Archiv für Mai, 2009

The Google Wave is coming

Da ist er endlich, der große Wurf, auf den ich schon so lange gewartet habe. Google Wave ist DER Schritt in die Zukunft und ist aus meiner Sicht eine neue Evolutionsstufe in der Entwicklung des Internets. Google Wave setzt konsequent auf den Entwicklungen und dem Erfolg von Twitter und Facebook auf. Live-Kommunikation wie es sie in dieser Komplexität bisher nicht gibt. Eigentlich hätte man ein solches Projekt von Facebook erwarten können. Doch Google scheint schneller zu sein. Hier die Details die deutlich machen, warum ich glaube, dass Google Wave ein Meilenstein in der Entwicklung des Internets werden könnte:

Google Wave is a real-time communication platform. It combines aspects of email, instant messaging, wikis, web chat, social networking, and project management to build one elegant, in-browser communication client. You can bring a group of friends or business partners together to discuss how your day has been or share files.

Google Wave has a lot of innovative features, but here are just a few:

  • Real-time: In most instances, you can see what someone else is typing, character-by-character.
  • Embeddability: Waves can be embedded on any blog or website.
  • Applications and Extensions: Just like a Facebook (Facebook reviews) application or an iGoogle gadget, developers can build their own apps within waves. They can be anything from bots to complex real-time games.
  • Wiki functionality: Anything written within a Google Wave can be edited by anyone else, because all conversations within the platform are shared. Thus, you can correct information, append information, or add your own commentary within a developing conversation.
  • Open source: The Google Wave code will be open source, to foster innovation and adoption amongst developers.
  • Playback: You can playback any part of the wave to see what was said.
  • Natural language: Google Wave can autocorrect your spelling, even going as far as knowing the difference between similar words, like “been” and “bean.” It can also auto-translate on-the-fly.
  • Drag-and-drop file sharing: No attachments; just drag your file and drop it inside Google Wave and everyone will have access.

Live-Kommunikation; Wiki-Funktionen und damit perfekt geeignet für kollaborative Projekte vor allem im Bereich Crowdsourcing; Opensource, so dass es schnell ein neues Ökosystem um Google Wave herum geben wird inklusive Apps fürs iPhone und für Facebook; Filesharing und und und.

Mehr dazu gibt es auf Mashable. Der ein oder andere wird befürchten, dass es für die Nutzer da draußen zu unübersichtlich, zu mächtig ist. Über solche Äußerungen, die unter anderem auch immer wieder von den StudiVZ-Machern kommen, kann ich nur müde schmunzeln. Für wie blöd hält man den Nutzer da draußen eigentlich? Die Usability muss stimmen. Gar keine Frage. Die Seite muss übersichtlich sein und selbst erklärend. Das bedeutet aber nicht, dass man auf alle Tools verzichten muss. Man muss nur ein gutes Userinterface bauen.

Schade nur, dass Google Wave erst in ein paar Monaten seinen Rollout haben wird.

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Erstellt am Freitag 29. Mai 2009
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Crowdsourcing für Hillary Clinton

Gerade bin ich über folgende Crowdsourcing-Aktion gestolpert:

How do you read 11,000+ pages of a First Lady’s schedules? Ask 11,000 friends to help! Today on the Brian Lehrer Show, that’s exactly what we’re going to do.

Hillary Clinton just released her schedules from her First Lady days, and we’re going to ask listeners to pick the week of their birthday in any year of the schedules and look for things that are interesting or surprising … and post the findings on a Brian Lehrer web page.

As WNYC reporter Andrea Bernstein pores through the pages, she’ll also keep an eye on the web postings for gems listeners find. Let’s see what this “professional-public” collaborative journalism project (or “pro-am” in journo jargon) can discover.

Ja – genau so macht Crowdsourcing extrem Sinn! Mehrwerte schaffen durch die “Crowd”. Mit Sinn, mit Spaß. Genial.

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Erstellt am Freitag 29. Mai 2009
Unter: Crowdsourcing | Keine Kommentare »

Bild.de kürt Crowdsourcing-Sieger

Es gibt Augenblicke, da werde selbst ich sprachlos. Gerad eben war wieder so einer. Als ich das hier sah. Das ist der Sieger im Segment Video bei einem von Bild ausgerufenen Crowdsourcing-Contest.

