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29Apr/09Off

Wenn kritische Kommentare nicht freigegeben werden

Autor des Artikels: Matias Roskos

Zum Web 2.0 gehören Bewertungsmechanismen und die Möglichkeit von Kommentaren dazu wie die Spree zu Berlin oder die Alster zu Hamburg. Aber was ist, wenn ein Startup in seinem angeschlossenen Blog kritische Kommentare nicht frei gibt? Ist das notwendige Firmenpolitik um Kunden nicht auf Fehler aufmerksam zu machen? Also Eigenschutz? Oder doch eher Dummheit und fehlendes Verständnis der Mechanismen des Web 2.0?

Ich finde es in erster Linie traurig, dass man nicht a) den Mut zu Fehlern zu stehen und b) auch nicht bereit ist auf Kritik einzugehen und sich offen mit dieser auseinander zu setzen. Denn genau dafür ist das Web 2.0 gemacht: für die Kommunikation. Dass die nicht immer angenehm und ausschließlich positiv ist, ist klar. Aber wenn man sich als Startup hinstellt und so tut als wäre man total innovativ, dynamisch und wisse wie man im Web 2.0 agiert, dann ist so etwas eher peinlich.

Ich kann jedem Unternehmen, egal ob Startup oder etablierte Marke nur davon abraten so vorzugehen. Betreibe ich ein Blog, muss ich auch Kritik zulassen. Es gibt tatsächlich Beiträge die gehören in die Mülltonne. Aber mahnende Worte eines Nutzers oder eines externen Fachmannes sollte man nie einfach so löschen. Es hilft der eigenen Marke und den Machern einer Plattform nicht weiter. Denn: Man darf nie aufhören zuzuhören und dazu zu lernen!

Von welchem Startup ich rede? Ich behalte es an dieser Stelle für mich (Screenshots der nicht freigegebenen Kommentare von mir liegen vor). Wer mich kennt, weiß wovon ich rede. Und es geht mir hier auch nicht um dieses Unternehmen an sich, sondern um den Punkt, dass man so nicht agieren darf im Web 2.0. Man hat das neue Internet dann einfach nicht verstanden. Und es ist fraglich, ob man dann auf Dauer eine Chance hat zu überleben. Ich möchte das ernsthaft bezweifeln. Web 2.0 bedeutet Kommunikation auf Augenhöhe. Einbahnstraßen gibt es nicht mehr!

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