Archiv für November, 2008

Crowdsourcing als Erlösmodell für Social Networks? Ja – Mixi zeigt es

Neulich schrieb ich über mögliche Erlösmodelle für Social Networks für die Zukunft: WOM, Crowdsourcing und innovative Ecommerce-Konzepte. Es gab übrigens bereits einige sehr interessante Reaktionen.

Und was lese ich nun auf CScout Japan? Auf Mixi (geht leider nur mit Login), einem der größten Social Networks Japans – wenn nicht gar dem größten – suchte man neue Nudelrezepte und konnte so 4.000 Nutzer ganz direkt involvieren. Und nun stehen die ersten nutzergenerierten Nudelrezepte demnächst in den japanischen Supermärkten. Genau DAS meinte ich: Crowdsourcing für Kunden. Das Nutzen der Social Networks als den Ort, wo die Menschen bereits sind und agieren. Wo sie Lust haben auf Kommunikation und Interaktion.

Ja – Crowdsourcing funktioniert. Es gibt von Monat zu Monat mehr Praxisbeispiele.

Und für Mixi scheint darin eine wichtige Zukunft zu liegen. Denn dieses Projekt ist nur eines von mehreren, wie man ebenfalls auf CScout Japan nachlesen kann.

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Erstellt am Sonntag 30. November 2008
Unter: Crowdsourcing | 3 Kommentare »

Dieter Rappold sagt ganz richtig: “Web 2.0 ist Kommunikation auf Augenhöhe”

Hallo Dieter,
hast du meine Präsentation auf der Xtopia mit verfolgt? (siehe drittes Bild)

“Kommunikation auf Augenhöhe” und “Alle dürfen mitsprechen und alle WERDEN mitsprechen, ob wir es wollen oder nicht” trifft den Nagel genau auf den Kopf, wenn es um Web 2.0 geht. Ein wunderbares Interview auf Turi2, in dem Dieter Rappold von Knallgrau genau DAS sagt, was wichtig und richtig ist, wenn es um Web 2.0 geht. Super, Dieter!

(Leider kann ich das Video hier nicht einbinden. Blöd :o( )

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Erstellt am Donnerstag 27. November 2008
Unter: PR und Social Networks | Keine Kommentare »

Es kann nur eines geben: Hotels und Restaurants mit kostenlosem Wlan

BodenseePeter hat ein Problem. Ein Problem, das ich nur zu gut kenne und das für mich zu einem echten Killerkriterium geworden ist, wenn es um die Auswahl des Hotels oder des Restaurants geht: kostenloses (oder wenigstens bezahlbares) Wlan.

Die Deutsche Bahn hats nicht, die Hotelkette MotelOne hats nicht (wirklich), auch der Kaufhof am Alex hats nicht, was heutzutage eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: kostenloses Wlan für seine Gäste. Auch das Hotel Viva Creativo in Hannover hats nicht. Was traurig ist und BodenseePeter vollkommen zu Recht aufregt.

Was ich da mache? Ich packe meine T-Mobile-Wlan-Box aus, die ich mir zugelegt habe, weil ich angenervt war von unverschämten Hotels und dem miesen Wlan-Service der Deutschen Bahn. Fast überall habe ich guten bis sehr guten Empfang.

Und hier in Berlin gehe ich bevorzugt in ein paar ausgewählte Restaurants und Cafes, die mir genau diesen Service bieten: kostenloses Wlan! Sie sind unter anderem dadurch – natürlich spielen Service, Gemütlichkeit und Qualität der Speisen immer noch eine entscheidende Rolle! – zu meinen Lieblingsadressen geworden, die ich immer wieder weiter empfehle. Dazu gehören das Aroma in Berlin-Friedrichshain, das Schneeweiß ebenfalls im Friedrichshain, das Karvana auch in meinem Kiez und mein absoluter Geheimtip “Zum Ziehbrunnen” draußen in Berlin-Mahlsdorf. Dort gibt es nicht nur lecker ungarisches Essen (Szegediner Gullasch. Hmmmmm. Lecker!), sondern auch eine Pension anbei. Und das schnellste Wlan das mir bisher untergekommen ist. Total genial. SO genial, das ich dort mittlerweile zweimal im Monat esse und neulich meine Familie dorthin entführt habe, obwohl ich dorthin 25 Minuten mit dem Auto fahre. Also eigentlich nicht um die Ecke. Aber sie sind mir sympathisch geworden. Unter anderem wegen des Wlans.