Ich mein: es ist ja toll, wenn jetzt auch Bild die Möglichkeiten von Crowdsourcing entdeckt. Die da sind:

  • Neue frische Ideen und kreativer Input von Menschen, die man sonst wohl nie erreicht hätte wenn man Werbung machen lassen möchte.
  • Viralmarketing vom Feinsten schon mit dem Start der Aktion, bevor überhaupt ein Sieger fest steht. Bindung und Entertainment der Fans und potentieller Leaduser. Spaß spielt beim Crowdsourcing oft eine elementare Rolle.
  • SEO – nur darüber redet nie jemand (außer mir). Aber Google liebt nunmal sich ständig aktualisierende Contest-Seiten.

Mich wundert nur, dass ein 12jähriger gewinnen darf! Eigenartige Teilnahmebedingungen. Aber gut; ich gehe davon aus, dass die Eltern die Einsendung eingereicht haben. Und was den Inhalt anbelangt… Nun gut, es passt perfekt zu Bild.

Auf Meedia kann man dazu noch nachlesen:

„Bild ist führend in der Zusammenarbeit mit den Lesern“, so der New Yorker Professor Jeff Jarvis in seiner Videobotschaft. Nach der erfolgreichen Etablierung der 1414-Leserreporter sei „Bild Dir Deine Werbung“ die konsequente Fortführung des User Generated Content-Ansatzes, so Jarvis. „Wir waren überwältigt davon, wie viele Menschen sich so intensiv und begeistert mit ‘Bild’ auseinandergesetzt haben“, so Kai Diekmann, “das Ziel der Aktion war es, zu sehen, mit wieviel Hingabe die Leser sich mit der Marke beschäftigen.” Diekmann beeindruckte auch der Hamburger Sieger (”Er war mein persönlicher Favorit”), der “unverkopft und unverbildet” an die Sache herangegangen sei. Jung von Matt entwickele nun eine “Bild”-Kampagne, die auf die Leseraktion Bezug nimmt.

Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist, dass auch so richtig Geld ausgeschüttet wurde. Man hat also nicht einfach nur Ideen abgegriffen und die Leute mit einem “Dankeschön” abgespeist, wie es immer wieder von anderen leider leider getan wird. Man hat die Sieger gut incentiviert. Super, Bild! Diese Prämien können sich sehen lassen. So sollte es sein.

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Erstellt am Freitag 29. Mai 2009
Unter: Crowdsourcing | Keine Kommentare »

Online-Collaboration, Open Innovation & Crowdsourcing

Online-Collaboration, Open Innovation und Crowdsourcing gewinnen aktuell immer mehr an Bedeutung. Auf der gerade zu Ende gegangenen Webinale erfuhr ich, dass eine große deutsche Internet-Company in München gerade eine interne Plattform zur Ideengenerierung vorbereitet, in der es darum gehen soll neue Ideen für das Wachstum der Company zu entwickeln, sowie neue Geschäfts- und Marketing-Ideen zu finden.

Ich selbst arbeite seit zwei Monaten intensiv an Planungen für ein gewaltiges Crowdsourcing-Projekt mit, hinter dem wiederum ein Startup steckt, das extrem solide aufgestellt und sehr ambitioniert ist. Ich bin dabei für die Incentivierungsstrategien und den Communityaufbau zuständig. (Mehr darf leider zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten werden.)

Tchibo ideas ist bekanntlich nun schon seit fast einem Jahr sehr erfolgreich mit seiner Ideenplattform in Deutschland am Start und nimmt schon so eine Art Leuchtturm-Status hierzulande ein. Wiederum auf der Webinale erfuhr ich, dass man bei Adidas eine interne Crowdsourcing-Plattform implementiert hat, um neue Ideen zu generieren. Noch traut man sich damit allerdings nicht hinaus in die Welt des Web 2.0. Die Angst vor der großen Masse da draußen ist (noch) zu groß. Ein solcher Schritt würde allerdings bei einer solch starken und beliebten Marke wie Adidas auf jeden Fall Sinn machen! Aber gerade auch die eigenen Mitarbeiter haben oft verdammt gute Ideen, kommen aber damit oft nicht vorbei am mittleren Management. Das kenne ich aus etlichen Kundengesprächen. Betreut wird dieses Projekt von Itonics aus Fürth. Gut das große Brands wie Adidas diese Wege ausloten und wie auf der Webinale zu hören war, durchaus erfolgreich.

