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5Mai/09Off

Traurig – Rivva neigt sich dem Ende

Autor des Artikels: Matias Roskos

Rivva, der Memetracker der deutschen Bloglandschaft, wird nicht mehr weiterentwickelt. Ich bin ein großer Fan von Rivva und habe höchste Achtung vor dem Engagement, dem programmiertechnischen Können und der vielen vielen Zeit die der Macher Frank Westphal in dieses Projekt hat fließen lassen. Ich ziehe meinen Hut.

Aber er hatte mir schon in einer Email vor ein paar Wochen angedeutet, dass es mit Rivva nicht mehr weitergehen wird. Und ich kann dies, wenn auch mit einem weinenden Auge, absolut nachvollziehen. Ein solches Projekt verlangt viel Zeit und Engagement. Und wenn es sich dann nicht rechnet, muss irgendwann der Stecker gezogen werden. Aber es wurde aus meiner Sicht auch kein ernsthafter Versuch unternommen dieses Projekt auch wirtschaftlich auf gesunde Füße zu stellen. War es nicht immer ein Testfeld für dich, Frank?

Zu kämpfen hatte das Projekt auch damit, dass die deutschen Blogs anders funktionierenden wie die englischsprachige Bloglandschaft. Es wird immer weniger verlinkt hierzulande, jeder dümpelt in seiner Ecke und schottet sich ab. Das macht es einem System wie Rivva nicht leichter Strömungen und Verknüpfungen aufzuzeigen.

Aber Rivva hätte, vor allem auch wirtschaftlich, durchaus funktionieren können. Und kann es noch immer. Doch dafür müsste ein Konzept und ein Vertrieb her. Die Software es sicherlich super spannend für Verlage und Unternehmen, die auf ihrer Webseite abbilden wollen, was auf Partner-Seiten oder auf Seiten mit gleicher Fokussierung passiert. Eine Whitelabel-Lösung also. Die Technik ist ja mittlerweile so weit entwickelt und getestet worden, dass man damit guten Gewissens auf den Markt gehen kann als funktionierende Software-Lösung, die gerade in der heutigen Zeit super spannend ist. Immer mehr Macher haben begriffen, dass das Aggregieren von Fremdinhalten durchaus Sinn macht und man das eigene Projekt damit bereichern kann. Fremdartikel sind nicht mehr die "Bösen von nebenan". Auch diese können spannende Themen aufwerfen und guten Content liefern. Rivva könnte hier als Schnittstelle fungieren.

Aber ja - das wäre ein Geschäftsmodell, in das wiederum viel Zeit und Engagement gesteckt werden müsste.

Ich hoffe jedenfalls, dass Rivva noch lange im Netz bleibt, so wie es jetzt ist. Es funktioniert, es ist gut, es macht Spaß, es macht Sinn. Danke Frank für dieses wunderbare Produkt!

Siehe hierzu auch die Artikel auf Netzwertig.com, Spreeblick und andere.

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