Und wenn mir ein Hotel oder Restaurant gut gefällt, oder auch wenn ich unzufrieden bin, dann schreibe ich darüber in Qype! Und meine Frau tut das Gleiche auch noch mal. Nicht immer, aber oft, decken sich unsere Eindrücke. Ja, so ist die neue Zeit, liebe Restaurantbesitzer und Hoteliers. Ob ihr es wahrhaben wollt oder auch nicht.

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Erstellt am Donnerstag 27. November 2008
Unter: Echtes Leben | 3 Kommentare »

Youtube rockt, TV sucks

Hallo ihr Medienverantwortlichen da draußen. Ob ihr es merkt oder nicht. Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht. Die Medienlandschaft verwandelt sich komplett.

MySpace, Facebook, Youtube und Flickr rocken ohne Ende, Tag für Tag. Die Zeitungen werden immer unbedeutender (was ich selbst als “alter Sack” sehr schade finde!) und immer weniger Menschen sitzen Abend für Abend vor dem Fernseher (Was ich wiederum cool finde).

Youtube wird immer genialer. Und gerade auch drüben in den USA sind einiger der Youtube-Helden mittlerweile echte Stars.

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Erstellt am Dienstag 25. November 2008
Unter: Communitys | Keine Kommentare »

Die künftigen Erlösmodelle für Social Networks – So wird die Zukunft aussehen

Hände ringend suchen die großen Social Networks nach den Erlösmodellen, die sie in der Zukunft in die schwarzen Zahlen führen. Wo sind die funktionierenden Geschäftsmodelle? Das mit der simplen Bannerwerbung will einfach noch nicht funktionieren. Und wird es auch nie so wie im guten alten TV. Die Zeiten sind unwiderruflich vorbei. Ob man es in den Marketingabteilungen nun wahrhaben möchte oder nicht.

Wenn ich selbst Kunden berate, dreht sich vieles um Web 2.0. Oft gehts darum, ob es Sinn macht eine eigene Community aufzubauen. Ich versuche dann gemeinsam mit dem Kunden heraus zu finden, was genau er erreichen möchte und wie der beste Weg dorthin ausschaut. Und der führt in den seltensten Fällen über den Neuaufbau einer eigenen Community. Ein eigenes Socialnetwork macht nur bei extrem starken Marken Sinn, die bereits viele Fans im echten Leben haben, die dann virtuell nur noch vernetzt werden müssen.

Zahlreiche Große der Internetbranche haben sich 2007/2008 arg verhoben mit dem Aufbau eines eigenen Social Networks. Ich denke da an Google oder United Internet.

“Gehen sie zu den Menschen im Internet und warten sie nicht, das sie zu ihnen kommen. Gehen sie dorthin wo sie bereits sind!” Das ist meine Botschaft bezüglich der Arbeit mit einer Community. Und die Menschen im Internet treiben sich nun mal in den großen Social Networks und den Contentplattformen rum.

Hier genau ist die Schnittmenge zwischen Kunden, die bereit sind (bzw. bald nicht mehr daran vorbei kommen) fürs Internet-Marketing ein Budget zur Verfügung zu stellen und den Social Networks, die auf der Suche nach den Erlösmodellen der Zukunft sind. Firmen möchten die Menschen im Netz erreichen. Das funktioniert nur bedingt über Banneradvertising. Und die Menschen im Netz bewegen sich vor allem auf MySpace, Facebook, StudiVZ, Wer-kennt-wen, Youtube, Flickr und anderen Social Networks, wie die monatlichen Klickstatistiken immer wieder überdeutlich vor Augen führen.