Auch bei Burda wird man immer aktiver im Bereich Online-Collaboration und Open Innovation. Auf Meedia.de ist nachzulesen, dass ein Media Innovation Lab (I-Lab) eingerichtet wird und “zum zentralen Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Optimierung der internetbasierten Verlags-Medienangebote werden” soll.

In der neuen Konzern-Tochter sollen alle Kapazitäten für Konzeption digitaler Medien, für Technologie, Design und Development konzentriert werden. Heißt: Das I-Lab übernimmt die Koordination über alle digitalen Medienangebote des Verlages. “Als Enabler entwickelt es eigene digitale Geschäftsmodelle, optimiert in erster Line aber die Performance und damit die Vermarktbarkeit der Sites der Verlage”, heißt es in einer Verlags-Mitteilung. “Ein erster Schritt zum Ausbau der eher inhaltlich getriebenen Medienangebote war die Übernahme von Lycos IQ, das in die Verantwortung des I-Labs übergeht und weiterentwickelt wird.”

Das Konzept eines hauseigenen Internet-Think Tanks ist jedoch nicht neu in München. Die Verlags-Tochter Chip betreibt seit rund einem Jahr mit dem Web-Lab ein ganz ähnliches Projekt, um in kleinen und höchst kreativen Gruppen neue Ideen zu entwickeln und schnell umsetzten. „Wir haben eine Art Start-up-Atmosphäre geschaffen“, erklärte Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak gegenüber MEEDIA. Bekanntestes Projekt von Chips Web-Lab ist das Bestenlisten-Portal Zehn.de.

Nicht ganz deutlich ist, ob das I-Lab von Burda eine interne Online-Collaboration-Plattform darstellt oder “nur” ein Team, welches Strategien bündelt und vorgibt. Aber es klingt fast nach einem Kollaborationsmodell welches helfen soll Prozesse zu optimieren und gemeinsame Strategien über die einzelnen Verlagsprojekte hinweg zu koordinieren und strategisch aufeinander abzustimmen.

Immer mehr finden, auch große Unternehmen, haben die Bereiche Online-Collaboration, Open Innovation & Crowdsourcing fest auf dem Monitor. Und das ist gut so. Gerade das Internet ermöglicht es echte Mehrwerte zu generieren. Man schafft es zum einen neue Kommunikationskanäle zu öffnen, die es so vorher nicht gab. Man muss “nur” bereit und fähig sein zuzuhören. Dann kann enorm viel daraus lernen und nutzen. Die Masse da draußen ist nicht so dumm, wie einige behaupten mögen. Und vor allem sind das genau die Menschen, die Schuhe kaufen, Fernsehen schauen, Zeitungen lesen (online oder offline), ins Kaufhaus shoppen gehen, online nach günstigen Angeboten suchen, verreisen wollen, gern Schokolade essen, sich an gut designten Möbeln erfreuen, neues intelligentes Spielzeug für ihre Kinder suchen und und und… Jeder der offensiv und mutig den Schritt hin zu diesen Menschen geht, ist auf dem richtigen Weg. Und man sollte es tun, bevor es die Konkurrenz tut. Oder: zumindest besser und strukturierter.

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Erstellt am Donnerstag 28. Mai 2009
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Ich und die Band

Ein guter Geschäftsfreund, den ich sehr schätze, sagte neulich zu mir an einem gemütlichen Abend: “Weißt du Matias. Du bist wie ein guter Bassist ohne Band. Songs schreiben kannst du auch super. Du bist der ideale Studiomusiker. Professionell, zuverlässig und ein Teamplayer dazu. Aber was dir fehlt ist ne sexy Leadsängerin. Und noch ein guter Drummer. Dann haste ne Band, die so richtig abrocken und die Welt erobern könnte.” Er bezog das nicht auf meine nicht vorhandenen musikalischen Qualitäten, sondern auf das Tätigkeitsfeld, in dem ich mich bewege. Crowdsourcing, Web 2.0 und Social Networks.

Hmm. Da ist vielleicht sogar irgendwie was dran. Aber wo und wie findet man die passende, sexy Leadsängerin und den Drummer, der die gleiche Wellenlänge hat? Und wer garantiert einem, dass die Band dann auch so richtig abrockt? Niemand. Ich werde weiter suchen. Vielleicht noch intensiver als bisher. Da muss ich wohl zustimmen. Weil: Spaß machen würd es schon in einer richtig guten Band zu spielen.

