen ( z.B.Handynetzteile )
Der Kabelaufroller wird am Netzteilstecker aufgesteckt,
das Kabel wird an der unteren Öse und nach dem Aufrollen mit dem Kabelstecker an der oberen Öse fixiert.
Man kann ihn vom Netzteil abziehen und das Kabel nur soviel abwickeln wie nötig.
Die Kabelösen werden für verschiedene Kabelarten vorgesehen.
Der Kabelaufroller ist Patentrechtlich geschützt.

Ich persönlich fand andere Entwürfe, die allesamt dort vor Ort extrem cool in von der Decke hängenden Acrykugeln präsentiert wurden, spannender. Aber meine Freundin meinte: “Ist doch super praktisch.” Verliebt hat sie sich aber in die Fahrradbox für den Sattelschatzüberbezug. Das Ding will sie sofort haben, wenn es in die Ladenregale demnächst kommt.

Aber auch ansonsten war dieses Live-Event eine extrem gelungene Veranstaltung. Zum einen finde ich es immer genial, wenn man versucht seine Community auch im realen Leben einmal zu treffen. Viele der Produktdesigner waren dort vor Ort. Highlight bei dieser Veranstaltung waren aber die Präsentationen von Herrn Gerkan, von Gerkan, Marg & Partner, der unter anderem für den Berliner Hauptbahnhof verantwortlich zeichnet und Professor Conran. Gerkan, Marg & Partner gehören weltweit zu den namhaftesten Architektur-Büros. Es war spannend und interessant diesem Mann zuzuhören, wie er von der Idee der 800.000-Einwohner-Stadt Lingang New City vor den Toren Shanghais erzählte, die sein Büro konzipiert hat und die jetzt gerade am Entstehen ist. Danach folgte Professor Conran, Designer nicht nur vieler Tchibo-Produkte, sondern auch der Mann hinter der erfolgreichen Livestyle-Brand Conran. Diesem intelligenten Produkt-Designer zuzuhören war ein einziger Genuss. Er sprach über Kreativität, über das Entstehen und Umsetzen guter Ideen und den Mut neue Wege zu beschreiten. Danke an Tchibo für die Möglichkeit zwei solche Männer erleben zu können.

Herr Gerkan bei seinem Vortrag

Auf dem Event wurden für das kommende Jahr durch die Community von Tchibo ideas generierte Produkte im zweistelligen Bereich angekündigt. Ich bin gespannt. Schade, dass diese Ankündigung nicht mehr durch den (ehemaligen) Chef von Tchibo ideas geschah. Miguel Helfrich ist kurzfristig und für viele überraschend auf eigenen Wunsch bei Tchibo ideas ausgeschieden, wie er mir selbst bestätigte. Über die Hintergründe will ich hier nicht fabulieren. Ich hoffe nur, dass es weiter vorwärts geht bei Tchibo ideas und der positive Drive nicht verloren geht. Ich liebe dieses Projekt. Weil es in Deutschland eine Vorreiterrolle im Bereich Crowdsourcing einnimmt. Weil es durch das Team mit unendlich viel Engagement und Liebe vorangetrieben wurde. Weil viele gute Ideen darin stecken und man nie müde wurde an den Stellschrauben zu drehen, um die Plattform noch besser funktionieren zu lassen. Weil Tchibo ideas ein lebendiges Projekt ist und diese Lebendigkeit von den Machern auch immer gefördert wurde. Es wäre schade, wenn ein großer Konzern es schluckt und nur noch auf Kostenoptimierung achten würde. Eine gut funktionierende Web 2.0 Plattform, wie es Tchibo ideas ist, lebt unter anderem auch vom gekonnten und glaubwürdigen Communitymanagement sowie von neuen Ideen und der Bereitschaft immer wieder neue Dinge und Wege auszuprobieren.

Hier nun noch ein paar Bilder vom Tchibo ideas Event in Hamburg. Großartig fand ich es, dass bei der Siegerehrung auf der Projektion die Grafik verwendet wurde, die durch unsere Kreativ-Community für die Eintrittskarten für diesen Abend kreiert wurde. Der Designer ist Daniel Totzeck.

siegerehrung zur Lösung des Jahres

Aufgebaut war ein Stand mit den ersten echten Tchibo ideas Produkten.

neue produkte von Tchibo ideas

Cool war nicht nur die alte Fabrikhalle in Hamburg, wo das Event stattfand, sondern auch die Präsentation einiger ausgewählter Ideen.

Stylish wurden Ideen präsentiert

Alles 100% Community. So gut kann das Web 2.0 sein. Wenn man es richtig, mit Herz und mit Köpfchen, anpackt.

100% Community

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Erstellt am Freitag 17. Juli 2009
Unter: Crowdsourcing | 3 Kommentare »

Wozu ist dieses Web 2.0 eigentlich gut?

Eine Frage, die sich noch immer viele (zu viele) stellen. Hier mal eine (von vielen) Antwort:

Bis zum 6. Juli fast 2,8 Aufrufe auf Youtube, dazu über 21.000 Bewertungen und 14.000 Kommentare.

Worum es geht. Dem Musiker Dave Carroll wurde die Gitarre durch die Gepäckabfertiger bei United Airlines zerstört. Extrem extrem ärgerlich. Und United Airlines sah keine Veranlassung den Schaden zu ersetzen. Darauf schrieb Dave, nach vielen vielen Versuchen doch noch was zu erreichen auf den bisher üblichen Wegen, diesen Song. Und siehe da – United Airlines reagiert. Musste reagieren.

