Autor des Artikels: Matias Roskos
Die Marke "LED LENSER" aus dem Hause "Zweibrüder Optoelectronics" ist schon seit längerem sehr aktiv im Social Web. Für mein demnächst erscheinendes Buch "Social Media Communities" habe ich mit dem Marketingverantwortlichen für LED Lenser, Herrn Ingo Dieners, ein ausführliches Interview zu den Social Media Aktivitäten geführt. Sicherlich ein spannender Case, gerade auch für Unternehmen des Mittelstandes.
Das Interview wurde im Dezember 2011 geführt.

LED Lenser ist sehr aktiv im Social Web. Seit wann sind Sie in den sozialen Medien präsent und welches sind die einzelnen Bausteine?
Wir haben im Februar 2009 mit dem LED LENSER Forum begonnen, um für die Rückmeldungen unserer Kunden einen Kanal zu schaffen. Kurze Zeit später startete die erste Bloggerkampagne. Ende 2009 kam die Facebookpräsenz von LED Lenser und ein Twitteraccount dazu.
Sie sind ein mittelständisches Unternehmen, richtig? Wie aufwendig ist die Arbeit im Social Web für Sie? Wie groß ist das Social Media Team? Arbeiten Sie mit externen Partnern zusammen?
Ja, wir sind ein mittelständisches Unternehmen. Die Arbeit, die durch die Social Media Aktivitäten entsteht, hängt stark von der Art unserer Aktivität ab. Eine Bloggerkampagne ist beispielsweise aufwändiger als ein Gewinnspiel bei Facebook. Obwohl wir hier auch mit einer externen Agentur zusammenarbeiten, nimmt die Betreuung der Blogger (Nachfragen, Versandprobleme bei den Testmustern etc.) recht viel Zeit ein.
Bei der Entwicklung von Kampagnen, Gewinnspielen oder Forumstests arbeiten wir mit einem Team von bis zu vier Personen zusammen und bündeln unsere Ideen. Die tägliche Pflege des Forums und der Facebookpräsenz nimmt außerhalb der arbeitsintensiven Kampagnen und Gewinnspiele ca. ein bis zwei Stunden pro Tag in Anspruch.
Facebook und Blogs als Marktforschungsinstrument für den Mittelstand
Wie gut passt Social Media in die Kommunikationsstrategie bzw. in die Marketing-Strategie von LED Lenser?
Zweibrüder Optoelectronics steht für Innovation, frische Ideen und Flexibilität. Wir haben schon vor dem Web 2.0 auf die Rückmeldungen unserer Kunden großen Wert gelegt und diese, soweit möglich, aufgegriffen und bei Revisionen bzw. Neuheiten berücksichtigt. Die Möglichkeiten, die durch die sozialen Medien eröffnet werden zu erkunden und zu nutzen, ist da nur eine logische Konsequenz. Facebook und Blogs sind wichtige Medien, um die Bedürfnisse unserer Kunden besser kennenzulernen und zu beobachten, wie die Produkte bei unseren Kunden ankommen. Somit können diese Kanäle gut als Marktforschungsinstrument genutzt werden.
Im Herbst 2011 haben Sie eine Blog-Kampagne gestartet und Blogger zum Testen der LED Lenser Lampen eingeladen. Wie gut kam diese Aktion bei den Bloggern an? Wieviele Blogs waren eingebunden? Und wie zufrieden sind Sie mit dieser Aktion?
Wir haben bislang ca. 10 Kampagnen abgeschlossen, bei denen insgesamt zu 15 Produkten Bloggertests durchgeführt wurden. Während es in den ersten Kampagnen eher um Testberichte ging, haben wir die späteren Kampagnen immer mehr um kreative Aspekte bzw. um soziale Aktivitäten erweitert. So gab es beispielsweise Kampagnen „LED LENSER fördert den Umweltschutz“ oder „LED LENSER fördert Bildung und Wissenschaft“. Bei diesen Aktionen wurde ein hochwertiges Produkt durch die Blogger an entsprechende Aktivisten bzw. Institutionen verschenkt. Pro Kampagne waren zwischen 50 und 250 Blogger beteiligt.
Diese Aktivität hatte eine nachhaltige Wirkung. Der Bekanntheitsgrad der Marke LED LENSER in der Szene hat sich massiv erhöht, das Image der Marke LED LENSER wurde gestärkt bzw. geprägt und die Besucherzahlen auf der Webseite haben sich durch die Aktionen nahezu verdoppelt. Insofern kann man sagen, dass wir zufrieden sind.
300 Videos im Rahmen von Blog-Kampagnen entstanden
Gibt es konkrete Zahlen zu den Blog-Aktionen?
Während den laufenden Bloggeraktionen, hat sich Weiterlesen …
Autor des Artikels: Matias Roskos
Dass es mit den deutschen Social Networks stetig bergab geht, ist nun schon länger kein Geheimnis mehr. Die Kollegen von Statista haben sich einmal die Mühe gemacht und eine Infografik erstellt mit einer Prognose für die Entwicklung der Besucherzahlen im Jahr 2012. Da schaut es düster aus für StudiVZ, wer-kennt-wen, Lokalisten und Stayfriends.
Allerdings sind die prognostizierten 16,6 Millionen Visits für die VZ-Netzwerke immer noch eine beachtliche Zahl, mit der sich durchaus Geld verdienen ließe. Erstaunlicher finde ich dabei, dass nach dieser Prognose wer-kennt-wen Ende des Jahres mehr Visits hat als die VZ-Gruppe. Allerdings könnte das aufgrund der stark regionalen Ausrichtung von wer-kennt-wen tatsächlich passen. Regionale Communities sind stark gefragt. Wobei sich viele davon auf Facebook ein Zuhause suchen. Beispiele: Berchtesgadener Land, Berlin, Bodensee, Erzgebirge, Sächsische Schweiz oder Garmisch-Partenkirchen.