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Erstellt am Dienstag 19. Mai 2009
Unter: Allgemeines | 6 Kommentare »

Facebook-Channel: so funktionierts

Neulich hatte ich über abonnierbare Channels auf Facebook & Co. geschrieben. Einige befreundete Experten meinten dann: “Gibts doch schon.” und: “Kann man sich doch selbst einrichten.” Naja. Ganz so einfach ist es nicht. Und vor allem nicht für Otto-Normalsurfer einfach zu realisieren. Und so weit ich weiß, gibt es auch keine Chance “Sonder-Channel” solo zu abonnieren.

Vergangenen Samstag war Grandprix-Zeit. Es gab im Fernsehen den Eurovision Song Contest. Es soll hier nicht über die Qualität des Events gesprochen werden, sondern darüber, wie so ein separater Channel aussehen und funktionieren kann. Ich hatte beschlossen auf Facebook live meine Kommentare zu den Darbietungen zu posten. Zwei andere Facebookfreunde taten das Gleiche. Aus Spaß. Es war lustig und hat Laune gemacht. Aber ich bekam von drei verschiedenen Freunden auch Reaktion darauf. Einer schrieb mir heute morgen per Email:

übrigens: danke von v. und mir für deine unterhaltsame song contest moderation. wir waren football schauen und haben uns nebenbei köstlich amüsiert. in der nacht haben wir den SC dann angesehen und wussten schon bei einblendung der länder was gleich passieren wird. war echt köstlich!!

Ein anderer kommentierte direkt auf Facebook:

Echt: das hier ist besser als TV! ;)

Außerdem schrieb er in seinem Profil:

keinen Fernseher und amüsiert sich köstlich über Silke Berz und Matias Roskos und deren Berichterstattung vom ESC! Hey – ihr solltet nächstes Jahr das Teil moderieren!

Dankeschön. Das freut mich doch, dass ich einige Leute unterhalten konnte.

Zurück zu den von mir angesprochenen extra Channels. Auf Facebook musste eigentlich jeder meiner Freunde lesen, was ich da im Minutentakt raushaute. Auch nicht so angenehm für den ein oder anderen. Genau hier wär es doch sinnvoll, wenn ich einen speziellen Channel einrichten könnte, wo die Leute nur meine Kommentare zu diesem speziellen Event mitlesen könnten. Nur die, die wollen. Genau DAS meine ich mit abonnierbaren Live-Channels auf Facebook und Co. Und: nein – das gibt es noch nicht?! Warum nicht?

Man komme mir jetzt bitte nicht mit Twitter. Da geht so viel durcheinander, dass es oft schon weh tut und man den Überblick verliert. Too much. Zu viel Mainstream. Filtermethoden und Filtermöglichkeiten müssen her. Und sie werden kommen.

So sah es bei mir auf Facebook aus:

Facebook

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Erstellt am Montag 18. Mai 2009
Unter: PR und Social Networks | 2 Kommentare »

T-Mobile schon wieder down

So macht das iPhone keinen Spaß. Seit heute morgen ist es nicht möglich deutschlandweit online zu kommen über T-Mobile. Dieses Mal ist der Gau nicht ganz so groß wie neulich, als gar nix mehr ging. Denn Telefon funktioniert noch. Aber viele viele Nutzer, so wie ich, werden sich wieder ärgern viel Geld für einen Service zu bezahlen, der im entscheidenden Moment nicht funktioniert.

Ich bin gerade in Stuttgart und wollte mir mit Hilfe so wunderbarer Apps fürs iPhone wie WikiMe und Quickpedia – Danke Valentin für den super Tipp! – die Innenstadt anschauen und mir erzählen lassen, was wo ist und die Historie dazu. Um 11 Uhr geht mein Zug zurück Richtung Berlin. Aus der Stadtführung mit Hilfe von Wikipedia und iPhone wurde nix. Danke, T-Mobile.

Auch Bilder hochladen auf mein Facebook-Profil und zu Flickr, gemacht mit dem iPhone, geht nun erstmal nicht. Und später werde ich dazu wohl kaum noch Lust haben.

