SocialNetworkStrategien Social Networks, Crowdsourcing, Communityaufbau, Social Media Marketing

31Okt/080

Wie plane ich meine Reise

Bei Hannes Treichl bin ich gerade über einen wunderbaren Artikel zum Thema "Hotels in der Krise?! Wenn Gäste nicht mehr googeln" gestolpert. Danke, Hannes, für diesen Anstoß.

Er schreibt:

Hotelcoach Markus Schauer hat Google Insight (» was ist das?) genutzt um die Suchanfragen auf Google für Wiener Hotels unter die Lupe zu nehmen, und daraus die These auf die zu erwartenden Nächtigungszahlen 2009 in Hotels in Wien abzuleiten.

Wie oft wird das Wort Hotel WIEN gesucht im Vergleich zu 2004? sorry ich muss alle enttäuschen - Die Suchanfragen gehen deutlich zurück im Vergleich zu 2004 - was wird komme? Weniger Buchungen nächstes Jahr - also warm anziehen!

Lieber Markus, abgesehen davon dass Tirol ohnehin die bessere Destination ist (verzeih mir den Seitenhieb :-), und manch einer seit der Erfindung von Couchsurfing (» s. Wikipedia) Hotels überhaupt in Frage stellt, eine Gegen-These zur Diskussion.

Könnte es nicht auch sein, dass es neben Google längst andere Zugänge zu “Hotels in Wien” gibt? Zeig mir einen jungen Amerikaner der Google fragt bevor er sich für ein Hotel in Wien entscheidet - der Großteil wird

* auf Facebook seine Freunde kontaktieren,
* sich dort konkrete Empfehlungen holen,
* dann auf Holidaycheck die Bewertungen ansehen, und
* sich letztendlich für eine Destination entscheiden.

Absolut korrekt. Ich mache es (fast) ganz genauso! Ich frage zuerst einmal rum, wer mir Tipps geben kann. Allerdings weniger auf Facebook. Noch. Mehr im echten Leben da draußen.

Ich nutze durchaus auch noch Google. Aber das "noch" muss ich eigentlich groß schreiben. Denn die Ergebnisse, die mir Google liefert, sind ein einziger Graus.

Die Suche nach Informationen verlagert sich immer mehr auf eine persönliche Ebene, auch im Internet. Ich hatte neulich dazu ja schon etwas geschrieben: "Sind Social Networks Google’s Untergang?". Die Bedeutung von Social Networks beim täglichen Agieren im Netz wird immer wichtiger. Das betrifft nicht nur die Kommunikation (private Nachrichten statt Emails), Medienkonsum (Youtube und IPTV statt TV), sondern auch die Recherche (Facebook-Seiten statt Google).

Hier noch eine geniale Grafik von Helge Fahrnberger. Genial und absolut treffend.

Social Media Tourismus

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23Okt/080

Slides zur Crowdsourcing-Präsentation auf der Internet World in München

Hier meine Slides zur 25minütigen Präsentation auf der diesjährigen Internet World in München:

Die Zeit war leider viel zu kurz um alles zu erzählen, was ich gern zum Thema Kreativ-Crowdsourcing erzählen würde. Zum Glück habe ich auf der Xtopia in einem Monat dann mehr Zeit und kann unter anderem noch folgende Dinge mit einbauen: Starbucks Ideas, Paulo Coelho und sein "Hexe von Portobello" Projekt, Lego, die Möglichkeiten im Bereich Tourismus, Crowdsourcing für den Bereich Fashion, unseren Kicker-Branding-Contest, die Handy-Animationen für Chillo.

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14Okt/080

Jeff Howe Video

Der "Erfinder" des Begriffes Crowdsourcing erklärt in einem Video, was daran aus seiner Sicht so genial ist. Für mich noch etwas zu einseitig und nicht genug in die Tiefe gehend. Dennoch sehr sehenswert.

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5Okt/080

Video: Mass Customization

Mass Customization ist ohne Frage einer DER Trends der kommenden Jahre. Hier mal ein Video, das hilft dieses Thema ein wenig greifbarer zu machen.

4Okt/080

Exzellenter-Crowdsourcing-Artikel in “managerSeminare”

Im Heft 127 "managerSeminare" findet sich ein überaus lesenswerter Artikel zum Thema Crowdsourcing von Andrea Bittelmeyer. Sie hatte mich und andere, wie zum Beispiel zu diesem Komplex interviewt und dann die verschiedenen Sichtweisen und Aspekte zusammen getragen.

