SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

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Exzellenter-Crowdsourcing-Artikel in „managerSeminare“

Autor des Artikels: Matias Roskos

Im Heft 127 "managerSeminare" findet sich ein überaus lesenswerter Artikel zum Thema Crowdsourcing von Andrea Bittelmeyer. Sie hatte mich und andere, wie zum Beispiel zu diesem Komplex interviewt und dann die verschiedenen Sichtweisen und Aspekte zusammen getragen.

Tchibo tut es, Procter & Gamble tut es und Lego tut es auch: Sie alle bauen auf die Intelligenz der Masse und lassen externe Experten via Internet Lösungen für neue Produkte und Dienstleistungen ertüfteln. Die besten Ideen werden honoriert und umgesetzt. Das Konzept nennt sich Crowdsourcing. Es ist effektiv und reduziert die Gefahr von Flops. Allerdings: Arbeit und Kosten werden nicht zwangsläufig eingespart.

heißt es in der Einleitung zum Artikel.

Und weiter:

Idealtypisch sieht laut Piller der Vorgang, den er in seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen als "Open Innovation" bezeichne, folgendermaßen aus: Die Aufgabe, die ein Unternehmen lösen möchte, wird in Form eines offenen Aufrufes an ein großes Netzwerk von Kunden und Nutzern gestellt. Die externen Problemlöser entscheiden selbst, ob sie sich einbringen oder nicht - das bedeutet auch: Sie haben in der Regel keine Probleme mit der Motivation. Zudem zahlt das Unternehmen meist nur im Erfolgsfall.
...
Die Grenzen des Crowdsourcing liegen nach Einschätzung der Experten ... nicht beim Thema, sondern vielmehr in der Art der Aufgabenstellung. So dürfe man zum Beispiel nicht erwarten, dass die Lead-User oder eine Fan-Community den kompletten Innovationsprozess übernehmen. Der Ansatz eigne sich gut zu einer genau definierten Innovationsaufgabe, auch könne er helfen, kundennähere Produkte zu entwickeln.

Neben Deutschlands führendem Experten für Open Innovation und Mass Customization, Frank Piller, spielen in dem Artikel auch das von mir hochgeschätzte Tchibo Ideas und Lego eine wichtige Rolle. Auch ich habe mich neulich sehr angenehm mit Miguel Helfrich, Marketingmanager bei Tchibo, über Tchibo Ideas unterhalten können und werden daraus in den kommenden Wochen einen separaten Artikeln bauen.

Es ist immer wieder schön VOdA an der Seite so namhafter Marken wie Lego, Fiat und Tchibo zu sehen.

"Crowdsourcing ist unheimlich viel Arbeit. Das unterschätzen viele Firmen", erklärt auch der Berliner Crowdsourcing-Spezialist Matias Roskos. "Man muss unzählige Emails schreiben, anrufen, nachfassen und sich in anderen Foren nach interessanten Community-Mitgliedern umschauen." Zudem brauche es gute Filtersysteme - schließlich gibt es auch Leute, die mit ihren Ideen einfach nur provozieren möchten. Roskos hat eine gut funktinierende Kreativ-Community aufgebaut, die er jetzt anderen Firmen als Ideengenerator zur Verfügung stellt. Er selbst bildet die Schnittstelle.
"Wir können keinesfalls versprechen, dass ein Crowdsourcing-Projekt das Unternehmen in jedem Fall billiger kommt als eine klassische Produktentwicklung oder Marketingmaßnahme", erklärt Roskos, der sich als Inhaber der VOdA Community- und Crowdsourcing-Agentur vehement gegen die Ausbeutung der Gelegenheitsarbeiter aus dem Internet stellt. Seine Idealvorstellung von Crowdsourcing ist vielmehr, dass nicht allein die Firmen profitieren, sondern das eine neue Form der Arbeitsteilung entsteht, die zum Beispiel für Studenten und Freiberufler interessant sein kann.
Wichtig ist ein fairer Umgang seiner Ansicht nach aber auch für das Unternehmen. "Sonst kann das Ganze schnell nach hinten losgehen", erklärt Roskos, der Unternehmen beim Aufbau eigener Communitys berät. Blitzschnell würden zum Beispiel Blogger die Nachricht von ausbeuterischem Verhalten im Netz verbreiten. Und auch Helfrich, der Crowdsourcing-Beauftragte von Tchibo, bestätigt: "Wir müssen schon sehr einfältig sein, wenn wir unsere Ideengeber einfach nur ausnutzen würden. Unser Projekt wäre dann nach höchstens vier Wochen zu Ende."
Auch Piller von der RWTH Aachen erklärt: "Unternehmen müssen ihre Anreiz- und Entlohnungssysteme für die Kooperation mit Kunden weiterentwickeln."

Schön zu lesen, das unser unermüdlicher Kampf für den fairen Umgang mit Communitys auch von anderen immer mehr geschätzt wird. Und wir merken immer häufiger: VOdA ist zu 100% auf dem richtigen Weg in die Zukunft!

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