Das iPhone kann echt Spaß machen. Aber die Betonung muss in solchen Augenblicken leider auf dem “kann” liegen. Denn im Moment ist es eher Frust! Auf der T-Mobile-Seite ist dazu leider auf den ersten Blick auch nix zu finden. Und findet man einen T-Mobile-hotspot, muss man sich den Zugangscode per SMS zuschicken lassen. Der hat ungefähr 20 Zeichen… Und wie soll ich den im Browser eingeben? Ich brauche Zettel und Stift um ihn mir zu notieren und dann per Hand wieder eingeben zu können. Selten einen solchen Schwachsinn erlebt. Find ich traurig, dass die T-Mobile-Technik da nicht schon weiter ist. Automatische Erkennung, dass ich Kunde bin und Freischaltung mit einem Knopfdruck. So sollte es sein. Meinetwegen auch über eine extra App, die ich mir einmalig downloaden muss. Aber so wie jetzt, ist es eine Farce. Zettel und Stift… Man man man T-Mobile.

Und ich hab gestern in der Präsentation vor den französischen Handelsräten noch aktiv mit dem iPhone gearbeitet… Bitte schnell massiv nachbessern, Leute! So macht T-Mobile echt keinen Spaß. Und ich zahl für solchen Frust nicht wenig Geld.

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Erstellt am Samstag 16. Mai 2009
Unter: Allgemeines | Keine Kommentare »

Gebt uns Livestream-Channel zum Abonnieren

Livestreams können ziemlich nervig sein. Paula hat gerade ihr zweihundertfünzigstes Twitterbild hochgeladen. Brigitte versteht nicht, was sie da online bestellt hat und da nun im Paket vor ihr liegt. Johnny postet am Tag 27 mal wie lecker die Pizza seiner Freundin war und Karl-Johann steht zum 12. Mal im Stau heute. Was soll man dagegen tun? Die Leute verbannen aus seinem Livestream? Das wäre eine Möglichkeit. Aber das will man meist nicht. Man möchte wissen was Kumpel Johnny sonst so treibt und wo Projektmanager Karl-Johann gerade ist. Zwischen all diesem Datenmüll – mir gruselt vor diesen “Welcher Star Wars Charakter bist du?” oder “Welches Obst bist du?” Umfragen auf Facebook – verschwinden dann spannende Hinweise auf gute Blogposts, interessante Links oder Eventhinweise, die mich wirklich interessieren.

Hier liegen ganz klar Schwächen bei Twitter, Friendfeed & Co. Abhilfe würden Filter schaffen, die man setzen kann. Eine individuelle Anpassung des Livestreams. Zum Teil ist es ja schon möglich, so u.a. bei Facebook, wo ich bestimmte Applikationen in meinem Livestream ausschließen kann. Was aber aus meiner Sicht noch viel spannender für die Zukunft wäre, sind: Livestream-Channel! Channel zu bestimmten Themen, Events, Marketing-Aktionen, Brands. Die jeder abonnieren und auch wieder abbestellen kann. Die ich mir hervorgehoben in meinem Livestream anzeigen lassen kann. Denen ich selbst in meinem Profil eine höhere Wertigkeit geben kann. Die zeitlich begrenzt sind und ich daher weiß, dass die Informationsflut nur auf “mein Event” bezogen bleibt und nach dem Event wieder endet. Und die ich als Widget wiederum in mein Blog oder meinen MySpace-Account einbinden kann.

Ein Beispiel: Ich bin zu einer Konferenz eingeladen, wo ich als Speaker auftrete. Ich würde im Vorfeld gern erfahren, wer noch hinfährt und was es rund um die Konferenz zu berichten gibt. Andere Speaker, Themen, Abendveranstaltung, Änderungen der Orga. Der Veranstalter richtet dafür einen extra Channel ein, der getrennt ist von seinem normalen Account. Egal ob Twitter, Friendfeed oder Facebook. Diesen Konferenz-Channel kann ich nun abonnieren und werde so ausschließlich mit Informationen versorgt, die nur etwas mit dieser Konferenz zu tun haben. Ich kann das Abo jederzeit stornieren. Nach Ende der Veranstaltung endet es automatisch. Ich werde nicht mit Datenmüll belästigt.

Interessant wäre dies auch für Marketingzwecke. Denn ich bin hier noch viel gezielter an Menschen dran, die sich speziell für dieses Event interessieren. Ich kann durchaus auch Werbung in diesen Channel mit einbauen. Die meisten würde die Werbung nicht stören, so lange sie den Channel nicht dominiert. Werbung unter Blogposts im RSS-Feed stören auch niemanden. Mich zumindest ganz und gar nicht.