Hier nun drei Modelle wie die Erlösmodelle für MySpace, Facebook, StudiVZ & Co. aussehen werden, 2009, spätestens 2010 wird es soweit sein.

1. WOM – Word-of-Mouth Marketing

Wie erreiche ich die Menschen im Internet auf eine ehrliche, offene Art? (Denn etwas anderes wird nachhaltig nicht funktioneren.) Wie gelingt es mir, das sie meine Werbung nicht einfach nur sehen (wie bei simpler Bannerwerbung oder auch TV-Werbung)? Wie erreiche ich die richtigen Menschen? Also die, die sich tatsächlich für meine Marke, für mein Produkt, für meine Botschaft interessieren.

Hier ist WOM ganz sicher ein idealer Ansatzpunkt. Mit Word-of-Mouth Marketing erreiche ich meine potentiellen Leaduser. Ich kann diese High-Level-Fans ausfindig machen (was viel Zeit und Spucke kostet) und kann zu ihnen intensive Beziehungen aufbauen. Ich kann sie involvieren in meine Markenstrategie. Ich kann ihnen Insiderwissen zur Verfügung stellen und sie so zu potentiellen Markenbotschaftern machen. Wenn sie es möchten! Freiwillig! Genial erklären kann das Viralmarketing-Spezialist Martin Oetting, wie hier in dieser Präsentation zu sehen.

Wie man das anpacken kann, macht seit ein paar Jahren TRND aus München vor. Hier findet man ein wunderbares kleines Video unter dem Titel “Was ist eigentlich Word-of-Mouth Marketing?”. Ganz bewusst wird hier auch ein wenig provoziert. Das gehört zum Business dazu.

TRND nutzt für seine WOM-Projekte die eigene über Jahre aufgebaute Community. Denkbar wäre es aber auch, das auf den großen Social Networks WOM-Kampagnen gestartet werden. Durch TRND, durch das Social Network selbst oder durch andere darauf spezialisierte Agenturen. Man sollte dabei aber immer erfahrene Marketingstrategen mit ins Boot holen, die wissen, was sie da tun!

WOM wäre ein spannendes und intelligentes Erlösmodell für Social Networks in der Zukunft. Große Markenfirmen investieren gewaltige Budgets in zur Zeit noch extrem langweilige Werbekampagnen. Doch für die Zukunft sind diese Marken auf der Suche nach spannenden und vor allem auch intelligenten Konzepten, wie sie die Menschen effektiv erreichen. WOM ist EIN Weg. Und eine große Chance für MySpace, Facebook, Flickr, StudiVZ & Co.

So könnte das Ganze dann einmal aussehen. (Achtung! Dies sind keine realen Screenshots, sondern von mir bearbeitete Bilder, um besser zu visualisieren, was gemeint ist!)

TRND-WOM-Aktionen auf Facebook - im Jahr 2010?
Schaut doch durchaus schick aus: TRND in meinem Facebook-Profil. Noch Zukunftsmusik. Aber: wie lange noch?

2. Crowdsourcing

Auch mit Crowdsourcing ist es mir möglich potentielle Leaduser ausfindig zu machen und Fans eng an die Marke zu binden. Mit Crowdsourcing erreiche ich die Menschen sogar noch ein Stück früher als beim WOM, wenn ich das möchte: in dem ich sie bereits in die Produktentwicklung mit einbeziehe, so wie es Fiat mit seiner Fiat500-Community getan hat, wie es Threadless, die Mutter des erfolgreichen Crowdsourcing, von Anfang an tut oder wie es Tchibo Ideas seit Sommer 2008 gekonnt umsetzt.

Alle drei genannten Projekte – und noch einige mehr – sind fester Bestandteil meiner Präsentationen, wie zuletzt auf der Xtopia von Microsoft.

