SocialNetworkStrategien Social Networks, Crowdsourcing, Communityaufbau, Social Media Marketing

29Apr/090

Wenn kritische Kommentare nicht freigegeben werden

Zum Web 2.0 gehören Bewertungsmechanismen und die Möglichkeit von Kommentaren dazu wie die Spree zu Berlin oder die Alster zu Hamburg. Aber was ist, wenn ein Startup in seinem angeschlossenen Blog kritische Kommentare nicht frei gibt? Ist das notwendige Firmenpolitik um Kunden nicht auf Fehler aufmerksam zu machen? Also Eigenschutz? Oder doch eher Dummheit und fehlendes Verständnis der Mechanismen des Web 2.0?

Ich finde es in erster Linie traurig, dass man nicht a) den Mut zu Fehlern zu stehen und b) auch nicht bereit ist auf Kritik einzugehen und sich offen mit dieser auseinander zu setzen. Denn genau dafür ist das Web 2.0 gemacht: für die Kommunikation. Dass die nicht immer angenehm und ausschließlich positiv ist, ist klar. Aber wenn man sich als Startup hinstellt und so tut als wäre man total innovativ, dynamisch und wisse wie man im Web 2.0 agiert, dann ist so etwas eher peinlich.

Ich kann jedem Unternehmen, egal ob Startup oder etablierte Marke nur davon abraten so vorzugehen. Betreibe ich ein Blog, muss ich auch Kritik zulassen. Es gibt tatsächlich Beiträge die gehören in die Mülltonne. Aber mahnende Worte eines Nutzers oder eines externen Fachmannes sollte man nie einfach so löschen. Es hilft der eigenen Marke und den Machern einer Plattform nicht weiter. Denn: Man darf nie aufhören zuzuhören und dazu zu lernen!

Von welchem Startup ich rede? Ich behalte es an dieser Stelle für mich (Screenshots der nicht freigegebenen Kommentare von mir liegen vor). Wer mich kennt, weiß wovon ich rede. Und es geht mir hier auch nicht um dieses Unternehmen an sich, sondern um den Punkt, dass man so nicht agieren darf im Web 2.0. Man hat das neue Internet dann einfach nicht verstanden. Und es ist fraglich, ob man dann auf Dauer eine Chance hat zu überleben. Ich möchte das ernsthaft bezweifeln. Web 2.0 bedeutet Kommunikation auf Augenhöhe. Einbahnstraßen gibt es nicht mehr!

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29Apr/090

Social Media Marketing

Marketing in Social Networks und auf anderen Web 2.0 Plattformen ist eines DER Diskussionsthemen zur Zeit in der Netz-Welt. Man versucht heraus zu finden, was funktioniert, wie man die Menschen erreicht, wo man sie erreicht, ob man sie erreicht.

Auch ich bewege mich auf diesem Gebiet als Berater und Stratege und kann vielen der Aussagen in diesem Artikel "25 Must Read Social Media Marketing Tips" zustimmen.

Wenn man mich fragt, was aus meiner Sicht im Web 2.0 wichtig ist, dann antworte ich meist:

  • Die Technik ist nur Mittel zum Zweck
  • der Mensch steht im Mittelpunkt
  • Kommunikation ist das Wichtigste - Kommunikation auf Augenhöhe. Von Mensch zu Mensch, aber auch von Marke zu Mensch
  • Es gibt keine Marketing-Einbahnstraßen mehr!
  • Man muss dahin gehen, wo die Menschen bereits sind. Statt zu warten, dass sie zu einem kommen.
  • Unternehmen, Markenbotschafter, Werber müssen lernen zuzuhören. Die potentiellen Kunden und Fans werden ihnen auch zuhören, wenn sie merken, dass auch sie zuhören!
  • Die Menschen dort draußen wollen ernst genommen werden. Und das ist ihr gutes Recht!
  • Das neue Internet ist ein soziales Netz! Dies kann man nutzen. Dies sollte man nutzen.
  • Agieren sie offen, ehrlich und glaubwürdig. Authenzität ist ein ganz wichtiger Baustein für den Erfolg im Web 2.0!

Etliche Unternehmen begreifen so langsam worauf es ankomm. Aber dies in die eigene Firmenpolitik zu implementieren ist oft nicht so einfach.

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21Apr/090

Bag-Race-Video

Ich hatte neulich ja hier ausführlich von unserem Bag-Race in 6 Social Networks berichtet. Hier nun als Nachtrag ein Video mit einigen Bildern aus diesem Taschenrennen.

16Apr/090

Ich liebe Sellaband

Es gibt einige (wenige) Webprojekte, die habe ich so richtig in mein Herz geschlossen. Tchibo ideas gehört ohne Zweifel dazu (auch wenn ich da jetzt etwas befangen bin, da sie seit ein paar Wochen zu meinen Kunden gehören). Ein anderes Projekt, das ich einfach nur genial finde, ist Sellaband.