Spannend wird es, wenn man hier zum Beispiel an Musikfestivals denkt. Über einen solchen Channel kann ich die potentiellen Besucher darüber informieren, welche Bands zugesagt haben und wann sie auftreten werden. Ich als Fan werde so automatisch mit den neuesten Infos versorgt und kann dann irgendwann sagen: “Cool – die treten definitiv auf. Dann hol ich mir jetzt mein Ticket.”

Oder es soll ein neues Produkt einer bekannten Marke eingeführt werden. Im Vorfeld kann ich die Fans häppchenweise über einen speziellen Channel mit Infos anfüttern und neugierig machen. Diese können diese Infos dann wiederum mit anderen Teilen. Ein wunderbares Instrument für Viralmarketing also.

Klar – das alles ginge auch über einen Newsletter oder einen Emailverteiler. Aber wer will sowas heutzutage noch bekommen. Vor allem, wenn es über einen Zeitraum von vier Wochen fast täglich eine News gibt. Das geht nur über einen Livefeed. Und ich als Abonnent fühle mich nicht belästigt. Denn ich kann das Abo jederzeit beenden oder es auf “taub” schalten und mir erst alle News anzeigen lassen, wann ich das möchte.

Wann werden wir die ersten Channel sehen? Ich denke und hoffe: recht bald.

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Erstellt am Dienstag 12. Mai 2009
Unter: PR und Social Networks | 1 Kommentar »

Crowdsourcing bei Blizzard

Auch die Spieleindustrie entdeckt Crowdsourcing für sich. Eigentlich setzt man schon seit Jahrzehnten auf Crowdsourcing. Dutzende von Spieletestern sitzen in den Büros und testen Versionen der Games. So werden Fehler gefunden, aber auch herausgekitzelt, was besonders Spaß macht. Die (bezahlten) Tester sind die Crowd, die dafür sorgt, das es möglichst keine Bugs mehr gibt und die große Teile der Richtung vorgibt, damit das Game ein Erfolg wird.

Dass man auch marketingtechnisch mit Crowdsourcing einiges machen kann – das predige ich jedem meiner Vorträge – entdeckt nun wohl auch Blizzard Entertainment, der weltweit zur Zeit wohl bedeutendste Spielehersteller. Denn aus dem Hause Blizzard kommt “World of Warcraft”.

Bei Blizzard gibt es einen Vergnügungspark-Contest:

Steigt ein, und nehmt teil an einer Fahrt in Onyxias Rache — einer wilden und welpengefüllten Achterbahn quer durch die Tiefen des schändlichen Drachensumpfes! Begebt Euch zum Koprulu Imbissstand und schnappt euch einen Zerg-Burger — danach werft euren Umhang der Horadrim über und lasst euch im Flammenfluss von Diablos Feuerregen behageln.

Welche Nervenkitzel würdet ihr im Blizzard Entertainment Vergnügungspark eurer Phantasie gern durchleben? Dies ist eure Chance, es uns zu zeigen.

Wir fordern euch auf, einen Entwurf eures eigenen Blizzard Entertainment Vergnügungsparks zu skizzieren, mit allem was dazugehört: Achterbahnen, Wildwasserbahnen, Darbietungen, Einkaufsmeilen, Imbissständen, Gaming-Bereichen, Maskottchen und all den fantastischen Attraktionen, die euch sonst noch einfallen.

Schickt euren originellen Park-Entwurf bis zum 30. März ein, und wir wählen unsere Favoriten basierend auf Design, künstlerischer Arbeit (inklusive des benutzten Mediums und der Gestaltung) sowie inwieweit euer Park die Welt und den Geist der Blizzard Entertainment Spiele einfängt.

Ihr habt die Möglichkeit, grafische Darstellungen in Form einer Übersichtskarte eures Parkes oder auch eines überarbeiteten Screenshots aus einem Spiel einzusenden. Ihr könnt erschaffen, was immer euch vorschwebt — die einzige Grenze ist eure Vorstellungskraft. Die Einsendungen der Gewinner werden auf den Blizzard Entertainment Webseiten weltweit und zusätzlich auf der BlizzCon 2009 in Anaheim, Kalifornien am 21. und 22. August, zur Schau gestellt.

An sich eine witzige Sache. Aber die Seite wirkt nicht gerade unterhaltend. So sollte man einen Contest nicht aufziehen. Das ist “No Fun”. Warum kann man nix sehen? Wo sind die Einsendungen? Wo ein Voting? 30. März war Einsendeschluss – da muss es doch was zu sehen geben?! Eigenartig. Schade um eine gute Idee. So was sollte man nicht so stiefmütterlich dahindümpeln lassen. Lasst Profis da ran! Und verknüpft so etwas natürlich gut mit der Community und den Fans. Und davon gibt es was Blizzard angeht wahrhaftig genug.