Es ist möglich mittels Crowdsourcing in einen Dialog mit den Nutzern zu kommen und mit ihnen über die Vorteile des Produkts, über spannende Marketingkampagnen, die allen (Marke wie Empfänger) Spaß machen, über cooleres Produktdesign oder über Ideengenerierung für eine Verbesserung des Services und des Produktes zu sprechen. Ich kann meine Fans ganz direkt in die Markenentwicklung – egal ob das eine Band, ein elektronisches Gerät, eine Urlaubsregion, ein Onlineshop, eine Software oder was auch immer ist – einbeziehen und mit ihnen den Weg in die Zukunft gestalten.

Ich kann Crowdsourcing also als Container hin zu den Menschen nutzen, wenn ich es intelligent anstelle.

Hier eine Folie von mir, die sagt, was im Web 2.0 wichtig ist (und was ich mit Crowdsourcing dann auch erreichen kann, wenn ich es richtig anpacke):

Meine Agentur VOdA nimmt sich genau dieses Themas intensiv an und berät Unternehmen und andere potentielle Kunden offen und ehrlich, wie sie Crowdsourcing geschickt einsetzen können um die Menschen im Web 2.0 zu erreichen.

Dabei geht es nicht allein um Ideengenerierung oder das Design von Dingen, also um die konkrete Dienstleistung. Crowdsourcing hat in sich zugleich auch Viralmarketing implementiert und hilft genauso beim Thema Suchmaschinenmarketing (SEM)! Ganz automatisch. Die Menschen beschäftigen sich mit dem Produkt und der Markenbotschaft. Sie erzählen anderen davon. Sie bloggen darüber, schreiben in ihren Profilen davon, verschicken private messages in Facebook oder MySpace und twittern darüber. Es besteht also eine hohe Chance, das sich die Botschaft viral weiter verbreitet. Und Google freut sich zudem auch über so viel aktuelle Infos (SEM).

Die Einsatzmöglichkeiten von Crowdsourcing sind extrem vielfältig. Ich hatte es bereits weiter oben gesagt: es kann bereits bei der Produktentwicklung starten. Crowdsourcing ist einsetzbar für die Ideengenerierung wenn es um die Verbesserung des Services (siehe my Starbucks Idea), um neue Produktlinien (Dell Ideastorm, WePC) geht. Crowdsourcing ist ideal für ein cooleres Produktdesign (siehe Kickercontest). Crowdsourcing ist ein wunderbarer Bestandteil komplexer Marketing-Kampagnen um bestimmte Zielgruppen mit einzubinden und einen Container in Communitys zu finden (siehe SonyEricsson-Handywallpaper-Contest). Mit langfristig angelegtem Crowdsourcing kann ich wunderbar Fans meiner Tourismusregion, meines Ressorts, meines Hotels involvieren und ihnen mit spanenden Incentives meine Marke immer wieder von neuem schmackhaft machen. Crowdsourcing ist perfekt geeignet für die Musikindustrie, um die vielen vorhandenen Fans stärker als bisher zu involvieren und mit ihnen in direkten Kontakt zu treten (siehe Fanta4-Videocontest oder auch das Agieren von Paulo Coelho). Crowdsourcing ist perfekt geeignet um auf meine Nische aufmerksam zu machen und im Bereich Fashion ausgefallene Designs auf meine Klamotten zu bringen (siehe BabyRocker-Contest oder auch BE! your own brand von CROW’n'CROW).

Es gibt viele Nischenbeispiele mehr, wie man Crowdsourcing perfekt einsetzen kann, um die Menschen im Web 2.0 zu erreichen, mit ihnen in einen Dialog zu treten und dabei gleichzeitig echte Mehrwerte (Dienstleistung, Viralmarketing, SEM) zu generieren.

Und dies könnte in der Zukunft auf den Plattformen der großen Social Networks stattfinden! In Zusammenarbeit mit Agenturen wie VOdA oder aber alleinorganisiert durch Facebook, Myspace & Co.