Passend dazu hier noch der Traffic-Vergleich deutscher Social Networks für den April 2012 mit dem des Vorjahres. Lediglich Xing ist stabil geblieben. Alle anderen deutschen Social Networks befinden sich ungebremst auf dem Weg Richtung Bedeutungslosigkeit. Die VZ-Seiten etwa verzeichneten im April 2012 nur noch 47 Millionen Visits, 79,3 % weniger als im Vorjahresmonat! Das ist heftig.

Autor des Artikels: Matias Roskos
Ich sitze im Zug und bin auf dem Weg zur Arbeit. Zur neuen Arbeit. Ab heute bin ich "Senior Community Manager" bei Pro7. Wichtig ist das "Senior". Denn es sagt: Verdammt. Ich bin alt! ;)
Ich werde in den kommenden Monaten helfen die extrem erfolgreiche Sendung "Galileo" auch im Internet erlebbar zu machen und in die virtuelle Zukunft zu führen. Ich bin mir sicher, das wird eine tolle, eine spannende Zeit. Und ich freue mich riesig auf dieses Projekt und das neue Team.
Ich wurde in den vergangenen zwei Wochen oft gefragt, warum ich meine Selbstständigkeit aufgegeben habe. Klare Antwort: das Projekt ist einfach zu spannend, als dass ich hätte "Nein" sagen können. Eine neue Community mit einem starken, sympathischen TV-Format dahinter. Mit Pro7 ein starker Fernsehsender, der offensiv den Weg in die Zukunft gehen möchte. Dazu die Herausforderungen aller Inhalteproduzenten den Content nicht nur geschickt ins Internet und auf mobile Endgeräte zu bringen, sondern das auch so zu tun, dass die Formate auf Smartphones und Tablets genauso gut funktionieren wie im Webbrowser und zugleich wirtschaftlich Sinn machen. All das reizt mich ungemein. Und das hat dazu geführt, dass ich ab heute ein Pro7-Mann bin.
Was wiederum für dieses Fachblog nur insofern Auswirkungen haben wird, als dass Themen wie "Second Screen" (paralleles Agieren im Netz via PC, Tablet oder Smartphone während einer Fernsehsendung) und das künftige Verschmelzen von TV und Internet hier mehr in den Fokus rücken werden.
Aber auch der Mittelstand und die Chancen und Möglichkeiten der sinnvollen Arbeit mit einer Community und im Social Web sollen weiterhin nicht zu kurz kommen. Aufbauend auf meinem bald erhältlichen Buch. Meine neuen Erfahrungen, die ich bei Pro7 sammeln kann, werden hier dann kräftig mit einfließen.
Und nun freue ich mich auf meinen ersten Tag bei Pro7. Grüße aus dem Zug zur Arbeit.
Autor des Artikels: Matias Roskos
Seit Jahren nun schon überlegen alle großen Verlage, wie sie den Rückgang von Abonnenten und damit auch den damit einhergehenden Umsatz-Rückgang aufhalten können. Kosteneinsparungen sind die eine Möglichkeit, um schwarze Zahlen zu schreiben. Wobei dabei immer die Gefahr besteht, dass darunter die Qualität der Artikel und damit des Gesamt-Produktes leidet.
Hat die New York Times nun das Patentrezept gefunden? Wenn man sich die Zahlen untenstehender Infografik - Danke an Statista dafür! - anschaut, entsteht zumindest dieser Eindruck. Seitdem die New York Times ein cleveres (die ersten Artikel sind kostenlos) Abo-System für die Online-Ausgabe eingeführt hat, stiegen die Umsätze wieder, nachdem sie zuvor drei Quartale lang gefallen waren. Ende März 2012 wies die NYT bereits 454.000 zahlende digitale Abonnenten aus. Das ist beachtlich.
Basis der Grafik sind die Zahlen des amerikanischen Audit Bureau of Circulations zur Verbreitung von Tageszeitungen. Darin wurde erstmalig die digitale Auflage der wochentäglichen New York Times höher ausgewiesen als die Auflage der Printausgabe. Die sogenannte Paywall stellt offensichtlich eine Trendwende dar, was die Umsätze und damit auch die Profitabilität des Verlagshauses anbelangt.
Die Menschen sind bereit auch für digitale Inhalte zu bezahlen. Wenn die Qualität der Inhalte stimmt und das Preis-Leistungs-Verhältnis als fair und passend wahrgenommen wird. Print ist nicht tot! Oder besser: Journalismus ist nicht tot. Und das ist gut so. Nur müssen die Verlage die richtigen Wege finden, um Umsätze mit ihren Produkten zu generieren. Die New York Times scheint hier einen Schlüssel gefunden zu haben.