Die hohen Zugriffszahlen und Daves Ankündigung, noch zwei weitere Ich-will-Gerechtigkeit!-Songs hinterher zu schieben, haben United alarmiert und zwangen das Unternehmen zu einer Reaktion: Selbstverständlich werde man für den Schaden aufkommen – mehr noch: Man werde das Video künftig bei Mitarbeiterschulungen einsetzen, um den Service-Gedanken zu perfektionieren.

Ist im Basic Thinking Blog nachzulesen.

Hier hat das Web 2.0 seine ganze Kraft einmal wieder eindrucksvoll gezeigt. Auch der kleine Mann kann etwas erreichen. Denn er hat eine Stimme. Im modernen Internet. Es findet KOMMUNIKATION statt. Ob das Unternehmen nun passt oder nicht. Faxe können im Papierkorb landen, Telefonanrufe im Nirvana der Callcenter verschwinden. Aber ein Video auf Youtube, ein Blogeintrag, Nachrichten via Twitter oder auf Facebook, eine Gruppe in StudiVZ – all das ist kaum noch löschbar. Und viele viele andere können und werden es sehen, lesen, darauf reagieren, die Nachricht weiter reichen. Darauf müssen sich die Unternehmen endlich einstellen. Und lernen Bestandteil der neuen virtuellen Welt zu werden!

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Erstellt am Donnerstag 16. Juli 2009
Unter: Communitys, Viralmarketing | 2 Kommentare »

Gibt es Perry Rhodan wirklich?

Ist das Internet nun eine fiktive Welt? Nicht real, wie so mancher behauptet. Alles nur virtuell, nicht wirklich? All die Gespräche, Emails, Kommentare nicht echt und damit unrelevant und außerdem auch gleich folgerichtig asozial?

Perry Rhodan twittert. Dem Helden vieler Science Fiction Fans kam man seit Anfang Juli 2009 auf Twitter followern. Einer Kunstfigur, die es über 30 Jahre nur auf Papier (und den Köpfen der Leser) gab. Sie wird im Internet… real?

Die Perry Rhodan Welt ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Seit 1961 jede Woche ein neues Heft. Mittlerweile über eine Milliarde verkaufter Exemplare. Aktuelle Auflage ca. 80.000 Stück. Der Wikipedia-Eintrag zeigt warum und wie erfolgreich Perry Rhodan und damit sein Verlag Pabel Moewing, eine Bauer-Tochter, ist.

Ganz konsequent setzt man immer mehr auch auf mobile Inhalte und auf das Internet. Man hat die Zeichen der Zeit bei den Perry-Rhodan-Machern erkannt. Gut so. Twitter ist sicherlich ein zur Zeit spannender Kanal um zu testen, ob man damit eine relevante Anzahl von Fans erreichen kann. Das Ganze kann man im Segment Viralmarketing/Internetmarketing ansiedeln. Denn Geld wird damit noch nicht verdient. Aber potentielle Leser können jeweils von Freitag bis Freitag chronologisch den aktuellen Fortgang der Heftgeschichte verfolgen. Und werden so zum Kauf des Heftes animiert.

Ab dem 17. Juni 2009 folgt konsequent der nächste Schritt. E-Books gibt es schon seit geraumer Zeit. Doch nun kann man die aktuelle Geschichte via textunes, das ich selbst bereits intensiv nutze, im App-Store für 1,59 € kaufen und dann auf dem iPhone lesen. Eine spannende Alternative zum Heft. Wenn auch der wahre Fan wohl weiter das Heft im Regal haben möchte. Haptik siegt über Platzeinsparung.

“Die neuen Medien ersetzen das bisherige Papierformat nicht, sie ergänzen es. Es freut mich sehr, dass ‘Perry Rhodan’-Leser ihre Lieblingsserie so genießen können, wie es ihre Erfinder vor beinahe fünf Jahrzehnten noch selbst als pure Science Fiction angesehen hätten”, erklärte Chefredakteur Klaus N. Frick in einem Interview.

Der Pabel Moewing Verlag zeigt damit, dass man die neue Web 2.0 Welt ganz offensichtlich verstanden hat und zu nutzen versteht. Und Dank des iPhones und des angeschlossenen App-Stores gibt es für den Print-Bereich und auch für andere kommerzielle Unternehmen einen Kanal, über den man nicht nur kostenlos etwas als Marketingbaustein seinen Fans anbietet, sondern auch echte Umsätze generiert werden. Die Zukunft des Konsums, meinetwegen auch des Kommerz, hat damit begonnen.

Ich selbst habe nur ein großes Problem. Ich habe bisher noch kein einziges Perry Rhodan Heft gelesen. Und es gibt einige, die mir davon auch abraten. Man sollte kritische Stimmen nicht ganz ausklammern. Hier mal ein Beitrag aus dem Jahr 1969, der arg überspannt ist, aber durchaus nachdenklich macht. Interessant dabei auch die Diskussion unter dem Video auf Youtube.

Mal sehen. Vielleicht steige ich via iPhone mal mit ein und schaue, ob ich mit Perry Rhodan was anfangen kann. Die neue komplexe Strategie der Macher jedenfalls ist goldrichtig. Kompliment.

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Erstellt am Donnerstag 16. Juli 2009
Unter: PR und Social Networks, Viralmarketing | 1 Kommentar »