Crowdsourcing ist ein weiteres spannendes Erlösmodell der Zukunft für Social Networks. Dort sind die Menschen. Dort sollte ich hingehen, wenn ich meine “Crowd” finden und erreichen möchte.

So könnte das Ganze dann einmal aussehen. (Achtung! Dies sind keine realen Screenshots, sondern von mir bearbeitete Bilder, um besser zu visualisieren, was gemeint ist!)

VOdA-Contest für BabyRocker auf MySpace - im Jahr 2010
So könnte ein VOdA-Kreativcontest wie hier für BabyRocker in Facebook aussehen. Die Schnittstellen sind von Facebook ja durchaus schon gelegt, durch ihre intelligente Appication-Politik.

Tchibo Ideas auf MySpace - im Jahr 2010
MySpace und Tchibo Ideas – eine durchaus vorstellbare und intelligente Kooperation für alle Seiten.

VOdA auf MySpace - im Jahr 2010
Auch Crowdsourcing via VOdA würde sich doch gut machen in einem MySpace-Profil.

VOdA-Crowdsourcing für Produktdesign auf MeinVZ - im Jahr 2010
So könnte eine VOdA-Crowdsourcing-Aktion in MeinVZ/StudiVZ integriert aussehen. Noch ist das Zukunftsmusik.

3. Spannende Ecommerce-Konzepte: Social Commerce, Live shopping und Shopping Clubs

Social Commerce ist schon seit nunmehr zwei Jahren ein ganz heißes Thema bei Web 2.0 Experten. Noch kämpfen die meisten Projekte hart ums Überleben. Was aus meiner Sicht daran liegt, das sie mühsam versuchen eine eigene Community aufzubauen. Und natürlich am Ausloten der Möglichkeiten. Was wollen die Nutzer dort draußen? Was macht ihnen Spaß? Womit kann man sie begeistern und zum Wiederkommen animieren? Hier befinden sich viele Projekte noch immer in der Findungsphase. Aber Plattformen wie zum Beispiel Etsy oder der führende deutsche Shopping-Club Brands4friends (wo ich auch ab und zu gern einkaufe) machen vor, wie Erfolg in diesem Segment aussehen kann.

Besonders Brands4friends hat bereits vorgemacht, wie hier der Weg in die Zukunft aussehen kann. In enger Kooperation mit StudiVZ ging man an den Start und schaffte durch die starke Präsenz in Deutschlands führendem Social Network (zumindest was die Reichweite anbelangt, nicht die Innovationskraft) extrem schnell ein signifikantes Communitywachstum und Umsatzzahlen, die man vorher für Träumerei gehalten hätte. Ob dies auch ohne die Präsenz auf StudiVZ möglich gewesen wäre, ist stark zu bezweifeln.

Aber: so gehts! In Kooperation mit den großen Social Networks (mittlerweile arbeitet Brands4friends auch mit anderen Plattformen eng zusammen) und in starker Präsenz dort. Wofür die Netzwerke selbstverständlich bezahlt bzw. am Umsatz beteiligt werden.

Gleiches ist nicht nur für Shoppingclubs wie Brands4friends, Limango und Vente Priveé denkbar, sondern auch für Projekte wie Etsy, Dawanda oder die vielen Live-Shopping-Tools da draußen.

Hier liegt das dritte Erlösmodell für Social Networks in der Zukunft: Ecommerce made in Web 2.0! Das wird die in Deutschland qualitativ beste Quelle für den Bereich Ecommerce, Exciting Commerce von Jochen Krisch, sicherlich genauso sehen.

So könnte das Ganze dann einmal aussehen. (Achtung! Dies sind keine realen Screenshots, sondern von mir bearbeitete Bilder, um besser zu visualisieren, was gemeint ist!)

Dawanda integriert in MeinVZ - im Jahr 2010
Dawanda als möglicher Bestandteil des eigenen Profils auf MeinVZ/StudiVZ. Zukunftsmusik?

CROW'n'CROW integriert in Wer-kennt-wen - im Jahr 2010
CROW’n'CROW integriert in Wer-kennt-wen. Wann ist es soweit? 2009 oder doch erst 2010?