Autor des Artikels: Matias Roskos

Pinterest? Wozu soll das gut sein? Das fragen sich aktuell zahlreiche Marketing-Verantwortliche überall auf der Welt. Neben Instagram ist Pinterest DIE Social Media Plattform des Jahres 2012 bisher. Wenn man mal vom unaufhaltsam andauernden Facebook-Hype absieht.
Aber was kann ein kleines oder mittelständisches Unternehmen damit anfangen? Macht es überhaupt Sinn, sich auch auf Pinterest zu engagieren? "Kommt drauf an." wäre hier aus meiner Sicht die richtige Antwort. Fest steht: der Traffic auf Pinterest aktuell ist beachtlich. Die Plattform wächst und wächst. Angeblich ist dabei der Anteil weiblicher Internet-Nutzer extrem hoch. Also: nicht unspannend.
Einige "Experten" bemängeln aber bereits, dass Aktionen auf Pinterest bisher keinerlei Traffic auf die eigene Webseite gebracht haben. Das überrascht mich nicht sonderlich. Denn ich besuche Pinterest nicht, um woanders hin zu gelangen. Dafür habe ich Google oder auch Twitter und Facebook. Pinterest ist extrem stark visuell ausgerichtet. So wie Youtube auf Videos ausgerichtet ist. Da klicken die Leute auch selten weiter auf andere Webseiten. Es geht bei Pinterest um das Konsumieren von Bildern!
Und das wiederum kann auch für Unternehmen durchaus spannend sein. Ich wies im Beitrag Zur Zeit in aller Munde: Pinterest im Tutorial explizit darauf hin, wie wichtig es ist, mit dabei zu sein:
Macht Pinterest für Unternehmen Sinn?
Klare Antwort: Ja, auf jeden Fall! Auch wenn ein Unternehmen mit plumper Werbung hier - wie fast überall im Social Web - fehl am Platz ist, ist Pinterest für Marken extrem spannend. Denn es wird unter anderem genau über das geredet, um dass es auch bei Marken geht: Themengebiete, Trends, Vorlieben der Menschen.
Es gibt Boards, die nennen sich "My Style", "All these lovely clothes", "bags", "Kids", "Wheels" oder einfach nur "Red". Überall und immer wieder sind Produkte zu sehen. Und das ist nur ein winzig kleine Auswahl von Boards. Bei "Red" beispielsweise habe ich gefunden: Bionade! Lecker. Ein Bild von Puma ist in dem Board auch mit dabei.
Klare Antwort also: Ja, Pinterest macht Sinn, wenn man visuelle Inhalte beisteuern und unterfüttern kann.
Wie das konkret aussieht, zeigt die amerikanische Spielzeugfirma Safari Ltd., die Tierfiguren, Ritter, Weiterlesen …
Autor des Artikels: Matias Roskos
Über 950 Millionen aktive Nutzer hat Facebook mittlerweile. Das ist eine gewaltige Zahl. Das Team der Socialbakers hat nun in ihrem Blog mitgeteilt, dass 488 Millionen dieser Nutzer mobil auf Facebook zugreifen. Ich gehöre übrigens auch dazu und nutze Facebook sehr intensiv vom iPhone aus.
Aber auch immer mehr Menschen sind via Tablet-Rechner (iPad und andere) im Internet unterwegs und nutzen für die Pflege Ihrer Social Network Profile die entsprechende App. Schon sehr früh hatte Facebook die Möglichkeiten der mobilen Internetnutzung erkannt und stark auf die eigene iPhone-App gesetzt. Die dann wiederum massiv zum enormen Wachstum von Facebook beitrug!
Die Menschen greifen zu jeder Zeit von überall auf das Internet zu und nutzen dabei die verschiedensten Apps für ihr Smartphone oder den Tablet-Rechner. 488 Millionen mobile Facebook-Nutzer belegen, wie stark die mobile Internetnutzung mittlerweile verbreitet ist. Und das Wachstum wird weiterhin voranschreiten.
Hier die spannende Infografik aus dem Hause Socialbakers zu Weiterlesen …
Autor des Artikels: Matias Roskos
5.000 Fans auf Facebook sind - vor allem auch für ein Nicht-Kommerzielles Projekt ohne ein "greifbares" Produkt dahinter - eine stolze Zahl. Die Seite des Lachtrainers aus Garmisch-Partenkirchen zeigt aber erneut, wie wichtig das Thema "Spaß" im Social Web ist. Die Menschen wollen lachen, sich amüsieren, unterhalten werden. Dem wird der Lachtrainer auf super sympathische Art gerecht. Und hat sich so diese stolze Zahl redlich verdient.

