SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

28Mai/09Off

Online-Collaboration, Open Innovation & Crowdsourcing

Autor des Artikels: Matias Roskos

Online-Collaboration, Open Innovation und Crowdsourcing gewinnen aktuell immer mehr an Bedeutung. Auf der gerade zu Ende gegangenen Webinale erfuhr ich, dass eine große deutsche Internet-Company in München gerade eine interne Plattform zur Ideengenerierung vorbereitet, in der es darum gehen soll neue Ideen für das Wachstum der Company zu entwickeln, sowie neue Geschäfts- und Marketing-Ideen zu finden.

Ich selbst arbeite seit zwei Monaten intensiv an Planungen für ein gewaltiges Crowdsourcing-Projekt mit, hinter dem wiederum ein Startup steckt, das extrem solide aufgestellt und sehr ambitioniert ist. Ich bin dabei für die Incentivierungsstrategien und den Communityaufbau zuständig. (Mehr darf leider zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten werden.)

Tchibo ideas ist bekanntlich nun schon seit fast einem Jahr sehr erfolgreich mit seiner Ideenplattform in Deutschland am Start und nimmt schon so eine Art Leuchtturm-Status hierzulande ein. Wiederum auf der Webinale erfuhr ich, dass man bei Adidas eine interne Crowdsourcing-Plattform implementiert hat, um neue Ideen zu generieren. Noch traut man sich damit allerdings nicht hinaus in die Welt des Web 2.0. Die Angst vor der großen Masse da draußen ist (noch) zu groß. Ein solcher Schritt würde allerdings bei einer solch starken und beliebten Marke wie Adidas auf jeden Fall Sinn machen! Aber gerade auch die eigenen Mitarbeiter haben oft verdammt gute Ideen, kommen aber damit oft nicht vorbei am mittleren Management. Das kenne ich aus etlichen Kundengesprächen. Betreut wird dieses Projekt von Itonics aus Fürth. Gut das große Brands wie Adidas diese Wege ausloten und wie auf der Webinale zu hören war, durchaus erfolgreich.

Auch bei Burda wird man immer aktiver im Bereich Online-Collaboration und Open Innovation. Auf Meedia.de ist nachzulesen, dass ein Media Innovation Lab (I-Lab) eingerichtet wird und "zum zentralen Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Optimierung der internetbasierten Verlags-Medienangebote werden" soll.

In der neuen Konzern-Tochter sollen alle Kapazitäten für Konzeption digitaler Medien, für Technologie, Design und Development konzentriert werden. Heißt: Das I-Lab übernimmt die Koordination über alle digitalen Medienangebote des Verlages. "Als Enabler entwickelt es eigene digitale Geschäftsmodelle, optimiert in erster Line aber die Performance und damit die Vermarktbarkeit der Sites der Verlage", heißt es in einer Verlags-Mitteilung. "Ein erster Schritt zum Ausbau der eher inhaltlich getriebenen Medienangebote war die Übernahme von Lycos IQ, das in die Verantwortung des I-Labs übergeht und weiterentwickelt wird."

Das Konzept eines hauseigenen Internet-Think Tanks ist jedoch nicht neu in München. Die Verlags-Tochter Chip betreibt seit rund einem Jahr mit dem Web-Lab ein ganz ähnliches Projekt, um in kleinen und höchst kreativen Gruppen neue Ideen zu entwickeln und schnell umsetzten. „Wir haben eine Art Start-up-Atmosphäre geschaffen“, erklärte Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak gegenüber MEEDIA. Bekanntestes Projekt von Chips Web-Lab ist das Bestenlisten-Portal Zehn.de.

Nicht ganz deutlich ist, ob das I-Lab von Burda eine interne Online-Collaboration-Plattform darstellt oder "nur" ein Team, welches Strategien bündelt und vorgibt. Aber es klingt fast nach einem Kollaborationsmodell welches helfen soll Prozesse zu optimieren und gemeinsame Strategien über die einzelnen Verlagsprojekte hinweg zu koordinieren und strategisch aufeinander abzustimmen.

Immer mehr finden, auch große Unternehmen, haben die Bereiche Online-Collaboration, Open Innovation & Crowdsourcing fest auf dem Monitor. Und das ist gut so. Gerade das Internet ermöglicht es echte Mehrwerte zu generieren. Man schafft es zum einen neue Kommunikationskanäle zu öffnen, die es so vorher nicht gab. Man muss "nur" bereit und fähig sein zuzuhören. Dann kann enorm viel daraus lernen und nutzen. Die Masse da draußen ist nicht so dumm, wie einige behaupten mögen. Und vor allem sind das genau die Menschen, die Schuhe kaufen, Fernsehen schauen, Zeitungen lesen (online oder offline), ins Kaufhaus shoppen gehen, online nach günstigen Angeboten suchen, verreisen wollen, gern Schokolade essen, sich an gut designten Möbeln erfreuen, neues intelligentes Spielzeug für ihre Kinder suchen und und und... Jeder der offensiv und mutig den Schritt hin zu diesen Menschen geht, ist auf dem richtigen Weg. Und man sollte es tun, bevor es die Konkurrenz tut. Oder: zumindest besser und strukturierter.

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!

Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

veröffentlicht unter: Allgemeines Kommentare
Kommentare (0) Trackbacks (0)

Die Kommentarfunktion ist hier derzeit deaktiviert.

Trackbacks are disabled.