Edelight integriert in Wer-kennt-wen - im Jahr 2010
Auch Edelight würde sich gut machen im eigenen Wer-kennt-wen-Profil. (Noch) Zukunftsmusik.

Ein Schlussplädoyer

Es gibt neue, erfolgversprechende Erlösmodelle neben den üblichen Bausteinen Banner-Werbung und Premiumcontent (die man beide nicht komplett verteufeln sollte). Ein Mix aus allem – klassische Internetwerbung (inklusive Affiliate-Modellen), Premium-Accounts, WOM-Kampagnen, Crowdsourcing-Projekte und Ecommerce-Einbindung – wird dazu führen, das Social Networks in der Zukunft wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können. Kooperation heißt auch hier, wie im gesamten Web 2.0, das Zauberwort. Kooperationen mit Anbietern von Special-Services im Bereich Marketing. Der Aufbau eigener Units durch die Social Networks, um Projekte zu initiieren und zu betreuen. Kooperationen mit großen Markenartiklern und spannenden Ecommerce-Projekten. Auf den Plattformen, die die meisten Menschen anziehen.

Der Aufwand dafür wird hoch sein und viel Manpower fressen. Denn es müssen Menschen agieren um WOM zu betreuen und Crowdsourcing-Projekte ins Leben zu rufen. Aber: die Etats der Markenfirmen werden immer stärker ins Internet wandern. Schon jetzt belegen Studien, das die jungen Menschen im Bereich 14-20 Jahre mehr Zeit im Internet wie vor dem Fernseher verbringen. Das bedeutet mittelfristig, das die Firmen einfach umdenken müssen, wollen sie die Menschen da draußen auch weiterhin erreichen. Und sie können sie im Internet nicht einfach nur erreichen, sondern sie intelligent involvieren. Schluss mit den Marketing-Einbahnstraßen! Das Web 2.0 schreit nach dem Ausschöpfen der Möglichkeiten – fair und offen. Zum Vorteil aller. Der Nutzer, wie auch der Markenmacher. Denn so nah wie mittels Internet kommen sie nur ganz selten an ihre Zielgruppen heran. Jetzt müssen sie noch lernen zuzuhören und die richtigen Schlüsse aus dem zu ziehen, was ihnen die Nutzer so sagen.

Technisch ist das alles bei vielen Plattformen schon heute kein Problem mehr. Facebook war hier Vorreiter und hat das Erstellen externen Applications erlaubt, die man in sein Profil einbinden kann. Woanders heißen diese Programme Widgets. Diese gibt es auch für MySpace. Nur die meisten deutschen Netzwerke, allen voran StudiVZ, hinken da leider noch hinterher. Aber auch bei ihnen ist die Öffnung für Widgets, also externer Anbieter von Softwarebausteinen, eingeplant und so weit ich weiß sogar theoretisch schon möglich.

Ich bin gespannt, wann wir die ersten Projekte direkt auf den Social Networks sehen werden. Ich denke, 2009 wird es losgehen, um sich dann 2010 durchzusetzen. So wie ich es in den Bildern der Social Networks einmal dargestellt habe.

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Erstellt am Montag 24. November 2008
Unter: Theoretische Gedanken | 24 Kommentare »

Paulo Coelho und Crowdsourcing – er hats getan

Vor etlichen Monaten hatte ich bereits darüber berichtet: Paulo Coelho hat sein Buch “The witch of Portobello” von seinen Fans verfilmen lassen. Erfolgreich. Der Film ist fertig, er ist nun auf Festival-Tour. So wunderbar kann Crowdsourcing sein!

Hier ein paar Videos dazu. Viel Spaß.





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Erstellt am Freitag 7. November 2008
Unter: Crowdsourcing | 1 Kommentar »

Der Erfinder des Begriffes Crowdsourcing: Jeff Howe

Jeff Howe hat den Begriff Crowdsourcing 2006 “erfunden”, fürs Wired Magazin. Dort findet man ein paar gut gemachte Videos von ihm, in denen er erklärt, was an Crowdsourcing so wertvoll ist.

