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18Dez/08Off

Wie man das Web 2.0 angeht – Best Buy machts vor

Autor des Artikels: Matias Roskos

Gestandene Unternehmen, egal ob typischer Mittelstand oder auch eine Liga höher, scheuen das allzu öffentliche Web 2.0 meist noch wie der Teufel das Weihwasser. Die Angst vor dem Kontrollverlust über die eigene Marke geht um, ist aber vollkommen falsch. Denn es gibt nun mal das Web 2.0. Und dem muss sich jedes Unternehmen stellen. Offensiv, mutig, engagiert und mit Köpfchen. Hinter verschlossenen Türen wird (zum Glück) schon über mögliche Strategien und intelligente Wege hinein ins neue, andere Internet nachgedacht. Und der ein oder andere wagt schon den ersten Schritt. Wie zum Beispiel Tchibo mit seinem genialen Tchibo Ideas. Andere sind da noch weit hinterher.

Im bwl zwei null-Blog von Matthias Schwenk fand ich gerade einen sehr interessanten Artikel über den amerikanischen Einzelhandelsriesen Best buy.

Der “Media Markt” der Vereinigten Staaten hat es aber dennoch in sich, da dieser Einzelhandelsriese keine Berührungsängste gegenüber dem Web 2.0 kennt und sogar mit Prediction Markets experimentiert.

schreibt Matthias Schwenk. Und weiter:

Gefunden habe ich das Video im Blog von Consensus Point, einem Hersteller von Software für Prediction Markets. Darin macht der CEO von Best Buy, Brad Anderson, sehr deutlich, wie die Einführung eines Wikis im Unternehmen das mittlere und höhere Management regelrecht aus der Fassung bringt, weil Entscheidungen plötzlich an der Basis fallen und die Manager auch nicht nicht mehr so stark im Rampenlicht stehen.

In den ersten fünf Minuten des Videos wird gezeigt, welche Tools bei Best Buy derzeit im Einsatz sind: Es gibt ein Social Network (Blueshirtnation.com), ein Diskussionsforum (WaterCooler), das Wiki (What I know is…), ein modernes Vorschlagswesen (Loop Marketplace) und eben den Prediction Market (Tag Trade).

Wow - das hört sich tatsächlich genial an. Denn auch aus meiner Sicht - und das habe ich schon etlichen Kunden immer und immer wieder erklärt - ist ein Mix aus Mut, Bereitschaft zum sich Öffnen gegenüber den Internetnutzern und gleichzeitig einer professionellen, gekonnten Betreuung der neuen Internetstrategie der richtige Weg.

Man muss sich trauen, man muss es wagen - den Schritt ins so mysteriös wirkende Web 2.0. Denn dort sind die Menschen, die ich in der Zukunft nicht nur erreichen will, sondern erreichen MUSS. Um zu überleben, um gegenüber der Konkurrenz bestehen zu können.

Dafür gibt es noch keine Patentrezepte. Mal ist es ein eigenes Social Network, mal spannende Crowdsourcing-Ideen, mal gut gemachte Seiten und Gruppen in den großen Social Networks. Vor allem: der Mix machts. Ein spannender, intelligenter Mix aus verschiedenen Web 2.0 Kompenenten und die Bereitschaft zu experimentieren, auszuprobieren, wo und wie ich meine Nutzer tatsächlich erreiche - das ist wünschens- und erstrebenswert.

Hier nun das Video mit dem CEO von Best Buy, Brad Anderson. Saturn, Mediamarkt, Kaufhof und andere, bitte zuhören und dann nachdenken.

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