Tchibo tut es, Procter & Gamble tut es und Lego tut es auch: Sie alle bauen auf die Intelligenz der Masse und lassen externe Experten via Internet Lösungen für neue Produkte und Dienstleistungen ertüfteln. Die besten Ideen werden honoriert und umgesetzt. Das Konzept nennt sich Crowdsourcing. Es ist effektiv und reduziert die Gefahr von Flops. Allerdings: Arbeit und Kosten werden nicht zwangsläufig eingespart.

heißt es in der Einleitung zum Artikel.

Und weiter:

Idealtypisch sieht laut Piller der Vorgang, den er in seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen als "Open Innovation" bezeichne, folgendermaßen aus: Die Aufgabe, die ein Unternehmen lösen möchte, wird in Form eines offenen Aufrufes an ein großes Netzwerk von Kunden und Nutzern gestellt. Die externen Problemlöser entscheiden selbst, ob sie sich einbringen oder nicht - das bedeutet auch: Sie haben in der Regel keine Probleme mit der Motivation. Zudem zahlt das Unternehmen meist nur im Erfolgsfall.
...
Die Grenzen des Crowdsourcing liegen nach Einschätzung der Experten ... nicht beim Thema, sondern vielmehr in der Art der Aufgabenstellung. So dürfe man zum Beispiel nicht erwarten, dass die Lead-User oder eine Fan-Community den kompletten Innovationsprozess übernehmen. Der Ansatz eigne sich gut zu einer genau definierten Innovationsaufgabe, auch könne er helfen, kundennähere Produkte zu entwickeln.

Neben Deutschlands führendem Experten für Open Innovation und Mass Customization, Frank Piller, spielen in dem Artikel auch das von mir hochgeschätzte Tchibo Ideas und Lego eine wichtige Rolle. Auch ich habe mich neulich sehr angenehm mit Miguel Helfrich, Marketingmanager bei Tchibo, über Tchibo Ideas unterhalten können und werden daraus in den kommenden Wochen einen separaten Artikeln bauen.

Es ist immer wieder schön VOdA an der Seite so namhafter Marken wie Lego, Fiat und Tchibo zu sehen.

"Crowdsourcing ist unheimlich viel Arbeit. Das unterschätzen viele Firmen", erklärt auch der Berliner Crowdsourcing-Spezialist Matias Roskos. "Man muss unzählige Emails schreiben, anrufen, nachfassen und sich in anderen Foren nach interessanten Community-Mitgliedern umschauen." Zudem brauche es gute Filtersysteme - schließlich gibt es auch Leute, die mit ihren Ideen einfach nur provozieren möchten. Roskos hat eine gut funktinierende Kreativ-Community aufgebaut, die er jetzt anderen Firmen als Ideengenerator zur Verfügung stellt. Er selbst bildet die Schnittstelle.
"Wir können keinesfalls versprechen, dass ein Crowdsourcing-Projekt das Unternehmen in jedem Fall billiger kommt als eine klassische Produktentwicklung oder Marketingmaßnahme", erklärt Roskos, der sich als Inhaber der VOdA Community- und Crowdsourcing-Agentur vehement gegen die Ausbeutung der Gelegenheitsarbeiter aus dem Internet stellt. Seine Idealvorstellung von Crowdsourcing ist vielmehr, dass nicht allein die Firmen profitieren, sondern das eine neue Form der Arbeitsteilung entsteht, die zum Beispiel für Studenten und Freiberufler interessant sein kann.
Wichtig ist ein fairer Umgang seiner Ansicht nach aber auch für das Unternehmen. "Sonst kann das Ganze schnell nach hinten losgehen", erklärt Roskos, der Unternehmen beim Aufbau eigener Communitys berät. Blitzschnell würden zum Beispiel Blogger die Nachricht von ausbeuterischem Verhalten im Netz verbreiten. Und auch Helfrich, der Crowdsourcing-Beauftragte von Tchibo, bestätigt: "Wir müssen schon sehr einfältig sein, wenn wir unsere Ideengeber einfach nur ausnutzen würden. Unser Projekt wäre dann nach höchstens vier Wochen zu Ende."
Auch Piller von der RWTH Aachen erklärt: "Unternehmen müssen ihre Anreiz- und Entlohnungssysteme für die Kooperation mit Kunden weiterentwickeln."

Schön zu lesen, das unser unermüdlicher Kampf für den fairen Umgang mit Communitys auch von anderen immer mehr geschätzt wird. Und wir merken immer häufiger: VOdA ist zu 100% auf dem richtigen Weg in die Zukunft!

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