Ich habe gerade erst wieder ein paar Euro in zwei Bands investiert, denen ich es gönne, dass die 50.000 Dollar zusammen kommen, damit sie ihre CD produzieren können. Das ist Crowdsourcing von einer fairen und sympathischen Seite. Künstler zeigen im Netz was sie drauf haben, die Community sagt "cool" oder "naja, geht so" und investiert in die Bands, an die sie glaubt. Diese wiederum können so den Traum von einer eigenen CD verwirklichen, die dann die sogenannten "Believer" wiederum als Dankeschön für ihr Investment nachhause geschickt bekommen.

Ich habe schon eine CD seit letzten Herbst da, die ich immer wieder super gern höre! Angie Arsenault ist die Künstlerin, der ich mit helfen konnte, dass diese CD entsteht. Und mittlerweile gibt es ihre Songs auch auf iTunes, wie ich gestern gesehen habe. Wunderbare Musik! Ich freue mich im Nachhinein, dass ich seinerzeit so mutig war und einige Euro in diese Künstlerin gesteckt habe.

Ist die CD produziert, bekommen die Believer sie nicht nur zugesandt, sondern wir verdienen langfristig am Verkauf der CDs mit. Eine gute Sache, die mir gefällt und die zeigt, wie man gutes, faires Crowdsourcing aufziehen sollte, damit alle Seiten etwas davon haben. Denn erst dadurch funktioniert ein Konzept auch langfristig!

sellaband

Ach ja - wer mitmachen will. Ich habe vorhin in Ariel und in The Fakes investiert! Ariel steht aktuell bei 17.000 Dollar und The Fakes bei 7.400. Da geht noch was.

9Apr/090

Vorbildlich: Spiegel und Stern sind seit kurzem auf MySpace aktiv

Gebetsmühlenartig sage ich meinen Kunden immer wieder: "Man muss heute dorthin wo die Menschen bereits sind: in die größten Social Networks mit den aktivsten Nutzern." Und das sind Facebook und MySpace. Noch sind die Zugriffszahlen bei StudiVZ und Wer-kennt-wen höher. Aber diese deutschen Netzwerke bieten kaum Möglichkeiten zum sinnvollen Agieren für Brands. Es ist traurig zu sehen, wie ideenlos, uninnovativ und langweilig die deutschen Player aufgestellt sind im Vergleich zu Facebook und MySpace.

Die beiden Riesen der deutschen Zeitschriftenlandschaft haben dies begriffen. Spiegel Online wie auch der Stern sind seit kurzem aktiv auf MySpace (ich bin erst Freund Nummer 563 bei Spiegel Online, bei Stern gar erst Nummer 103) und schaffen so die unbedingt notwendige Schnittstelle hin zu den MySpace-Nutzern, von denen sich viele garantiert nicht zu Spiegel oder Stern verloren hätten. Doch nun ist der Weg deutlich kürzer. Es ist viel einfacher sich die News von Stern oder Spiegel direkt in sein Profil liefern zu lassen. Und darum geht es: es muss für den Nutzer so einfach wie möglich sein. Und er muss automatisiert mit News versorgt werden. Der passive Weg muss gebaut werden, damit der Nutzer aktiv wird. Kompliment übrigens an die deutsche MySpace-Crew in Berlin, die diesen beiden spannenden Kooperationen unter Dach und Fach bringen konnte.

Während Spiegel Online auch auf MySpace erstmal gewohnt seriös mit News aus allen Bereichen versorgen möchte - Was ich persönlich sehr angenehm finde; aber obs zur MySpace-Community passt? - geht Stern einen ganz anderen Weg. Dort gibt es seit dem vergangenen Jahr bereits die Aktion "Stars von morgen". Diese passt ziemlich perfekt zum MySpace-Band-Radar. Auf der MySpace-Seite von Stern heißt es gleich ganz oben:

Hier sind die Wochensieger, die es im März zum "MySpace Featured Artist" gebracht haben, die "Stars von morgen" auf stern.de suchen jetzt daraus die Band des Monats April. Anschauen, anhören und natürlich für euren Favoriten voten. Am Ende des Monats geben wir den April-Sieger bekannt und starten mit dem nächsten Voting! Die Songs, Künstler-Infos und jede Menge mehr Musik gibt es natürlich auch auf stern.de.

Genau so sehen für mich intelligente und spannende Socialnetworkstrategien aus. Der Weg von Spiegel Online ist richtig und konsequent. Der von Stern.de ist noch einen Tick spannender, führt aber ein Stück weit auch vom bisherigen Klientel weg. Keine Ahnung, welches die bessere Variante ist. Aber beide haben verstanden, wohin man heute im Netz gehen muss. Kompliment.

Ich überlege aktuell auch meine Agentur VOdA direkt auf MySpace zu verlagern. Macht doch Sinn, oder?

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6Apr/093

Gute Lokalblogs gesucht

Ein Hallo an alle meine Leser hier. Ich suche aktuell gute, spannende, mit herzblut geschriebene Lokalblogs. Also Blogs, die sich mit ihrer Region, ihrer Stadt, ihrem Stadtteil, ihrem Ort beschäftigen? Wer hat den richtigen Dreh? Wen liest man gern? Der Traffic spielt dabei keine Rolle.

Wer Vorschläge hat: immer her damit! :)

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