Nicht immer gehe ich zu 100% mit ihm konform. Denn ob Etsy zum Beispiel Crowdsourcing ist – darüber könnte man sich streiten. Aber er spricht immer wieder von den noch unerschöpften Möglichkeiten, von der Passion, mit der Menschen beim Crowdsourcing agieren und von den Werten, die durch Crowdsourcing geschaffen werden. Er versteht zu überzeugen. Er macht einen exzellenten Job für alle, die sich ernsthaft mit diesem so enorm spannenden Feld des Web 2.0 beschäftigen.

Hier geht es zu den Videos.

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Erstellt am Donnerstag 6. November 2008
Unter: Crowdsourcing | Keine Kommentare »

Mass Customization Handy Idee bei Tchibo Ideas

(Hinweis: dieser Artikel erscheint parallel im VisualBlog. Da er thematisch aber eindeutig auch hierhin passt, veröffentliche ich ihn auch auf Socialnetworkstrategien.)

Ich bin gerade auf einem meiner absoluten Lieblingsprojekte zur Zeit (anfangs war ich super skeptisch, mittlerweile liebe ich es!) über eine Idee gestolpert, bei der ich sofort dachte “Wow. Genialer Einfall.”. Hier funktioniert Emailmarketing übrigens perfekt und sympathisch.

Auf Tchibo Ideas kann man Probleme des täglichen Lebens als Aufgabe einstellen und diese dann von der Community bewerten lassen. Die Aufgabe des Monats gewinnt 1.200 Euro. Gleiches gibt es dann für Lösungen, also für ganz konkrete Produktumsetzungen. Hier erhält der Designer 2.000 Euro, des Lösung gewinnt. Ein geniales Crowdsourcing-Konzept, hinter dem ein absolut sympathisches und ungemein engagiertes Team steckt, wie man gerade auf dem Communitycamp in Berlin erleben durfte.

Mass Customization Handy bei Tchibo IdeasUnd hier die Aufgabe, die Idee, die mich zu diesem Artikel hier inspirierte. Es heißt dort:

ich bin auf der Suche nach einem Handy und habe folgendes festgestellt: Es gibt schöne Handys die aber viel zu viel SchnickSchnack haben, welchen man teilweise gar nicht braucht oder will oder auch haben darf (beispielsweise ist eine Kamera in manchen Unternehmen schlicht verboten). Es gibt dann natürlich auch ganz einfache Handys ohne viel drum und dran, die aber leider furchtbar ausschaun.

Ich fände es toll, wenn es eine Möglichkeit gäbe, ein Handy nach Maß zusammen zu stellen, ohne natürlich ein halbes oder ganzes Vermögen dafür auszugeben. Also zum Bespiel könnte es verschiedene Designs geben, die man mit oder ohne Kamera, mit oder ohne Lautsprecher, mit oder ohne Organiser/Navi/Web, mit oder ohne mp3/Radio etc. bestücken könnte. Also eben genau so wie man es braucht. Manche möchten Spiele drauf haben manche nicht (manche auch nur bestimmte, wobei man das ja downloaden könnte). Teilweise ist es ehr eine Softwaregeschichte, aber auch die Hardware muss passen (Kamera und Speicherkapazitäten etc.). Manchmal möchte man vielleicht auch schlicht eine besser Qualität im Gerät.

Ich glaub das ist eine ganz gute Aufgabe, die ich gern den Kreativen Mitgliedern hier mal anbieten möchte. Was meint ihr?

Da kann ich nur sagen: “Was für eine geniale Idee!” Ein Mass-Customization-Handy. Bzw. eine Plattform, wo ich mir mein Handy und alles was ich brauche, zusammenstellen kann. So schwer kann das doch nicht sein. Nicht in der heutigen Zeit. Alles frei wählbar: die Hardwarekomponenten, welche Spielereien ich an Software haben möchte und wie es ausschauen sollte. Hier kann man ja auch wunderbar mit einem Projekt wie DeinDesign zum pimpen des Gerätes kooperieren.