Bitte mehr davon! Aber besser und enthusiastischer aufgezogen. Ich wär sofort dabei.

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Erstellt am Dienstag 12. Mai 2009
Unter: Crowdsourcing | 2 Kommentare »

Kreative beim Crowdsourcing

Gerade ist eine VOdA-Crowdsourcing-Aktion zu Ende gegangen. Für Tchibo ideas sollten Eintrittskarten für das Event des Jahres designt werden. Unsere Community war aufgerufen Ideen einzureichen. Insgesamt 41 Kreative machten mit und sandten 92 Entwürfe ein.

Gewonnen hat letztendlich diese Eintrittskarte:
Karte sucht Design

Immer mal wieder wird die Frage gestellt: “Warum machen gute Kreative bei so etwas überhaupt mit?!” Darauf gibt es ein Paket von Antworten.

    1. Aus Spaß!
    2. Weil sie den Machern der Aktion vertrauen.
    3. Weil die Prämien locken.
    4. Weil eine Beziehung zum Betreiber besteht, die auf langjährigem Kontakt fusst. Also: Credibility.
    5. Weil man sich und sein Können präsentieren kann. Und so künftigen Auftraggebern indirekt anbieten kann.
    6. Präsenz zeigen im Netz. SEO.
    7. Folgeaufträge.

Alles nicht die schlechtesten Gründe oder? Viele Kreative erkennen diese. Andere wiederum erkennen sie nicht oder halten sie für abwegig. Und es ist natürlich ihr gutes Recht dann auch nicht mitzumachen. Man kann niemanden zwingen.

Ganz wichtig halte ich für den Erfolg von gutem Crowdsourcing den Punkt Credibility. Gerade Kreative sind da super sensibel. Da ist es enorm wichtig, dass eine Vertrauensbasis da ist. Und die schafft man durch jahreslange Arbeiten in dem Gebiet. Mir hilft da, dass ich seit 2001 ein Portal für Kreative betreibe und seitdem viele Talente entdeckt und mit gefördert habe. Auch das VisualBlog ist da ein extrem wichtiger Baustein. Kreative merken sehr schnell, ob man ihre Sachen tatsächlich mag oder ob man ihnen nur Honig ums Maul schmiert. Hier mal ein paar Zitate von Kreativen, die beim oben genannten Contest mitgemacht haben. Viel Spaß beim Lesen. Mir haben sie unglaublich gut getan. So macht der Job riesen Spaß.

H.M.:

Toller Wettbewerb hat richtig Spaß gemacht da mitzumachen! :)

M.B.

Dankeschön! Freut mich sehr daß ich noch ins Finale gerutscht bin!
Hat mir Spaß gemacht mal wieder etwas recht frei zu gestalten und mal eben keine “Mainstreamtypo” zu wählen.
Euer Briefing war echt Top – sowas erhält man in der Realität nicht von jedem Kunden.

J.H.

Gestaltung der Karten hat tatsächlich Spaß gemacht. Und ich muss sagen, ich war auch begeistert von vielen der anderen Entwürfe. Beim nächsten Contest bin ich sicher wieder dabei.

L.

Das Projekt war wirklich schön und hat Spaß gemacht.

A.J.

Das ist ja nett, daß Du ein persönliches Feedback schickst! :-)
Danke dafür und für’s Daumendrücken.
natürlich freue ich mich, dass es zwei meiner Entwürfe in die Finalrunde geschafft haben, zumal es offensichtlich nicht ganz einfach ist, gegen die Leute anzutreten, die auf der Plattform schon bekannt sind und entsprechend viele Leute mobilisieren können – ohne natürlich dadurch die Leistungen der anderen herabwürdigen zu wollen.
Wie ich auf den Contest aufmerksam geworden bin? Das war eigentlich ein purer Zufall. Ich habe vor einiger Zeit Twitter für mich entdeckt und mir ein paar kreative Leute angeschaut, denen ein Freund von mir “folgt”; einer von denen hatte einen Link zum Contest gepostet. Da ich öfter mal bei sowas mitmache, wenn ich Zeit habe, ist es mir natürlich gleich aufgefallen.
Leider war’s schon recht spät, als ich es gesehen habe, sonst hätte ich mir noch mehr Zeit nehmen und noch mehr Sachen einreichen können.
Auf der Ideas-Plattform habe ich mich schon (wenn auch nur kurz) umgesehen. Scheinen wirklich nette Leute dort unterwegs zu sein.
Ich werde sicher ab und zu mal vorbeischauen und “mitspielen”, wenn etwas für mich dabei ist.

