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7Jan/09Off

Warum es Sinn macht Basic Thinking zu kaufen, auch ohne Robert Basic

Autor des Artikels: Matias Roskos

Basic Thinking ist das erfolgreichste deutschsprachige Weblog. Basic Thinking ist das Blog von Robert Basic.

Aussage Nummer zwei wird in ein paar Wochen nicht mehr korrekt sein. Und ob dann Aussage zwei auch noch zutreffen wird, wird man sehen. Robert Basic möchte sein Basic Thinking verkaufen. Ein Schritt, der nachvollziehbar ist. Er wird sich neuen Projekten widmen. Viel Erfolg und Spaß damit, Robert!

Worum es mir an dieser Stelle geht: Warum macht es Sinn Basic Thinking zu kaufen, bzw. zu ersteigern? Schaut man sich die Zahlen auf Google Trends for Websites an, sieht man, dass das Blog täglich etwa 7.000 - 8.000 Unique Visitors hat. Davon träumen nicht nur fast alle deutschsprachigen Blogs, sondern auch viele althergebrachte Nachrichtenportale. Kompliment an Robert Basic, für das, was er da ganz allein aufgebaut hat. Solchen täglichen Traffic zu ziehen ist eine absolute Höchstleistung, vor der man nur den Hut ziehen kann.

Aus SEO-Gründen zuschlagen?

Basic Thinking als Projekt macht natürlich für einen käufer erstmal Sinn aus Gründen von SEO (Suchmaschinenoptimierung). Man könnte diese Trafficschleuder nutzen um auf das eigene Projekt zu linken. Das sollte kurzfristig für einen netten Trafficschub und für ein höheres Google-Ranking sorgen. Aber so richtig Sinn macht dies langfristig gedacht nicht. Und es wäre schade, wenn eine Suchmaschinenoptimierungsbutze Basic Thinking verwursten würde.

Mit neuem Redationsteam weiteführen

Aber der Kauf macht auch Sinn, wenn man bereit ist ein schlagkräftiges Redaktionsteam auf die Beine zu stellen und Basic Thinking als spannendes Blogprojekt weiter zu führen. Bessere Startvoraussetzungen kann man sich nicht wünschen.

Blog-Projekte wie Netzwertig oder Verlagsprojekte wie Zoomer und anderewären hier denkbare Übernahmekandidaten. Ich bin mir sicher, bei etlichen Verlagen wird ein Mitsteigern ein heiß diskuttiertes Thema sein in den kommenden Tagen. Und ich kann nur sagen: Ja, es macht Sinn Basic Thinking zu erwerben. Auch ohne Robert Basic.

Erst einmal fehlt die Seele des Ganzen - das ist richtig. Aber man kann etwas draus machen. Mit neuen, guten Leuten die so richtig Lust darauf haben ein Blog weiter zu führen, das seinesgleichen in Deutschland sucht. Aber es muss schnell gehen. Viel Zeit wird ein neues Team nicht haben. Aber es gibt dort draußen viele talentierte und extrem motivierte Schreiber - Blogger wie auch junge Journalisten.

Crowdsourcing für ein neues Basic-Thinking-Redaktionsteam

Macht doch einfach ein Casting für drei freie Redakteursplätze. Jeder kann sich bewerben: mit seinem bisherigen Blog oder mit drei Artikeln, die er schon geschrieben hat. Egal ob Print oder online. Und die Community, die Basic Thinking Fans entscheiden, wer in der Zukunft dort schreiben darf! Crowdsourcing von seiner allerbesten Seite.

Die Mädels und Jungs müssen Charisma haben. Und viel Lust, Weitblick und Humor mitbringen. Es könnte klappen und ein echter Erfolg für den Käufer werden. Denn gerade mit Basic Thinking, seiner Reputation und seinem Traffic, kann man Werbeerlöse erzielen, die nicht unspannend sind.

Also: Holtzbrinck, Burda & Co. - Traut euch! Es kann Sinn machen. Wenn man es richtig anpackt. Aber ob sie diesen Mut aufbringen werden...

[Nachtrag, 16.1.2009]
Basic Thinking wurde verkauft. Ich lag mit meiner obigen Argumentation goldrichtig. Siehe dazu meinen Beitrag auf dem VisualBlog.

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Kommentare (2) Trackbacks (3)
  1. Haben Sie mal durchgerechnet, was das kosten würde, diese Arbeit ein Redaktionsteam zu machen? (Ich hab das mal überschlagen, 20-40.000 EUR müsste man jährlich wohl anlegen, nur Honorare) Und warum sollte ein Übernehmer mehr als die 30.000 EUR/Quartal rausholen als Robert? ich denke eher: weniger.

    Aber ich lass mir das gerne vormachen ;)

  2. Eine Festanstellung für drei Redakteure wäre natürlich extrem mutig. Wenn man jedoch sieht, das bei Zoomer 50 Leute arbeiten (bzw. arbeiteten)…
    Aber denkbar wären ja sicherlich auch andere Modelle, die über Honorare laufen und/oder an die Erlöse gekoppelt sind. Für Blogger und junge, unverbrauchte Journalisten sicherlich nicht unspannend.
    Es geht – auch rechnerisch, wenn man nur will.