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26Jul/08Off

Oomph macht mich traurig

Autor des Artikels: Matias Roskos

AAL beudetet “Andere arbeiten lassen” und meint: “ihr bekommt nix dafür, nur Ruhm und Ehre”. Und dafür gebt ihr mir eure Ideen, eure Kreativität.

Dabei läuft mir ein unangenehmer, kalter Schauer über den Rücken. AAL macht den Ruf von Crowdsourcing kaputt. AAL stinkt. AAL ist unfair und birgt immer die hohe Gefahr in sich, das die Leute sich verarscht fühlen. Entschuldigung für die klaren Worte. Muss manchmal sein.

Ich hatte neulich schon über die miese Aktion für das neue CD-Cover von Oomph geschrieben. Nun ist das Cover da:

Das Cover steht fest!
Ihr erinnert Euch: Wir hatten Euch aufgerufen, das Cover zum neuen OOMPH!-Album „Monster” zu gestalten und Eure Vorschläge auf der Myspace-Seite der Band hoch zu laden. Die Resonanz war überwältigend und hat alle Erwartungen übertroffen! Mehr als 600 (!) Vorschläge kamen von Euch. Wer die Wahl hat, hat die Qual - demnach haben sich Dero, Crap und Flux ausgiebig mit Euren Einsendungen beschäftigt und lange darum gerungen, welche der vielen tollen Ideen das Rennen macht. Nun endlich steht der Sieger fest! Ihr könnt ihn ab heute auf www.myspace.de/oomph sehen und wir hoffen, Ihr seid genau so begeistert wie die Band. Mit genau diesem Cover wird die „Monster”-CD am 22. August in die Läden kommen – also klickt rein! Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben – OOMPH! sind stolz, die kreativsten Fans der Welt zu haben!

heißt es im Oomph-Blog.

Sollte es tatsächlich nix, gar nix - und so hat es den Anschein - für den Kreativen für das Cover gegeben haben, dann find ich das einfach nur traurig und mies. Eine vernünftige Entlohnung wäre allemal drin gewesen. Oder es lief etwas im Hintergrund, von dem man nichts erfährt. Aber dann sollte man das kommunizieren.

Ansonsten kann ich immer wieder nur sagen: seid fair zu euren Fans, fair zu den Kreativen. Denn auch ihr - egal ob Band, Lebensmittelkonzern, Klamottenmarke, Internetprojekt - wollt fair behandelt worden! Kommunikation im Web 2.0 findet auf Augenhöhe statt. Ob man es will oder nicht. Dazu sollte man bereit sein. Behandelt man die Fans nicht so wie sie es wert sind, wird bei vielen ein schaler Beigeschmack bleiben. So wie bei mir in diesem Fall.

Wie man es anders, besser macht, zeigt gerade CROW'n'CROW, die die Open Beta ihres Lifestyle-Portales für Individualisten mit einer wunderbaren Kreativ-Crowdsourcing-Aktion gestartet haben und dafür über 5.000 Euro an Prämien bereitstellen. "BE! Your own brand!" ist komplett anders ausgelegt wie die traurig Oomph-Aktion. Schön, das es auch Gegenbeispiele gibt.

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veröffentlicht unter: Crowdsourcing Kommentare