SocialNetworkStrategien Crowdsourcing, Communities, Communitymanagement und Social Media Marketing

5Jun/08Off

Crowdsourcing im Kreativbereich als SEM (Suchmaschinen-Marketing)

Autor des Artikels: Matias Roskos

Dass es beim Kreativ-Crowdsourcing zwei Zielrichtungen gibt, hatte ich bereits in einem vorhergehenden Artikel verdeutlicht.

„Crowdsourcing lohnt sich um Gespräche anzuregen und gleichzeitig spannende Ergebnisse zu erzielen.“ hatte ich geschrieben. Crowdsourcing kann aus meiner Sicht als ein intelligenter Mix aus spannenden Kreativlösungen und aus spannendem Viralmarketing genutzt werden. Die wenigsten machen davon jedoch bisher Gebrauch.

Viele verschiedene Menschen sind involviert

Es gibt noch einen dritten Schwerpunkt, für den Crowdsourcing-Aktionen perfekt geeignet sind. Bei gut initiierten CS-Aktionen und dem professionellen Agieren in der passenden Community – was extrem wichtig für den Erfolg einer Crowdsourcing-Aktion ist – erreicht man eine große Anzahl von Menschen. Dies sind auf der einen Seite die Kreativen, die ihre Ideen und Entwürfe einbringen. Als zweite Gruppe von Personen sind dies Menschen, die eine Meinung zu dem Themenkomplex haben - Meinungsbildner. Sie kommentieren Beiträge. Sie nehmen an einem möglichen Bewertungsprozess (Voting) teil. Diese Gruppe von involvierten Internetnutzern wird fast immer unterschätzt. Aber sie sind enorm wichtig für den Erfolg einer Crowdsourcing-Aktion, vor allem wenn man den Aspekt des Viralmarketings betrachtet. Als dritte und kleinste, aber nicht minder wichtige Gruppe kommen mögliche Jurymitglieder hinzu. Dies sind oft Experten in dem Spezialgebiet. Es können Blogger mit hoher Reichweite sein. Oft sind es auch Prominente aus dem Showbusiness oder der Wirtschaft. Sie haben meist einen Namen, der helfen kann, dass klassische Medien über diese Personen auf die Aktion aufmerksam werden. Und dann gibt es noch viele passive Besucher, die nur mal kurz vorbeischauen und das Ganze möglicherweise interessant, witzig, gelungen finden. Aber sie sind zu faul oder zu schüchtern um sich aktiv einzubringen.

Enormes virales Potential

Ich erreiche also im Optimalfall eine große Zahl von Menschen. Diese sind die Keimzelle für das Viralmarketing. Sie erzählen Freunden, Kollegen, Familienmitgliedern davon. Diese schauen vorbei, bringen sich womöglich selbst ein und erzählen wieder anderen davon. Dieser virale Effekt geht vom kleinen Grafiker, der sich als Freelancer durchs Leben schlägt genauso aus wie von der Vielsurferin, die überall gern kommentiert und mitvotet wie auch von dem Schauspieler der in der Jury sitzt und seinem Lieblingsjournalisten bei der Süddeutschen von der witzigen Aktion erzählt.

Man spricht darüber. Oft kaum messbar. Meist im Verborgenen. Aber genauso funktioniert Viralmarketing.

Es ist klar: hier wird ein Idealfall skizziert. Aber es sollte immer versucht werden diesem so nah wie möglich zu kommen. Das sollte das Bestreben der betreuenden Crowdsourcing-Agentur oder des Initiators des Crowdsourcing-Projektes sein.

Etliche der Menschen die davon erfahren haben ein eigenes, kleines Blog. Sie schreiben einen kleinen Beitrag über die Aktion. Außerdem schicken sie per Email oder einer Privatnachricht innerhalb ihres Socialnetworks Freunden den Link zu. In der Jury sitzen zwei namhafte Blogger mit großer Reichweite. Auch sie schreiben während der Aktion insgesamt drei Blogbeiträge, die wiederum von anderen Bloggern aufgegriffen werden. Dadurch stoßen einige Journalisten darauf und bauen sie in diverse Artikel mit ein. News- und Presseportale bringen Hinweise auf die Crowdsourcing-Aktion.

Enorme Streuung im Internet

Diese Aktion wird dadurch im Internet breit gestreut. Auf Socialnetworks wie Facebook wird eine Seite zu der Aktion eingerichtet. Hinzu kommt eine Galerie auf Flickr und wenn es passt ein Youtube-Channel. Auch eine Myspace-Seite nur für diese Crowdsourcing-Aktion oder aber ein deutlicher Hinweis auf der schon existierenden Myspace-Seite des Kunden sind immer sinnvoll.

Dabei wird der Name des Kunden beziehungsweise des Veranstalters immer mit genannt. Er erscheint auf namhaften Blogs, vielen Newsportalen, den unterschiedlichsten Socialnetworks. Crowdsourcing funktioniert hier als Container hinein in unterschiedliche Communitys.

Die dritte Zielrichtung für Crowdsourcing-Aktionen im Kreativbereich

Der Kunde bekommt dadurch unzählige Backlinks, die entweder auf die Crowdsourcing-Aktion oder gar direkt auf seine Homepage führen. Und über diese Backlinks freuen sich vor allem – die Suchmaschinenoptimierer! Sie helfen die Auffindbarkeit des Markennamens und der Webpräsenz des Kunden in den diversen Suchmaschinen deutlich zu verbessern.

Crowdsourcing ist also nicht nur eine gute Möglichkeit für Viralmarketing. Es ist nicht nur eine spannende Form des modernen Internets um interessante Kreativideen und Lösungen zu generieren. Es ist auch ein Instrument des Suchmaschinenmarketings (SEM). Und das alles in einem Gesamtpaket, das allen Teilnehmern und am Ende auch dem Kunden Spaß macht.

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Autor Info's mit anzeigen Matias Roskos

veröffentlicht unter: Crowdsourcing Kommentare