Glückwunsch! Und bitte, mach weiter so, lieber Reinhard!
Hier ein paar Beispiele von der Facebook-Seite, womit er so seine Fans tagtäglich Weiterlesen …
Autor des Artikels: Matias Roskos
Instagram ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und gehört zu den beliebtesten Social Media Tools weltweit. Nicht umsonst wurde die Smartphone-App-Schmiede samt einer extrem lebendigen und großen Community vor kurzem von Facebook gekauft (Ich berichtete darüber.).
Online Colleges hat eine sehenswerte Infografik erstellt, rund um die Nutzung und um das enorme Wachstum von Instagram. Viel Spaß damit:
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Autor des Artikels: Matias Roskos
Das ist faszinierend. Ud hätte ich so nicht gedacht. Bereits letztes Jahr wurden weltweit mehr mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets verkauft als die nun schon "guten, alten" PCs. Die Entwicklung hin zu tragbaren Geräten, mit denen ich praktisch überall online komme, ist so rasant, dass Marktbereinigungen bereits nach Monaten erfolgen. Großer Profiteur davon ist natürlich Apple. Aber auch Firmen wie Samsung oder HTC sind frühzeitig auf den Zug aufgesprungen und verdrängen die etablierten Marken wie Dell oder Sony.
Hier eine spannende Infografik dazu, inklusive der Prognose bis 2016.
Autor des Artikels: Matias Roskos
Das nenn ich eine erstklassige Idee. Wie im österreichischen Kurier nachzulesen, können brasilianische C&A-Käufer auf der dortigen Webseite Artikel liken. Diese Aktion läuft unter dem Slogan "Fashion Likes". Das ist natürlich ein guter Motor, um die Viralität der Marke und der einzelnen Produkte anzukurbeln.
Aber damit nicht genug. Das so richtig Coole daran ist, dass diese Like-Zahl für jeden einzelnen Artikel auch in Echtzeit in den "normalen" Shops angezeigt wird. Die Kleiderbügel sind mit einem Display ausgestatt und an ein System angeschlossen, mit dem die aktuelle Likezahl angezeigt wird.

So können die Käufer im Geschäft sehen, welche Artikel super beliebt sind. Und wenn sie dann nicht das tragen wollen, was alle gerade tragen, kaufen sie einfach das mit wenig Likes... Oder so ähnlich zumindest.
Auf jeden Fall eine extrem gute Idee, die Weiterlesen …