SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

8Aug/08Off

Der Supermarkt-Vergleich

Autor des Artikels: Matias Roskos

Bei den zahlreichen Kundengesprächen, die ich zur Zeit führe, werde ich auch immer wieder gefragt: "Wozu brauchen wir diesen ganzen Web 2.0 Kram eigentlich?"

In den Gesprächen geht es meist um den Sinn und die Vorteile von Kreativ-Crowdsourcing und wie man intelligent in Social Networks agieren könnte.

Auf diese Frage antworte ich dann immer: "Wenn Sie in den Supermarkt gehen - brauchen Sie dann auch alles was es dort zu kaufen gibt?" Erst folgt dann ein fragender Blick mit großen Augen, kurz darauf geht dem Gesprächspartner immer ein Licht auf.

Nein, natürlich braucht man nicht alles. Aber man hat die Wahl, was man nutzen möchte. Manch einer liebt Flickr und nutzt es intensiv. Ein anderer ist ein absoluter Youtube-Fan und verbringt dort zwei Stunden am Tag. Andere lieben Socialcommerce-Portale, andere sind die totalen Etsy- und Dawanda-Liebhaber. Manch einer macht gern aktiv mit eigenen Beiträgen bei Kreativcontests mit, ein anderer votet nur sehr gern wie verrückt für seine Lieblingsideen.

Viele Internetnutzer suchen mittlerweile nicht mehr mit Google, sondern setzen lieber auf Mister Wong oder holen sich ihre Information auf Wikipedia.

Manche nutzen Qype intensiv, schreiben über ihre Lieblings-Bars und Lieblingsgeschäfte, ander knüpfen Geschäftskontakte via Xing oder shoppen bei Brands4friends.

Ich selbst haben auch meine Favourites, andere Projekte nutze ich weniger oder gar nicht. Ich blogge sehr gern, andere konsumieren lieber reine Nachrichtenportale und können mit Blogs nix anfangen. Für viele ist das Taggen, also das Verschlagworten, ein sinnvolles Tool, andere können damit nichts anfangen. Der Erfolg der vielen Social Networks zeigt, das die Menschen sich gern vernetzen und ihren Freunden und Bekannten Bilder zeigen und sie auf dem Laufenden halten, was bei einem gerade so los ist. In diese Schiene passt ja auch Twitter, das ich selbst (bisher) nicht nutze.

Ob Web 2.0 Portale und Social Media Elemente eine Daseinsberechtigung haben - das entscheidet der Nutzer. Wer es mittelfristig nicht schafft genug Menschen auf die Plattform zu ziehen, der wird halt die Pforten wieder dicht machen. Wie die neue Schokoladenkreation im Supermarkt, die einfach nicht gekauft wird, schnell wieder aus den Regalen verschwindet.

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  1. Ein hervorragender Artikel, der die beliebtesten Suchbegriffe des www in sich vereint. :)


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