Wer traut sich an die Umsetzung dieser Idee? Kommt da bald ein Startup? Ich wär dabei ;) Und nimmt das einer der großen Player auf dem Handymarkt gleich selbst in die Hand? Auch da wär ich gern dabei. Hach – es gibt schon wirklich geniale Ideen. Danke dafür an Helga, die Einsenderin auf Tchibo Ideas.

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Erstellt am Donnerstag 6. November 2008
Unter: Mass Customization | Keine Kommentare »

Obama, Crowdsourcing und das Web 2.0

Es gibt viele Väter des Erfolgs von Barack Obama. Bush hat sicherlich die Basis gelegt, ein charismatischer Obama hat das Bestmögliche aus der katastrophalen Lage der USA gemacht. Ein wichtiger Eckpunkt im Wahlkampf der Demokraten war das Internet. Noch nie wurde derartig konsequent und gekonnt auch im Internet Wahlkamp betrieben. Obama – bzw. sein Team – waren in allen relevanten Social Networks aktiv. Und die Webseite des neuen Präsidenten der USA ist eines der Internet-Highlights der vergangenen Monate. Optisch genauso wie vom Communitymanagement und der Art, wie man dieses Projekt betrieb. Die Mädels und Jungs dort haben einen fantastischen Job gemacht.

Die Frage, die sich mir stellt, ist: War das, was Obama dort getan hat, Crowdsourcing? Denn er hat sich ja nicht nur präsentiert. Sondern er ist wohl als Erster in einer so konsequenten Form in direkten Kontakt mit seinen Fans getreten. Es fand und findet Kommunikation statt! Keine Einbahnstraße, sondern ein Geben und Nehmen. Er hat sich und seine Argumentationen also beeinflussen lassen von den Menschen, die er via Internet, Email und SMS erreichte. Andere Blogs sprechen schon vom ersten ePresident.

Und in seinem Blog heißt es heute:

Thank you.
You did it. You showed America — and the world — that change can happen.

Ja, Barack Obama hat auch Blog. Selbstverständlich!

Natürlich wurden diese Kanäle massiv als PR-Autobahnen genutzt. Aber es gab auch den Weg zurück. Das Feedback, den Austausch, die Kommunikation – die Punkte, die das Web 2.0 so wertvoll machen aus meiner Sicht.

Okay – es wäre zu viel gesagt, wenn man hier von Crowdsourcing sprechen würde. Das war es sicherlich nicht. Aber es war ein ungemein intelligentes und, wie allerorten eingestanden wird, effektives Agieren im Web 2.0. Es wurden intelligente Socialnetworkstrategien entwickelt und erprobt, die wir in der Zukunft sicherlich auch an anderer Stelle wiedersehen werden.

Ich gebe der deutschen Politikszene noch drei bis fünf Jahre, dann wird man auch hierzulande nicht umhin kommen als Politiker intelligent im Netz zu agieren. Schon jetzt gibt es bei mir und anderen erste, zaghafte Anfragen. Aber noch traut man sich nicht heran an dieses “unberechenbare Ding”, das sich Web 2.0 nennt. Seid mutig, ihr Politiker, kann ich da nur sagen! Obama hats vorgemacht, WIE enorm wichtig das Internet sein kann, wenn man es richtig anpackt.

Die Anfänge der Karriere von Barack Obama kann man übrigens wunderbar bei Robert Basic nachlesen, bzw. per Video anschauen: Die Geburtsstunde von Obama.

Und mit diesem einen pointierten Satz hat er die Amis gecatched:
There is not a liberal America and a conservative America – there is the United States of America.
(Quote, im Video Teil 2 ungefähr ab 03:00)

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Erstellt am Mittwoch 5. November 2008
Unter: PR und Social Networks | Keine Kommentare »