A.K.

Wenn man bei solchen Contests nicht mitmacht, weil man Spaß an der kreativen Arbeit hat, kann man’s gleich lassen, denke ich. Die “persönliche Betreuung” finde ich jedenfalls super. :-)

M.

Hi Matias,
vielen, vielen Dank für die Glückwünsche. Mir hat es wieder viel Spaß gemacht das ganze zu gestalten und vor allem das Voting zu verfolgen. Ich war erstaunt wieviele Leute für mein Design abgestimmt haben. Die Diskussion ist ja auch diesmal wieder kurz aufgekommen was das User-Voting anbelangt, ich denke trotz runter voten der anderen Teilnehmer von Freunden einzelner Designer haben gute Designs immer eine reale Chance auch ohne Unterstützung ins Finale zu kommen. Vor allem weil ihr ja auch noch die Wildcard habt.
Ich bin mit Sicherheit wieder dabei wenn es um den nächsten Contest geht :)
Die Tchibo-Ideas Seite kannte ich schon vor dem Contest und schau mir dort auch immer wieder mal die witzigen Erfindungen an.
Ich freue mich schon auf den nächsten Contest und bin gespannt wie dieser ausgehen wird.

D.T.

Es hat echt Spaß gemacht das Ganze zu gestalten.
Übrigens mal ein Dickes Lob an das Wettbewerbssystem! Die Einbindung eines Blogs ist echt eine gute Idee und hab ich so auch noch nicht erlebt. Auch die hohe Aktualisierungsfrequenz ist bemerkenswert und für einen Gestaltungswettbewerb vorbildlich. Andere lassen einen da oft wochenlang (weit über der deadline) im Dunkeln tappen. Echt klasse gemacht von euch. Da kann sich eine andere doch sehr große Agentur aus Berlin zusammen mit seinen “friends” ne dicke Scheibe von abschneiden. ;)
Tchibo Ideas gefällt mir auch gut und ich glaub dass die anfängliche Skepsis bei vielen gewichen ist.
Viel Erfolg noch weiterhin.

M.F.

vielen Dank für deine Mail. Mir hat es auch richtig Spaß gemacht bei dem Contest mitzumachen, war ne schöne Aktion, wo man sich gut „ausprobieren“ konnte. Vielleicht bin ich beim nächsten Contest wieder dabei :)

CC

Egal, ob nun Gewinner oder nicht, ich habe schon zum zweiten Mal an einem Eurer Contests teilgenommen und mir macht das jedes Mal viel Spass bei Euch. Ich bin rundsätzlich sehr vorsichtig geworden damit, meine wenige Zeit in solche Dinge zu stecken, denn nicht jeder Contest ist auch seriös, nicht mal wenn große Namen dahinter stehen. Diese Erfahrung musste ich leider vor einigen Jahren einmal machen.
Bei Euch habe ich den Eindruck, dass da Ernsthaftigkeit und Begeisterung dahintersteckt und deswegen mache ich so gerne mit, wenn ich Ideen dazu habe. Entsprechend bin ich in Eurem Newsletterverteiler und bekomme also auch regelmäßig Eure Nachrichten. So habe ich von dem aktuellen Contest erfahren.
Diese “Erfinder”-Plattform von Tchibo finde ich auch eine wirklich klasse Idee – auch einer der Gründe, wieso ich mich gerne mit meinen Ideen am Contest beteiligt habe.
Ich freue mich wie gesagt über die Begeisterung, mit der Ihr bei der Sache seid. Macht das weiter so! Es gibt schon einige, jedoch nicht unendlich viele von Eurer Sorte und ich freue mich immer daüber, Leute anzutreffen, die Ihre Arbeit mit derselben Begeisterung angehen, wie ich selber auch.
Mein Gewinn wars schon, wieder bei einem schönen Contest dabei gewesen zu sein. Ich behalt Euch im Auge :-)
Bis spätestens zur nächsten Herausforderung, die mich reizt.

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Erstellt am Sonntag 10. Mai 2009
Unter: Crowdsourcing | Keine Kommentare »